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Wie style ich eine Jugendstilbluse und ein Dermatologe mit Laserschwert

Gepostet in HerbstWinter-Outfit, Outfit - My Style, und Styling-Challenge

Ich bedanke mich sehr für Euer Feedback zur Frage, Tipps oder nicht. Ich glaube, die meisten sehen es so, wie ich. Eigentlich ist eine Online-Beratung, ohne etwas über Euch zu wissen, nicht machbar. Trotzdem versuche ich eine Rubrik mit Ratschlägen aufzunehmen. Nur wie genau, das weiß ich noch nicht. Da wird mir schon was einfallen, dafür sag ich jetzt: Wer schön sein will muss leiden. Das hättet Ihr jetzt nicht gedacht… O:-) So ist das nämlich… und auch, wenn diese Weisheit uralt sein mag – sie erscheint mir absolut zeitgemäß. Früher bezog sich dieser Spruch wohl eher auf straff geschnürte Mieder und gestärkte Stoffe, da bin ich schon ein bisschen froh, dass sich die Zeiten geändert haben. Doch heutige Dirndl sind durchaus damit zu vergleichen und während des Gründerzeit, war die sogenannte Tournürenmode schwer angesagt und meine Jugendstilbluse passt da thematisch voll dazu. Das sag ich!

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Es geht also heute um: Wie trage ich im Jahr 2016 eine Jugendstilbluse – aber erst nachdem ich Euch meine aktuelle Schönheitsgeschichte, um die Ohren gehauen habe. Also, wer schön sein will…. bli bla blö. Dieser Spruch kommt ja nicht von ungefähr und fängt schon beim banalen Augenbrauengezupfe an. Wobei wir ja, Cara Delevingne sei Dank, nicht mehr auf brauenmäßigen Kahlschlag setzen müssen, nein, kontrollierter Wildwuchs ist das Brauenmotto. Die einzigen, die nicht wild und füllig genug sein können, sind die Wimpern. Da wird gerne geklebt und genäht, was das Zeug hält. Neugierig, wie ich bin, würde ich das ja gerne mal ausprobieren. Hallo… ist hier jemand, der Tipps für mich hat? Doch ansonsten, soll sich jegliche Gesichtsbehaarung bitte vom Acker machen – am besten auf Nimmerwiedersehen.

So viele wie Kerzen auf dem Kuchen

Da wird rasiert, gezupft, gewachst und geblitzt, damit sich die ungebetenen Haarfollikel bitte anderenorts wieder einfinden mögen. Doch wo schreib ich hin, die Haare sind ja gar nicht mein Problem. Das heißt… je älter ich werde, desto unmöglicher die Stellen, an denen ich die störrischen Zeitgenossen begrüßen darf. Dennoch ist mein Thema heute das Fibrom. Mit diesen, nicht minder ungebetenen Gästen, darf ich mich nämlich schon seit meiner Pubertät rumschlagen und mit jedem Lebensjahr kommen genauso viele dazu, wie ich Kerzen auf dem Kuchen hätte. Sofern die noch da draufpassen würden… Moment – ein Blechkuchen – da ginge es evtl. noch. Jedenfalls nerven mich die Fibrome ganz gewaltig – bevorzugt habe ich sie nämlich am Hals und bleibe wirklich oft und gerne mit Schmuck oder meiner Kleidung daran hängen.

Der Dermatologe mit Laserschwert

Deshalb bin ich dazu übergegangen, einmal im Jahr Luke Skywalker aufzusuchen. Das ist mein Hautarzt mit seinem Lasergerät. Er gehört auf jeden Fall der guten Seite der Macht an, sofern man das von Dermatologen behaupten kann, und lasert wie verrückt alle sich ihm in den Weg stellenden Fibrome ins „Überschüssige-Haut-Nirvana“. Das sind leider echt viele und weil das mit einer Betäubung wenig Sinn macht, lasse ich die Prozedur ohne Lokalanästhesie über mich ergehen. Das allein ist schon fies – aber wenigstens schnell vorbei. Das was dann im Anschluss kommt ist der eigentlich doofe Teil. Die ganzen verbrannten Stellen werden nämlich mit einem speziellen Pflaster abgeklebt und damit sieht mein Hals aus, wie der von der Schildkröte Morla aus der „Unendlichen Geschichte“. Unglücklicherweise oder zum Glück ist das Pflaster nämlich durchsichtig… und neben dem faltigen Tütenpflaster hat man freie Sicht auf – vorsicht eklig – blutige Brandwunden.

