Direkt zum Inhalt

Ein roter Anzug ist auffällig und meine englische Aussprache auch

Posted in Frühlingsoutfit, Outfit - My Style, Themen allerlei - aber immer mit Outfit, and Wahnsinn

Aaaalso, daaaamals, als ich noch zur Schule gegangen bin, da waren die Winter noch kalt, dunkel und laaaang… Ähhh, des mit den Wintern hat jetzt eigentlich nichts mit meinem Beitrag zu tun, aber ich wollte das immer schon mal schreiben… “Es war einmal…” steht auch noch auf der Liste… O:-) Allerdings mit meiner Schulzeit hat der Beitrag durchaus zu tun – denn heute geht’s ums Englisch. Ich wage mal zu behaupten, dass wir alle es mal gelernt haben. Manche mehr, manche weniger… Ich denke, wir sind die Generation, die eigentlich wusste, dass Englisch einmal wichtig wird. Beim Look mache ich heute auch mal auf teilseriös und mein roter Anzug spielt dabei eine Rolle – außerdem dachte ich, ich hole mir bei dem very britishen Thema mal ein Stück vom Mini an die Seite..

Conny-Doll-Lifestyle: roter Anzug, Punkteshirt, Sneaker, Story über mein Englisch

Okay – es gibt also keine Ausreden. Ich hätte wissen müssen, dass Englisch einfach die Sprache der Sprachen wird… und das es schwierig wird, sich ohne Englisch zu verständigen. Ja, das hätte ich wissen können und sicherlich auch müssen. Allerdings spielte in meinem Leben, die englische Sprache erst mal keine große Rolle. Also nach der Schule… In der Kanzlei, in der ich nach der Schule angefangen habe, waren die Mandanten deutschsprachig… und in der Berufsschule ging es darum die deutschen Steuerrechte und Buchhaltung zu lernen. An Englisch kann ich mich nicht erinnern. Das brauchte ich nur im Urlaub und genau genommen nicht mal da. In Italien und Frankreich beispielsweise kam man mit Englisch nämlich nicht wirklich weit… Und ich weiß nicht, ob sich das zwischenzeitlich gebessert hat. Ich unterhalte mich ja zumeist mit Leuten in meiner Altersgruppe… 😉

English-Conversation

Natürlich könnte ich nun anführen, dass ich auch mit Spanisch durchs Leben komme – allerdings scheitert das an der unwesentlichen, klitzekleinen Tatsache, dass ich kein Spanisch spreche. Von Hola mal abgesehen… und wenn ich noch eine Weile darüber nachdenke, dann fallen mir vielleicht noch ein paar Worte ein. Aber für eine ordentliche Konversation muss ich noch Hände und Füße dazu nehmen… Aber wieder back to English… Das Problem mit dieser Sprache ist einfach, dass ich sie zu lange überhaupt gar nicht benötigt hatte… Also so gar nicht… Im Job nicht und privat eigentlich auch nicht… Die wenigen Mal, an denen ich da mein Englisch ausgraben musste, kann ich an einer Hand abzählen. Bei privaten Englisch-Konversationen war ein Glas Prosecco immer sehr hilfreich. Wobei ich das jetzt nicht als Tipp propagieren möchte. Außerdem ist es wenig spontan, wenn man sich zuerst ein Glas Prickelwasser hinter die Binde kippen muss.

Englisch in der Mitte

Und wie gesagt, es ist häufig so, dass selbst wenn ich English-Speaker in meiner Nähe haben, sagen diese häufig zu mir, sie wollen lieber Deutsch sprechen, damit ihr Deutsch besser wird… Tja … Ellerbätsch… wieder nüscht. Und wenn ich ehrlich bin, dann bin ich ganz froh darüber, dass sie das zu mir sagen. Weil mir mein Stoppselenglisch einfach echt peinlich ist… Bei Stoppselenglisch handelt es sich um einen neuen Fachbegriff. Dieser beschreibt eine Unterart des normalen britischen und auch amerikanischen Englisch. Unglücklicherweise oder auch glücklicherweise – je nachdem, wie man es sehen möchte – ist die englische Sprache heute einfach in unserer Mitte angekommen. In Berlin ist es mir kürzlich sogar passiert, dass ich mit einer Frau Englisch gesprochen habe, bis uns beiden aufgefallen ist, dass wir Deutsche sind… hahaha… Was das über unser beider Englisch aussagt? Ich weiß es nicht!

