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Die Sache mit dem Stolz und ein Tüllrock mit Wollrolli

Gepostet in HerbstWinter-Outfit, und Outfit - My Style

Ich bin überhaupt gar kein Prediger… so gar nicht… Ich bin nicht der Meinung, dass meine Art zu Leben der Weisheit letzter Schluss ist. Ganz sicher bin ich sogar, dass es an einigen Stellen Verbesserungsbedarf gibt. Doch diese lass ich heute mal unter den Tisch fallen – eines hab ich nämlich in 40 Jahren Leben gelernt. Es kommt sowieso immer einer, der es besser weiß kann. Und ich habe beschlossen, heute bin das mal ich … Und das gilt natürlich auch fürs Outfit, bei dem ich den Tüllrock ein wenig rockiger gestylt habe und mit dem dicken Wollrolli bin ich auch gerüstet für einen Besuch auf dem Christkindlmarkt.

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Den Anstoß zu diesem post gab mir Claudia Münster, die in ihrem Blog im Anti-Jahresrückblick dazu aufgerufen hat, es den Menschen zu sagen, auf die wir stolz sind. Weil wir das zu wenig machen… also es aussprechen. Wir gehen davon aus, dass es derjenige schon weiß… Und ja, sie hat recht… wir sagen es zu wenig oft. Und ich werde ihrer Aufforderung nachkommen. Ich werde es dem Menschen sagen, auf den ich stolz bin und warum. Aber das mache ich nicht hier… Es würde hier nämlich viel zu viel der Erklärung benötigen, damit es von Außenstehenden verstanden werden könnte. Aber ich möchte den Beitrag zu etwas anderem nützen… Denn was wir meines Erachtens auch viel zu wenig sind, ist stolz auf uns selbst!!!

Stolz auf sich selbst

Stolz auf sich selbst zu sein, ist total negativ besetzt. Gleichgesetzt mit Egoismus, Arroganz, Hochmut und Überheblichkeit ist Stolz irgendwie in Verruf geraten. Auf sich selbst stolz sein ist oft nur erlaubt, wenn man sich für eine Sache/einen Menschen etc. aufopfert. Aber eigentlich behält man es auch dann besser für sich. Dieses Stolzsein, das dürfen nur die Anderen stellvertretend. Doch mit Verlaub – warum dürfen das nur die Anderen? Und selbst dann wird oft dagegen argumentiert und der „Erfolg“ kleingeredet. Ich schätze dieses negative Bild des Stolzes ist geprägt durch die christliche Kirche, die Stolz mitunter als eine der Todsünden aufführt. Also müssen wir warten, bis ein Außenstehender, ein Dritter oder wer auch immer stolz auf uns ist… Dafür lechzen wir da förmlich danach… Doch wie oben schon geschrieben, manchmal müssen wir da wirklich lange drauf warten, bis einer kommt und es ausspricht.

Es sind die kleinen Dinge

Ich finde stolz auf sich selbst zu sein, ist nicht mit Überheblichkeit oder Hochmut gleichzusetzen. Es bedeutet ja nicht, dass ich durchs Leben renne und den anderen unter die Nase reibe, wie toll ich bin. Darum geht es nicht… Es ist auch nicht der große Erfolg oder der dicke Fisch an der Angel. Ich denke da eher an die kleinen Dinge, die den Alltag beherrschen und die Tag für Tag erledigt werden, ohne dass man groß darüber nachdenkt. Ich könnte hier jetzt sicherlich ein paar Beispiele aufzählen – doch genau das möchte ich lieber nicht machen und empfinde das auch als gar nicht nötig. Schließlich gibt es tausend verschiedene Gründe, warum Menschen stolz auf sich selbst sein dürfen. Und zwar, jeden Tag aufs Neue. Manchmal können Außenstehende gar nicht nachvollziehen, aus welchem Grund jemand stolz auf sich selber ist…. Also nicht warten, sondern stolz sein. Warum, weiß man selbst am Besten.

Stolz in der Adventszeit

Außerdem, so glaube ich, kommen in der Adventszeit noch tausend kleine Dinge dazu, aufgrund dessen wir auf uns selbst stolz sein dürfen… Und unsere Mitmenschen wären noch viel stolzer, wenn sie wüssten… Zum Beispiel darauf, dass wir während dieser besinnlichen Tage noch niemanden mit der Lichterkette erdrosselt haben. Nein, fragt nicht… auch diese Erklärung würde an der Stelle zu weit führen. Aber auch darauf, dass wir nicht alle Plätzchen ganz alleine aufgegessen haben, sondern den Kollegen auch noch was übrig gelassen haben. Oder, dass wir überhaupt welche gebacken haben… Oder, dass wir dem Herrn, der uns den Parkplatz vor der Schule weggeschnappt hatte, obwohl wir für die Aufführung des Kindes eh schon zu spät dran waren, nicht mit dem Schlüssel den Lack zerkratzt haben… (also nicht, dass ich das auch nur im Ansatz in Erwägung gezogen hätte).

