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Gedanken über Nachhaltigkeit

Nachhaltige Produkte und die Zweiklassengesellschaft

Diese Woche hat mir eine Kollegin erzählt, dass ein Biosupermarkt in der Nähe unserer Arbeitsstelle geschlossen wird. Sicherlich hat das vermaledeite C etwas damit zu tun. Aber ich hatte den Eindruck, in dieser Filiale war vorher auch schon nicht wirklich viel los…  Aber vielleicht war ich dort zu den falschen Zeiten. Das ist aber auch egal. Denn eigentlich ist mir nicht so ganz klar, warum wir diese Trennung der Einkaufsmöglichkeiten immer noch brauchen. Ich sehe es ähnlich wie den Versuch, nachhaltige Kleidung an die Moderverrückten wie mich zu bringen. Anstatt man nachhaltige Produkte zu uns Verbrauchern bringt, müssen sich die Interessierten drum kümmern, an den richtigen Ort zu gehen. Das setzt aber voraus, dass es überhaupt ein Bewusstsein für das Thema gibt. Beim Look gehts heute erneut um die gelben Chucks und warum gelbe Turnschuhe zu vielen Outfits passen.conny doll lifestyle: Nachhaltige Produkte und die Zweiklassengesellschaft, Pullunder, Streifenbluse, lässiger Frühjahrslook, Lederjacke

Bio-Supermärkte waren wichtig

Okay, ich sehe ein, als diese ganzen Biosupermärkte aufgekommen sind, waren sie wichtig. Der Wunsch nach Bio, weniger Plastik und nachhaltigen Produkten wurde immer größer. Doch die altbekannten Supermärkte hielten viel zu lange an dem herkömmlichen Angebot fest. Wahrscheinlich getreu dem Lieblingsmotto: Das war schon immer so! Oder sie hatten Lieferverträge auf die nächsten zig Jahre abgeschlossen. Doch bitte versteht mich nicht falsch – natürlich sind nachhaltige Produkte und Bio nach wie vor wichtig. Sogar so wichtig, dass wir genau genommen überhaupt keine Sachen mehr kaufen sollte, deren ökologischer Fußabdruck mies ist. Und natürlich ist es wunderbar, wenn es Orte gibt, an denen man all diese Produkte versammelt findet. Alle, die dort einkaufen möchten, fahren mit dem Fahrrad oder mit dem Bollerwagen vor und bringen natürlich die selbst genähten Jutetaschen mit. Das meine ich jetzt weniger zynisch, als es sich liest. O:-)conny doll lifestyle: Bluse, lässiger Freizeitlook, Frühlingsoutfit, Details

Nachhaltige Produkte im Zweiklassensystem

Ich denke, in der Großstadt ist es auch weniger das Problem, den nächsten Biosupermarkt zu finden. In München sind die Filialen der großen Bioketten jedenfalls in vielen Stadtteilen vertreten. Doch wie ist das auf dem Land? Dort wo seit Jahren die meisten Supermärkte am Rand der Gemeinde angesiedelt sind, damit man auch ganz sicher mit dem Auto hinfahren muss. Zumindest für den wöchentlichen Einkauf einer vierköpfigen Familie. Da kommt man mit Fahrrad und Korb oder Jutetasche nämlich nicht so wirklich weit. Hat man also keinen Biosupermarkt um’me Ecke, muss man sich beim wöchentlichen Einkauf also doch mit den üblich verdächtigen Supermärkten und einem kleiner Angebot an von nachhaltigen Produkten arrangieren. Aber um dort die echten Biolebensmittel, von denen die Etikettenschwindel betreiben, unterscheiden zu können, sollte man sich mit den Produkten und Biosiegeln beschäftigen. Neben dem Job, dem Homeschooling und dem ganzen Kram, den man sonst noch so zu erledigen hat, hat man dafür sicherlich noch genug Zeit.conny doll lifestyle: Portraet

„Regionaler Anbau“ bedeutet was?

Seit circa 1993 gibt es zertifizierte Biosiegel und aus „regionalem Anbau“ gehört zum Beispiel nicht dazu. Hat mich echt überrascht. Doch aus „regionalem Anbau“ kann quasi nur bedeuten, dass die Firma ihren Sitz in Deutschland hat. Außerdem ist eben nicht festgelegt, was die Käuferschaft unter „Regional“ versteht. Wer Lust hat, kann hier auf dieser Seite noch mehr über die verschiedenen Siegel nachlesen. Dieses wirre Durcheinander in Sachen Biosiegel ist ja nichts neues und ich finde, es wird dadurch noch deutlicher, dass es sich beim nachhaltigen Wocheneinkauf schon eher um eine Zweiklassengesellschaft handelt. Und dabei spreche ich noch gar nicht mal vom Preis. Denn die „bio“ und „ökologisch“ wertvollen Produkte sind zumeist auch teurer. Außer natürlich bei den Discountern. Die schaffen es auch da mit einem begrenzten Bioangebot einen Preiskampf zu entfachen. Ja, ja – ich weiß schon freie Marktwirtschaft und so.conny doll lifestyle: Nachhaltige Produkte und die Zweiklassengesellschaft, Pullunder, Streifenbluse, lässiger Frühjahrslook