Nerd mit Hirnverlust

Wie gesagt – so oder so – die englische Sprache ist in unserer Mitte angekommen. In meiner Haus-Starbucks-Filiale beispielsweise arbeitet ein Typ, der besser Englisch spricht als Deutsch… Diesen kurzen Moment nutze ich nun sehr gerne und versuche mich im englischen Smalltalk. Da gibt es gute uns schlechte Tage. An den schlechten Tagen stehe ich mir wirklich selbst im Weg und bin zu feige über “as always” hinaus, etwas zu sagen. Wahrscheinlich meint mein Starbucks-Typ ich bin so eine launische Alte. Derweil leide ich an Hirnverlust und weiß nimmer, wie ich heiße und auch nimmer, wie das Getränk heißt, das ich gerne und vor allem fast jeden Tag bestelle. Dann bestaune ich immer die jungen Leute, die hinterm Tresen alle locker-flockig in Englisch miteinander sprechen – während ich wirke, wie ein Nerd… O:-)

Echt ein g’schlampertes Deutsch

“Meine” Martina, die tolle irische Lady, die früher meinen Blog ins Englische übersetzt hatte, unterrichtet Englisch und Deutsch irgendwo im schönen Frankenland. Sie sagte mal zu mir, meiner Generation hat man so die Hölle heiß gemacht mit der richtigen Aussprache, dass viele einfach den Mut verloren haben, einfach drauflos zu plappern. Und ja – für mich gilt das uneingeschränkt… Wenn ich da nur an das “th” denke… Derweil hatten und haben die wenigsten von uns das Glück echte Nativspeaker als Lehrerinnen oder Lehrer zu haben und selbst wenn, die müssten ja total dialektfreies Englisch sprechen. Ich zum Beispiel habe häufig eine echt g’schlamperte deutsche Aussprache… Doch da mach ich mir auch keine Gedanken und rede einfach – immer und meist auch zu viel… O:-) Anders ist das bei Englisch und hinzu kommt, dass mein englischer Wortschatz zu Wünschen übrig lässt.

Ein roter Anzug ist auffällig

Aber das geht ja auch Hand in Hand… Wenn ich nicht rede, wächst der Wortschatz nicht und die Hemmschwelle wird auch nicht kleiner… Teufelskreis… Doch in manchen Situation ist Englisch zwischenzeitlich unumgänglich… Bei vielen Hotlines zum Beispiel und in einigen, international aufgestellten Firmen ist Englisch die Working Language… Das geht auch nicht anders, wenn die KollegInnen über die ganze Welt verstreut sind… Doch spätestens bei KollegInnen aus Indien sollte die eigene Aussprache vom “th” dann keine Rolle mehr spielen… Ich glaube, englischer Sprechunterricht wäre eine gute Idee.. Allerdings weiß ich nicht, ob ein roter Anzug für so einen Unterricht eine gute Wahl ist. Vielleicht geh ich lieber Grau in Grau hin. Denn ein roter Anzug ist auffällig und das kann ich nur gut aushalten, wenn ich selbstsicher bin. Allerdings gehört eine Situation mit Stoppselenglisch nicht zu meinen selbstbewussten Momenten. O:-)

Den roten Anzug kennt Ihr von der Stylingchallenge mit der Modeflüsterin


Anzug: Closed – leider gibt es ihn nicht mehr… Ich habe keinen einzigen roten Anzug gefunden. Nur einige Blazer und der von MarcCain gefällt mir gut – gibt’s beim Breuninger (Affiliatelink). Außerdem ist der rote Blazer von S.Oliver (Affiliatelink) noch zu haben.
Sneaker: Adidas – sind bestimmt schon vier Jahre alt und würde ich ein neues Paar kaufen, dann wäre es dieses hier. Haven grey one von Adidas bei Snipes (Affiliatelink) gesehen.
Shirt: Zara
Tasche: Gerry Weber – okay, die Puk Clutch von Buildung Block via Net-a-porter (Affiliatelink) ist komplett anders… Aber mir gefällt sie soooo gut.


Conny-Doll-Lifestyle: roter Anzug, Punkteshirt, Sneaker, Story über mein EnglischConny-Doll-Lifestyle: roter Anzug, Punkteshirt, Sneaker, Story über mein EnglischConny-Doll-Lifestyle: roter Anzug, Punkteshirt, Sneaker, Story über mein EnglischConny-Doll-Lifestyle: roter Anzug, Punkteshirt, Sneaker, Story über mein Englisch

Mich findet Ihr auch bei Youtube

8 Comments

  1. Diana

    Liebe Conny,

    ich habe Englisch studiert und daher tue ich mich leicht mit der Sprache 😉

    Wenn ich aber jetzt meinen Sohn sehe, der auf eine internationale Schule geht und seit der ersten Klasse täglich eine Stunde Unterricht bei einem Native Speaker hat (ohne Vokabeln auswendig lernen…sondern ganz easy und spielerisch) – dann ist das eine ganz andere Welt. Was er mit 9 schon kann und vor allem: Er hat eine tolle Aussprache und überhaupt keine Hemmungen, in der Fremdsprache zu kommunizieren.

