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Sommeroutfit

Chino ist nicht gleich Chino – welcher Maßstab ist Dir beim Styling wichtig?

Mein heutiger Blogpost knüpft fast nahtlos an, an den vom Donnerstag. Da war ich noch beim Thema „Ausmisten“ und muss zuerst Euch recht geben. Das Wort „Mist“ in diesem Zusammenhang ist deplatziert. Eigentlich handelt es sich um meinen Kleiderschatz und den müsste ich dann, um in diesem Bild zu bleiben, aus der Schatzkammer rauben, wenn ich mich von einigen geliebten Teilen trenne. Sprache bildet Bewusstsein und so. 🙂 Einer meiner Lieblingssätze. Und eigentlich dachte ich auch, man würde mit dem Alter weiser werden. Doch in welcher Hinsicht, das hat sich mir bisher noch nicht so richtig erschlossen. Mir bleibt nämlich unerklärlich, warum ich manchmal glaube, es gäbe diese eine Hose, die ich noch nicht habe. So wie kürzlich diese weite Chino. Also in erster Linie denke ich das, weil es eine Tatsache ist. Durch die veränderten Schnitte ist eben eine Chino von 2019 nicht gleich eine Chino von 2022.

Chino ist nicht gleich Chino

Das ist eben die Krux mit der Mode. In der Regel weicht ab einem bestimmten Alter das „sich modern“ Anziehen, dem stilvollen Kleiden. Natürlich gibt es auch in diesem Fall Ausnahmen. Es gibt Männer und Frauen, die achten auch im hohen Alter noch auf Trends und darauf, dass die Schnitte nicht aus der Zeit gefallen sind. Dann gibt es die Menschen, die ab einem bestimmten Alter nur noch ihre eigene Uniform tragen. Nur noch schwarz, weiß oder nur noch schwarz-weiß oder beige. Die breite Masse hingegen und da zähle ich mich auch hinzu, trägt die bereits vorhandenen Sachen, weil man sie eben irgendwann mal gekauft hat. Und das tut man in der Regel, weil es einem gefällt. Also ich denke, ab einem bestimmten Alter gibt man sein sauer verdientes Geld nur für Dinge aus, bei denen das Herz höher schlägt. Ging mir kürzlich so beim Erwerb dieser weiten Chino.

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Jeans oder Chino – Hauptsache weit

Wie oben schon erwähnt, gleicht diese vom Schnitt nicht der Chino von 2019. Denn obwohl Chinos in der Modewelt schon eine Weile eine Rolle spielen, sind auch deren Hosenbeine weiter geworden. Ähnlich wie bei Jeans, da hat die Skinny gerade Sendepause. Trotzdem: Schau ich mir das Stadtbild an, weiß die Hälfte der Leute wohl nicht, dass sie mit ihren Skinnyhosen gerade völlig oldschool unterwegs sind. Who cares – könnte man fragen? Natürlich in jedem Fall Menschen mit Trendgespür und solchen, deren Job es ist, so was zu wissen. Also allen aus der Modebranche – hier entscheidet dieses Wissen über Sieg oder Niederlage. Also ob man verkauft oder eben nicht. Allerdings darf man das gerade in good old germany nicht so genau nehmen, denn wie oben schon erwähnt, kleidet sich die breite Masse ohnehin nicht hauptsächlich nach der aktuellen Mode. Soll heißen, in Deutschland hat man gute Chancen, die Ladenhüter zu verkaufen.

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Who cares?

Schließlich sind die Deutschen als Schnäppchen-Jäger bekannt. Und ich denke, den meisten ist irgendwie klar, dass es sich bei den günstigen Sale-Schnappern nicht um die aktuellste Ware handelt. Wobei man natürlich Glück haben kann. Außerdem sucht man manchmal nur etwas Praktisches und dabei spielen Trends oft keine so große Rolle. Und um zur Frage oben zurückzukommen – who cares? Vielleicht hat das deutsche Volk in Sachen Modedingens im Ausland deshalb so einen schlechten Ruf. Denn den Französinnen oder Italienerinnen eilt zumindest der Ruf voraus, trendbewusster zu sein. Aber letztlich muss man sich ja nur mit den Fragen beschäftigen: Wie viel Arbeit ist man bereit, hineinzustecken? Wie viel Geld möchte man investieren? Wie viel Zeit hat man überhaupt zur Verfügung? Denn manche mögen ein gottgegebenes Trendgespür haben, wir anderen brauchen viel Zeit, um die Feinheiten auszuloten. Denn Jeans ist nicht gleich Jeans und Chino nicht gleich Chino. Und dann kommt doch wieder so eine Schlausau daher und entlarvt das vermeintliche Trendteil als second season oder billige Kopie.