Wer schön sein will, muss leiden

Als ob das alles immer noch nicht genug wäre… juckt der ganze Sch*** dann auch noch wie verrückt. Dieser Wundverband soll nämlich ganz fünf Tage meinen Hals zieren. Was sowieso fast unmöglich ist. Wenn der Luke wüsste wie oft ich meinen Schwanenhals rumdrehe, dann hätte er das gar nicht erst gesagt… tztztz… Aber all das ist immer noch nicht das Schlimmste.. Das Schlimmste ist für mich nämlich der Geruch… „Millionen“ kleine Brandwunden, ein Pflaster, 5 Tage und ein sehr empfindlicher Geruchssinn. Ich sag Euch, das kann nicht gut gehen. (Memo an mich: Überleg Dir gut, ob Du Dir das nächstes Jahr wieder antun möchtest. Denk nur an den Angstschweiß, die Schildkröte, den Geruch und steck die Kohle lieber in ne g’scheite Lederjacke.) So bewahrheitet es sich eben auch 2016. Ganz ohne Mieder und drei Meter Perücke auf dem Kopf: Wer schön sein will, muss leiden.

Jugendstilbluse ganz ohne Korsett

Außerdem darf ich so lange das Ding da klebt, keinen Sport machen… Also ausgeglichen ist anders… wahrscheinlich hatte mein Sonntagspost auch was damit zu tun. 🙂  So mache ich jetzt Schluss, mit Luke und seinem Vermächtnis und komme zum schönen Teil meiner Geschichte. Der angesagten Jugendstilbluse. Diese hochgeschlossene Blusenform gefällt mir ausgesprochen gut und ich mag es, dass ich diese Bluse heute zu einer Flared Leg Jeans aus den Sechziger Jahren tragen kann. So viel modische Freiheit, wie wir heute haben, gab es wohl nie zuvor… Ich freue mich darüber, dass wir die Stile mixen dürfen, wie es uns gefällt und es nur bedingt etwas über die politischen Einstellung oder über meine Gesellschaftsschicht aussagt. Ich finde das sehr spannend und genau deswegen zeige ich Euch am Freitag das gleiche Blüschen gleich noch mal, dann aber mit ner Hose aus ner anderen „Epoche“ 🙂 Habt ne schöne Woche liebste alle…

Hose: Asos – ein Modell von LTB im Sale noch bin mehreren Größen zu haben – allerdings nur noch in der Länge 32 – bei About you (Affiliatelink)
Bluse: Mango – zwischenzeitlich ist die Bluse dort wieder zu haben – auch in schwarz
Cardigan: Dear Cashmere – meinen habe ich vor einigen Jahren meiner Freundin abgekauft und für Euch habe ich einen braunen Cardigan von Autumn Cashmere bei Lodenfrey (Affiliatelink) gefunden. Er ist ein Cashmere-Woll-Mix und nicht ganz so teuer. Bei Dawanda habe ich einen ohne Cashmere (Affiliatelink) gefunden, der ebenfalls sehr kuschelig aussieht. 
Pumps: Gadea – im letzten Jahr gekauft und heuter wird nicht geschnürt, sondern geschnallt und da hat Gadea wirklich ein sehr geniales Paar (Affiliatelink) aufgelegt. Außerdem kann ich Schuhe von Gadea absolut uneingeschränkt empfehlen. 
Tasche: Zara – die Sackstasche ist nach wie vor verfügbarJugendstilbluse, Cardigan, Cashmere, Conny Doll, Fashionblog, flared Leg, Jeans, Asos, Dear Cashmere, Gadea, Pumps, FransentascheJugendstilbluse, Cardigan, Cashmere, Conny Doll, Fashionblog, flared Leg, Jeans, Asos, Dear Cashmere, Gadea, Pumps, FransentascheJugendstilbluse, Cardigan, Cashmere, Conny Doll, Fashionblog, flared Leg, Jeans, Asos, Dear Cashmere, Gadea, Pumps, FransentascheIMG_2640-Nature-WiesemitTauJugendstilbluse, Cardigan, Cashmere, Conny Doll, Fashionblog, flared Leg, Jeans, Asos, Dear Cashmere, Gadea, Pumps, Fransentasche