    Leider gibt es an den “normalen” Schulen hier in Hessen aber Englischunterricht wie früher. Vokabeltests inklusive. Schade eigentlich…

    Die Sneaker hatte ich dir damals nachgekauft und trage sie auch immer noch gerne!

    Herzlichen Gruß

    Diana

    2018-05-08
    |Reply
  2. Anne

    hallo…als sprachtrainerin seit ca 27 jahren und englisch muttersprachlerin (amerikanisch) kann ich mich 100% die martina anschließen wenn ich sage, die lernmethodik der 80er/90er jahren nicht sehr ausgeprägt von praktischen ûbungen und anwendung der sprache sondern viel mehr auf grammtik…und passives lernen (lesen und schreiben)

    Ich finde auch , dass die meisten deutschen viel zu hart mit sich selbst sind bz das sprechen einer fremdsprache….ich mag den begriff stopselenglisch…aber ich denke es ist eine ganz solide basis vorhanden…es fällt einem bloß nicht so schnell ein wenn man es nicht regelmäßig benutzt.

    Man muß auch mut zu kleinen fehler haben…hauptsache man traut sich und die anderen machen sehr oft auch kleine fehler….also viel spass mit englisch!!! Lg annie

    2018-05-08
    |Reply
  3. Martina

    Conny du hast es selbst gesagt:-“Ich habe häufig eine echt g’schlamperte Aussprache – Doch da mach ich mir auch keine Gedanken und rede einfach”. So sollst du es machen mit deinem Starbucksmann.

    2018-05-08
    |Reply
  4. EvelinWakri

    Ha! Jetzt bessert sich meine heutige Urlaubslaune definitiv um 100%… Bis jetzt dachte ich, dass ich ganz allein auf weiter Flur mit diesem Englishproblem durch die Welt ziehe… Mir fehlen nicht leicht die Worte, aber in Englischen bin ich nicht lernfähig bzw ein feiger Hase… zur Freude hier in Bella Italia hilft English speaking nada und nüscht . Only Pasta und Sciutta sonst gibt’s hier nix zum Futtern.. liebe Grüße und Umärmelung
    Evelin

    2018-05-08
    |Reply
  5. Sabine

    Hallo Conny,

    wo sind deine Wimpern geblieben?
    Der Anzug ist super, steht dir unheimlich gut!

    Viele Grüße Sabine

    2018-05-08
    |Reply
    • Vielen Dank liebe Sabine… des freut mich. Auf meine Wimpern muss ich leider gerade verzichten… Mit dem akuten Heuschnupfen ist das keine gute Idee… Kann erst wieder anfangen, wenn es vorbei ist… Schönen Abend für Dich – lieber Gruß – Conny

      2018-05-08
      |Reply
  6. Christine

    Hallo Conny,
    mit Englisch stehe ich auch auf Kriegsfuß (lach). Seit ca. 1 Jahr bin ich beruflich
    für Mitarbeiteranliegen zuständig und da krieg ich immer einen Schreck, wenn ein
    Kollege kein Deutsch kann. Aber irgendwie krieg ich das meistens hin. Die richtigen Wörter fallen mir dann ein, wenn der Kollege wieder weg ist. Oje..
    Vor Jahren hatte ich mal die Idee, einen Englisch-Stammtisch in Augsburg zu besuchen, das war eine total nette Sache. Leider bliebs ein einmal, vielleichst sollte ich dies wieder tun..
    Viele liebe Grüße

    2018-05-08
    |Reply
  7. Hasi

    Puh, da sagst Du was, das Problem mit dem Englisch kenne ich auch. Jetzt muss ich sogar sagen, dass Englisch damals in der Schule lange mein Lieblingsfach gewesen war. Aber zum Einen fehlt mir natürlich ebenfalls die Praxis im echten Leben, und das eigene Anspruchsdenken nimmt tatsächlich etwas die Unbefangenheit. Eigentlich sollte man sich aber gar nix Besonderes denken, einfach mal darauf losreden, das Gegenüber wird wohl schon irgendwie verstehen, was man meint, und ein deutscher Akzent ist doch genau so wenig ein Problem wie ein französischer, ein russischer oder ein italienischer. Der Wortschatz, der wäre in der Tat noch ein ausbaufähiges Projekt… Vielleicht sollte ich mal wieder Kärtchen mit Vokabeln beschriften und jeden Tag ein bisschen was dazulernen. Oder den englischen Roman endlich mal in Angriff nehmen, der bei mir im Regal liegt… Wäre zudem eine gute Methode, dem Rost im Hirn zu Leibe zu rücken. Hach ja, innerer Schweinehund: Sitz und gib Ruhe!

    So, spät ist es, daher wünsche ich noch schnell eine gute Nacht! LG
    Hasi

    2018-05-09
    |Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.