Es gibt Modetrends, bei denen ich sofort weiß, dass das etwas werden könnte. Und dann gibt es die Trends, bei denen ich innerlich die Arme verschränke und denke: Nein. Ganz sicher nicht. Die Pumphose gehörte lange zur zweiten Kategorie. Noch letztes Jahr war ich fest davon überzeugt, dass dieser Trend problemlos ohne meine Beteiligung stattfinden kann. Ich habe die ersten Looks gesehen, die ersten Outfitfotos, die ersten Stylingtipps und dachte mir: Das ist bestimmt toll für andere Frauen, aber ich werde keine davon sein.
Damals hätte ich niemals gedacht, dass ich mich irgendwann ernsthaft mit dem Thema Pumphose kombinieren beschäftigen würde. Man sollte meinen, dass ich nach über zehn Jahren Fashionblog langsam gelernt hätte, solchen Aussagen nicht zu vertrauen. Habe ich offenbar nicht. Denn inzwischen besitze ich nicht nur eine Pumphose, sondern ausgerechnet eine transparente Variante. Und wie so oft in solchen Fällen trägt Zara eine gewisse Mitverantwortung. Zara made me do it.


Wie aus einem „Nein“ plötzlich ein „Warum eigentlich nicht?“ wurde
Wenn ich ehrlich bin, kam die Pumphose nicht über Nacht in meinen Kleiderschrank. Sie hat sich langsam eingeschlichen. Angefangen hat alles mit dem PJ Style. Diese lockeren Hosen, die aussehen, als hätte man morgens beschlossen, den Schlafanzug einfach gesellschaftsfähig zu machen. Anfangs war ich skeptisch, dann neugierig. Und irgendwann ertappte ich mich dabei, wie ich immer häufiger zu genau diesen Hosen griff. Weil sie bequem waren, unkompliziert und erstaunlicherweise deutlich angezogener wirkten, als man vermuten würde.
Im Nachhinein betrachtet war der Weg zur Pumphose wahrscheinlich vorprogrammiert. Trotzdem war ich überrascht, als ich mich plötzlich vor dem Spiegel stehen sah und dachte: Die ist eigentlich richtig schön. Das passiert mir nicht oft. Normalerweise brauche ich bei ungewöhnlicheren Trends etwas länger.

Pumphose kombinieren: Warum der Trend für mich funktioniert
Vielleicht liegt es daran, dass die Pumphose genau das schafft, was ich bei Kleidung inzwischen besonders schätze. Sie ist bequem, ohne nach Bequemlichkeit auszusehen. Ich bin mittlerweile in einem Alter, in dem ich niemandem mehr beweisen muss, dass ich acht Stunden auf Schuhen laufen kann, die sich anfühlen wie mittelalterliche Folterinstrumente. Ähnlich geht es mir bei Kleidung. Wenn ein Trend gut aussieht und gleichzeitig bequem ist, hat er meine Aufmerksamkeit. Die Pumphose erfüllt genau diese Voraussetzungen.
Tatsächlich ist die Pumphose kombinieren deutlich einfacher, als ich zunächst vermutet hatte. Die Hose wirkt bereits für sich und braucht gar nicht viele Begleiter. Oft reichen schlichte Oberteile und zurückhaltende Accessoires, damit der Look funktioniert.
Dazu kommt die Leichtigkeit des Stoffes. Gerade im Sommer mag ich Kleidung, die nicht an mir klebt, sobald die Temperaturen steigen. Die transparente Variante wirkt fast schwerelos und bringt genau diese luftige Sommerstimmung mit, die ich so gerne mag. Auf den Bildern kombiniere ich sie bewusst schlicht. Die Hose darf die Hauptrolle spielen, alles andere hält sich zurück. Manchmal braucht ein Outfit gar nicht viele Zutaten. Manchmal reicht ein einziges Kleidungsstück, das den Look trägt.

Das AIMY München: Eine Entdeckung, die ich fast verpasst hätte
Vor einigen Wochen durfte ich im Rahmen einer Presseeinladung das Season Opening des AIMY München besuchen. Und ich gebe es ganz offen zu: Bis zu dieser Einladung hatte ich noch nie vom AIMY gehört. Was eigentlich erstaunlich ist, denn ich lebe nicht erst seit gestern in der Region München und bilde mir gelegentlich sogar ein, die Stadt ganz gut zu kennen. Aber hey, München ist groß und es ist schiergar unmöglich, jeden Spot zu kennen. Zumal ich ein Gewohnheitstier bin und dazu neige, immer wieder dieselben Restaurants aufzusuchen. Doch für Neues bin ich immer offen. Zum Glück. Denn genau dadurch entstehen manchmal die schönsten Überraschungen.
Das AIMY liegt in unmittelbarer Nähe zum Odeonsplatz und damit mitten im Herzen der Stadt. Gleichzeitig fühlt es sich an, als würde man München für ein paar Stunden hinter sich lassen. Schon beim Ankommen hatte ich das Gefühl, einen Ort entdeckt zu haben, den man eigentlich lieber für sich behalten möchte. Kennt ihr diese Restaurants, die sofort eine besondere Atmosphäre haben? Genau so war es.