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6 Kommentare

  1. Liebe Conny, ich musste das mit dem Fibrom erst einmal googlen, um überhaupt mitreden zu können. Das ist schon sehr ärgerlich und würde mich auch stören. Aber: Ein Glück kann man heute viel mit Lasern machen. Ich bin zum Glück nicht so schmerzempfindlich, was viel Ätze immer wieder erstaunt. Aber nach 2 Rücken Ops und einer Mandel,Bauch, Abszess Op bin ich resistent. Wie sagen sie Ärzte bei im immer: Oh sind halt blond, hellhäutig und haben blaue Augen. Eine tolle Generalerklärung 🙂

    Liebe Grüße Sandra

    http.//www.sandra-levin.com

    2016-10-18
    • Oje – Du Arme. Das hört sich ja alles auch nicht so toll an. Und die Attribute blond, hellhäutig und blaue Augen als Generalerklärung abzugeben, ist äußert unbefriedigend. Ich hoffe, Du hast alles gut überstanden? Alles Liebe und ganz herzlichen Dank für Deinen Besuch, Conny

      2016-10-18
  2. Hasi
    Hasi

    Einen schönen Abend, liebe Conny!

    Ach, Du Arme! Da hast Du ja mit Deinen Behandlungen schon eine ordentliche Tortur hinter Dir! Es ist natürlich ärgerlich, dass diese Fibrome immer wieder kommen.

    Deine Bluse ist toll, sehr raffiniert! Der Stoff wirkt auf mich so, als trage er sich auch recht angenehm. Und ich finde es ebenfalls wunderbar, dass man heutzutage tragen und kombinieren kann, was und wie man will.

    Liebe Grüße!

    Hasi

    2016-10-18
    • Ganz herzlichen Dank liebe Hasi – das kann ich brauchen. Jetzt hab ich auch noch ne fiese Allergie aufs Pflaster bekommen. Also nächstes Jahr lass ich das nicht mehr machen…. 🙂 Ja, die Bluse ist wirklich super angenehm zu Tragen. Ganz leichte Viskose – nur das Bügeln ist nicht so grandios… Aber irgendwas ist ja immer… Hab nen schönen Abend und ganz lieben Dank für Deinen Besuch, lieber Gruß – Conny

      2016-10-18
  3. […] Ich finde es ganz großartig, dass wir uns heute modisch so ziemlich alles erlauben dürfen. Wir haben keine Kleidungsvorschriften, wie sie während früherer Epochen Gang und Gäbe gewesen sind. Wir müssen keine unbequemen Korsetts tragen… … und die Tornürenmode kenne ich nur aus Bildern. Da bin ich auch nicht böse drüber. Ich liebe es wirklich, dass wir uns heute durch die Moden ganzer Epochen stylen dürfen, ohne dass es was über unseren Gesellschaftsstand aussagt. Das ist eine ganz große Freiheit, die ich auch gerne nutze. Deshalb gibt es heute auch ein Outfit mit meiner Jugendstilbluse und einer ausgestellten Jeans. Gründerzeit meets FlowerPower-Ära uns sie müssen dafür nicht durch die Zeit reisen. Der Look und mein Beitrag über einen Besuch beim Dermatologen ist nur einen Klick entfernt. […]

    2016-10-21
  4. Das klingt wirklich nach jeder Menge Leiden. Aber richtig, wer schön sein will,—- Mich würde es wahrscheinlich auch sehr stören. Eine Pflasterallergie oben drauf ist dann natürlich doppelt fies. Ich hoffe, du hast dich mittlerweile davon erholt. Und es ist doch auch ein schönes Gefühl zu wissen, dass man es auch nicht machen lassen kann ;).
    Die Bluse finde ich wieder mal wahnsinnig schön. Aber da haben wir offenbar wirklich einen sehr ähnlichen Geschmack :).
    Liebste Grüße an dich

    2016-10-25

Die Kommentare wurden geschlossen