Etikettenschwindel bei Lebensmittel

Aber wenn wir es bei den Lebensmitteln schon nicht schaffen, eine ausgewogene Vielfalt in die „normalen“ Supermärkte zu bringen. Dann frage ich mich, wie wir das bei der Mode schaffen sollen. Solange wir da auch die „Guten“, also die nachhaltige Mode von der „Bösen“ trennen, ist es schwer, dieses Thema einer breiten Masse näher zu bringen. Das glaube ich zumindest. Mir ging diese elitäre Nachhaltigkeit jedenfalls schon immer auf den Senkel. Das macht es nämlich auch so leicht, den Etikettenschwindel zu glauben. Den gibt es ja nicht nur bei Biosiegeln, sondern fängt in der Mode ja schon bei „made in“ an. Letztendlich beruhigen diese „Stempel“ das Gewissen, zumindest so lange man sich nicht mit der eigentlichen Bedeutung auseinandersetzt. Und auch da muss erst mal ein Bewusstsein dafür geschaffen oder vorhanden sein. Aber darauf zu warten reicht nicht.conny doll lifestyle: Bluse, lässiger Freizeitlook, Frühlingsoutfit, Details

Lokaler Wochenmarkt – nachhaltige Produkte

Ihr seht schon, diese Sache lässt mich gerade nicht los… und es tut mir leid, dass ich schon wieder damit anfange. Aber ich sehe mich da als Modebloggerin auch irgendwie in der Pflicht, darüber zu schreiben. Denn hier erreiche doch die Menschen, die an Fashion und Mode genauso viel Spaß haben wie ich. Und Ihr wisst eh, ich möchte nicht missionieren, sondern teile hier nur meine Gedanken mit Euch. Zugegeben, die sind gelegentlich ganz schön wirr… so wirr wie das Thema selbst. Wo man bei den Lebensmitteln übrigens meistens richtig liegt, ist beim lokalen Wochenmarkt. Dort findet man zumeist nachhaltige Produkte. Vielleicht braucht es so was auch für die Mode? Ich freue mich jedenfalls über Eure Gedanken zum Thema.

Gelbe Turnschuh – Frühling an den Füßen

Und jetzt komme ich noch mal zu diesen wunderbaren Converse. Die wahrscheinlich weniger nachhaltig sind, wie ich sie gerne hätte. Deshalb bin ich eine Meisterin im Schönreden. Wenn Ihr also dachtet, gelbe Chucks wären nur was für wenige Looks und man kann sie nicht oft tragen, dann sage ich Euch mitnichten. Die gelben Turnschuhe fühlen sich gerade so an, als hätte ich den Frühling an den Füßen. Und sie machen einen Look besonders. Mal ganz davon abgesehen, ist die dicke Sohle einfach grandios bei dem noch kalten Boden. Ich jedenfalls liebe diesen Look und finde, gelbe Chucks machen den einfach perfekt. Und nun freue ich mich narrisch auf Eure Meinung und wünsche einen tollen Sonntag, liebe alle.


Hose: Agolde – via Lindner Fashion – ich weiß, manchen von Euch ist der Criss Cross Schnitt zu schräg, für die ist dieses Styling gedacht, weil es gar nicht so auffällt, dass der Hosenbund nicht gerade ist.
Bluse: TONI-Fashion – sie stammt aus meiner IG-Kooperation und sie ist bei TONI im Sale gerade noch zu haben. An der Stelle möchte ich gerne noch an den 20%-Code connylovestoni verweisen, den Ihr noch bis 31. März bei TONI bekommt.
Schmuck: OHCAROJewelry – Caro hat gerade eine tolle Frühlingskollektion gelauncht. Und bei Ihr im Shop bekommt Ihr mit OHCONNYDOLL15 – 15% auf alles. (Wenn Ihr mit dem Code etwas kauft, bekomme ich eine Provision – Euch entstehen dadurch keine Kosten.)
Pullunder: Selected femme
Schuhe: Converse – ich bin fast versucht, mir noch ein weiteres Paar zu kaufen. Aber nein, das Geld werde ich besser in Vejas investieren. Die sind nachhaltiger.