Südostasiatische Küche mitten in München
Was mich besonders begeistert hat, war die Küche. Das AIMY verbindet südostasiatische Einflüsse mit einer modernen Interpretation, die neugierig macht. Ich hatte keine Ahnung, was Tonburi Ravioli sind, und habe sie einfach gegessen. Es war grandios. Manchmal ist das ohnehin die beste Strategie. Sobald ich bei Restaurantkarten anfange zu überlegen, was sich hinter jedem einzelnen Begriff verbirgt, bin ich gedanklich oft schon beim Dessert angekommen.
Auch die Oyster Triology oder der Wagyu Truffle Fried Rice klangen nicht nur spannend, sondern haben auch genauso geschmeckt.
Viel wichtiger als die genauen Namen auf der Speisekarte ist ohnehin das Gefühl, das bleibt. Und geblieben ist bei mir vor allem die Erinnerung an unglaublich spannende Aromen, kreative Kombinationen und Gerichte, die Lust auf den nächsten Gang gemacht haben. Ich mag Restaurants, die überraschen. Restaurants, bei denen man nicht schon beim Lesen der Karte genau weiß, wie alles schmecken wird. Jeder Gang hatte etwas Besonderes. Nichts wirkte beliebig, nichts wirkte austauschbar.

Kreative Drinks und ein Abend, der immer länger wurde
Mindestens genauso spannend war die Getränkebegleitung. Die verschiedenen Kreationen waren kreativ, ungewöhnlich und perfekt auf die Küche abgestimmt. Man merkte schnell, dass hier nicht einfach irgendeine Karte zusammengestellt wurde. Alles wirkte durchdacht und stimmig. Ich liebe solche Orte. Nicht, weil sie besonders schick sein wollen, sondern weil man merkt, dass sich Menschen Gedanken gemacht haben.
Das eigentliche Highlight war am Ende aber die Atmosphäre. Seit Beginn der Pfingstferien bietet das AIMY jeden Freitag und Samstag ein wechselndes Live Programm mit Musik, DJs und Künstlern. Dadurch verändert sich die Stimmung im Laufe des Abends ganz automatisch. Man kommt zum Essen, bleibt wegen der Musik, bestellt noch ein Getränk, unterhält sich weiter. Dann schaut man irgendwann auf die Uhr und stellt fest, dass es längst viel später geworden ist als geplant.

Zwei Irrtümer, ein Abend
Wir haben den Abend tatsächlich bis zwei Uhr morgens ausgekostet. Wenn ihr mich vor einigen Jahren gefragt hättet, hätte ich vermutlich behauptet, dass ich längst zu alt für Nächte bis zwei Uhr morgens bin. Offenbar war auch das eine Fehleinschätzung.
Wobei das in diesem Jahr offenbar häufiger vorkommt. Erst die Pumphose, die ich nie tragen wollte. Dann ein Restaurant, das ich vorher nicht einmal kannte und das jetzt definitiv auf meiner Liste der Orte steht, an die ich zurückkehren möchte. Vielleicht sollte ich mit endgültigen Urteilen einfach etwas vorsichtiger werden.
Wie steht ihr zur Pumphose? Gibt es einen Modetrend, von dem ihr einmal geschworen habt, dass er niemals bei euch einziehen wird und heute tragt ihr ihn trotzdem? Und habt ihr in letzter Zeit einen Ort entdeckt, bei dem ihr euch gefragt habt, warum ihr ihn nicht schon viel früher kennengelernt habt?
Details – Werbung
Hose
Zara – wie schon erwähnt. Das Modell ist schon bisschen älter. Ich hatte es second hand gekauft. Aber hier bei Mango hab ich auch eine Pumphose gesehen. Mit aktuell sehr angesagten Polkadots (Affiliatelink) und diese Haremshose gibt’s gerade bei Bonprix (Affiliatelink) – sehr alltagstauglich, finde ich.
Shirt
Helene Galwas – eine der tollsten Designerinnen Deutschlands, finde ich. Die Federn sind via Druckknöpfen abnehmbar, was das Shirt noch besonderer macht – hier im Shop.
Schuhe
Vagabond – hier via Breuninger (Affiliatelink) – liebe ich sehr, weil die so krass bequem sind.


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