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Welcher Maßstab ist Deiner?

Aber gut angezogen kann man auch sein, wenn man nicht den letzten Schrei trägt. Ich habe eine Kollegin, die ausschließlich Skinnys trägt. Da sie nicht besonders groß ist, ist es schwer für sie, Hosen mit weiten Beinen zu finden. Auch High Waist ist eine fast unmögliche Herausforderung. Trotzdem ist sie mit ihren Skinnys immer toll gestylt. Insofern ist es doch bei einem Outfit immer viel wichtiger, dass man sich selbst darin wohlfühlt. Für mich ist einfach Fakt, dass man selbst der Maßstab ist. Es geht eben nicht darum, immer das Neuste vom Neuesten zu tragen. Oder ist es eine Frage von Stilbewusstsein, ganz unabhängig davon, ob die Kleidung nun dem derzeit angesagten Trend entspricht – oder? Dazu bin ich jetzt neugierig und freu mich auf Eure Meinung. Aber erst müsst Ihr Euch noch den Look mit der weiten Chino anschauen. Aber dann bin ich bereit für Eure Meinung. Wünsche Euch einen schönen Sonntag <3 Kann übrigens sein, dass es jetzt eine kleine Blogpause gibt – sicher bin ich mir aber noch nicht. Ich lasse mich dieses Mal von mir selbst überraschen.


Details zum Outfit

Chino & Shirt

COS – die Hose gefällt mir so gut, das sich sie in zwei Farben gekauft habe. Und das Beinkleid war online only und in Windeseile ausverkauft. Eine Alternative habe ich beim H&M gefunden. Bei COS gibt es noch ein weiteres Modell. Und ebenfalls eine Chino, bisschen klassischer geschnitten hab ich bei Bogner gesehen (die drei eben genannten Links sind alle Provisionslinks, das heißt, wenn Du klickst und was kaufst, bekomme ich eine kleine Provision, Dich kostet es nichts. Ach ja ein neuer Tab öffnet sich auch.

Schuhe

Marc O’Polo – die haben schon einige Tage auf dem Buckel – aber meine Füße kommen mit Wedges besser zurecht. Somit sind die Schuhe eine Vernunftentscheidung.

Tasche

Armani – ein Urlaubsmitbringsel aus Italien.


4 Comments

  • Edeltraud Markl-Vidovic

    Wie immer toll gemacht. Bin über 70 habe meinen Stil gefunden,orientiere mich aber trotzdem neugierig bei euch jungen Frauen

  • EvelinWakri

    Manchmal, wenn man sich was Neues kaufen möchte, muss man einfach dem Trend folgen, da das alt gewohnte nicht mehr trendy ist und gar nicht mehr verkauft wird.
    Ich dachte mir zuerst, keine weite Hosen, ich doch nicht mit meiner Größe und Figur.
    Dann gibt es da so eine Boutique in Köln, die sagte mir aber doch und nun? Fühle ich mich gerade im Sommer mit Skinny eingeengt. Und „nur“ Pensionisten-Beige kommt bei mir nicht in die Tüte äh Schrank.
    Cooler Look liebe Conny und wieder toll geschrieben.

    Liebe Grüße
    Evelin

  • alcessa

    Super Chino!
    Es gibt tatsächlich Trends, die können einen sehr überzeugen (oder sogar überraschend neu bzw. originell wirken) und dann muss man sie einfach haben … mir ging es mit den ganzen Paperbag-Hosen vor ein paar Jahren so, dazu gab es dann plötzlich auch recht viele weite Hosen und Jeans (ohne Paperbag) zu holen und das tat ich auch. HOLEN. 😀 Ich trage sie nach wie vor sehr gerne, sofern sie mir noch passen, die anderen sind eingemottet. Schätze halt.

    Oder die trendige grüne Farbe, die man bei dir so häufig sieht – einfach klasse.

    Bisschen Auffrischung scheint es auch für die Stilvollen immer wieder zu geben und das ist auch gut so 😉 …

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