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6 Kommentare

  • Nicole Kirchdorfer

    Hi Conny,
    was Lebensmittel angeht, sehe ich durchaus, dass die Etikettenlage schwierig ist und es einfach für eine 4-köpfige Familie irre ins Geld geht.
    ABER
    Nachhaltigkeit in Mode und oder Lebensmitteln bedeutet für mich nicht nur der Konsum im gleichen Ausmaß mit besserem Etikett / Herkunft. Sollte es nicht vielmehr einen bewussten Konsum bedeuten? Das wäre doch dann auch schon die halbe Miete…
    Sprich: nicht beim Discounter für jeden Tag Fleisch kaufen, dass u.U. produziert wurde, bei dem man eigentlich sofort kotzen muss und eben nicht jede Kollektion bei H&M kaufen zu müssen, weil es ja so günstig ist, dass ich es nach 3 Monaten wegwerfen kann.
    Das ist es, was mich bei vielen Influencern aufregt! Da haben sie Chanel und Co Taschen und tragen dazu für 2 Wochen ein 29 EUR Kleid von Zara. Wie passt das?
    Gar nicht.

    So, sorry. Mein Wort zum Sonntag…

    LG nicole

    • Conny

      Liebe Nicole, die Influencer habe ich absichtlich gar nicht erst erwähnt…sonst würde ich jetzt noch schreiben… Und ich bin ganz bei Dir, was den bewussten Konsum angeht… Aber warum wir diese Trennung zwischen Gut und Böse brauchen, verstehe ich trotzdem nicht. Anstatt, dass die herkömmlichen Hersteller bewusster, nachhaltiger, klimafreundlicher werden, gibt es jetzt halt neue, die man an anderen Orten findet. In Häusern, die manchmal extra dafür gebaut wurden mit Parkplätzen davor… Ich bin mir da einfach nicht so sicher, ob das der richtige Ansatz ist…
      Und kein Grund für ein sorry… Schönen Sonntag auch für Dich…

      • Ole

        Hallo liebe Conny,

        habe dich hier gefunden, nachdem ich schon bei Tiktok sehr beeindruckt von deinen kurzweiligen Videos bin.
        Hast du bei Tiktok eine Pause eingelegt? Wäre wirklich schade, allerdings wenn es so ist, wirst du dafür sicherlich gute Gründe haben.

        Dein Blog hier ist auch sehr interessant. Ich bin zwar als Mann vielleicht nicht so wirklich ein Experte für Mode, wobei das nicht generell bedeuten soll, dass Männer keine Experten sein können, denn in der Modewelt tummeln sich ja doch reichlich viele meiner Gattung, aber und das sollte der Kern meiner Aussage sein, deine Videos bei Tiktok, deine Wandlungsfähigkeit UND, das möchte ich nicht verhehlen, deine Schönheit, haben mich zumindest einen kleinen, sehr erfreulichen Blick in diese Welt werfen lassen.

        Ich werde also gerne hin in wieder mal schauen, was es Neuesten von dir gibt. Hier oder bei Tiktok.

        Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß an dem, was du hier machst, bleib gesund und lebensfroh und ein volles Osternest zum Osterfest.

        Herzliche Grüße Ole

        • Conny

          Hallo, lieber Ole, jaaaaaaaaaa, ich schätze, ich mache gerade eine TikTok-Pause. Ursprünglich war das gar nicht so geplant – aber TikTok ist für mich so ein mega Zeitfresser. Nicht, weil meine eigenen Videos so anspruchsvoll sind … hehe… sondern, weil ich es nie schaffe, mich loszureißen. Ich schaue so gerne die Videos auf dieser Plattform und bin echt beeindruckt, von der Kreativität so mancher. Dagegen ist Instagram ja geradezu voll von langweiligen Schnarchnasen – mich eingeschlossen. Es freut mich aber, dass Du den Weg hierher gefunden hast und Du Dich ein wenig durch meinen Blog gelesen hast… Danke dafür und für Deine Zeit und DANKE für Deine tollen Komplimente… Auch für Dich ein schönes Osterfest, lieber Gruß – Conny

  • Nicole

    Liebe Conny,
    ich schließe mich der (Namens) Schwester an: Denn nachhaltig ist auch, seinen Konsum zu kontrollieren, seine Sachen länger als eine Saison gut zu finden und zu nutzen. Wir essen größtenteils regional, es gibt aber Ausnahmen. Das ist in Teilen auch ok finde ich. Aber im Großteil denke ich wie du.
    Und es reicht nicht nur Nachhhaltigkeit zu predigen, auch bei Firmen. Sondern es muss sich auch im Leben zeigen. Wir alle können unseren Beitrag dazu leisten. Im Kleinen und Größeren. Und so lange wir noch darüber reden müssen und selber schauen wie du sagst, ist leider noch viel zu tun…
    Liebste Grüße
    Nicole

  • EvelinWakri

    Liebe Conny!
    Super Beitrag! Wieder einer der zum Nachdenken anregt und hinterfragen lässt, ob man selbst zumindest am richtigen Weg zur Nachhaltigkeit ist. Denke mehr als im großen und ganzen klappt es gut, außer dem Kauf von Schuhen äh Convers…..
    Chucks kann man jetzt nicht genug haben 🤣
    Toller Look.
    Liebe Grüße
    Evelin