Wollrolli mit Tüllrock

Da seht Ihrs – es gibt echt viele klitzekleine Kleinigkeiten, weswegen denen ich gerade in den letzten Tagen stolz auf mich war. Allerdings auch ein paar, weswegen es sich weniger gelohnt hat. Daran arbeite ich noch … 😉 Aber jetzt gehts erst mal ans Outfit. Mein rockig gestylter Tüllrock mit kuscheligem Wollrolli (diese Wortkreation finde ich genial – gibt’s das schon? Ich lass es mir patentieren.) Außerdem hat meine neue Lederjacke (Ihr erinnert Euch bestimmt noch an meinen Shopping-Exzess – ich hatte ihn schon verdrängt) ihren ersten Blogauftritt. Die Jacke im Bikerstil habe ich extra eine Nummer größer genommen, damit der Wollrolli drunterpasst (Kluges Kind). Und ich finde, sie passt toll zum Tüllrock. Jetzt würde es mich mega freuen, wenn Ihr mir erzählt, aus welchen Gründen Ihr stolz auf Euch seid und ob Ihr dieses Gefühl zulasst. Habt einen wunderschönen, entspannten 4. Advent. Es ist mir eine Freude, dass Ihr hier seid, Eure Conny

Tüllrock: irgendwo im WWW – und für Euch habe ich wieder das tolle Teil von Asos verlinkt – ein Tüllrock von Glamorous (Affiliatelink)
Pulli: Zara – vom letzten Jahr – bei Oui habe ich nen kuscheligen Wollrolli (Affiliatelink) für Euch entdeckt – von Größe 40 bis 46 ist er noch zu haben.
Lederjacke: Rick Cardona by Heine – ist auch via About you (Affiliatelink) zu haben.
Strumpfhose: ItemM6 – wirklich geniale Strumpfhosen und bei Amazon (Affiliatelink) zu beziehen.
Schuhe: Anna Field – von Zign habe ich ne coole Schnürstiefelette (Affiliatelink) gefunden.
Tasche: Chanel – sie gehört meiner Tante… zumindest noch der größte Teil davon… ist aber gerade dabei, via Ratenzahlung in meinen Besitz überzugehen…;-)
Kette: Stella&Dot via Sabine Nacke

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16 Kommentare

  1. Jaydee1900
    Jaydee1900

    Wow, was für Hammer Outfit…Ich brauche ganz dringend und sofort einen Tüllrock😍
    Stolz auf sich selber sein, ein schwieriges Thema. Sich loben und sinnbildlich auf die Schulter klopfen. Manchmal sollte man das machen und vielleicht auch nur weil man es geschafft hat den Tag zu meistern….Selbstliebe , sichnummsich kümmern und auch mal an die erste Stelle setzen… Schwer aber so wichtig..Liebe Conny hab einen schönen Sonntag LG

    2016-12-18
    • Genau… es ist schwer… wenn man es aber nicht macht, dann frisst es einen auch irgendwann auf. Man kann nicht immer nur für andere da sein…. Das macht krank… beziehungsweise man kann sehr wohl für andere da sein, wenn man sich selbst dabei nicht aus dem Blick verliert… Und eigentlich kann man auch die anderen Menschen nur wirklich wertschätzen, wenn man das auch sich selbst gegenüber nicht vernachlässigt. Oder? Und ich freue mich, dass Dir das Outfit gefällt und über Deinen Besuch… Und auch Dir einen ganz tollen Start in die Woche, lieber Gruß – Conny

      2016-12-19
  2. Hasi
    Hasi

    Hallo, liebe Conny!

    Mensch, pfiffig siehst Du wieder aus! Klasse! 💗
    Der „Wollrolli“ – ich habe jetzt die ganze Zeit die Erweiterung „Wollirolli“ im Kopf *lach*

    Der optimistische Aufruf in Deinem Text ist aber auch nicht schlecht. Sowas sollte man sich definitiv mehr zu Herzen nehmen. Den Leuten um sich herum, aber auch sich selbst gegenüber einfach häufiger bewusst zu machen, was gut läuft und was man wertschätzt. Belohnt wird man dann auch noch unmittelbar, da man selbst gleich besser gelaunt ist. Was positiv ist, wird schnell übersehen und am negativen beisst man sich fest – da ist der Mensch schon eigenartig. Auf was bin ich denn stolz? Das muss ich mir jetzt mal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen… Meist ist es bei mir ja eher Zufriedenheit als Stolz… Zufrieden bin aber dafür doch glücklicherweise mit ziemlich viel.

    Conny, ich bin jedenfalls schon mal stolz auf Dich, dass Du uns so kluge und fröhliche Posts schenkst!😃

    Liebe Grüße

    Hasi

    2016-12-18
    • Haha … Wollirolli… das ist ja auch nicht schlecht…. Und genau das ist es… wenn man sich selbst wertschätzt, dann fühlt man sich in der Tat viel besser. Und Zufriedenheit ist für mich auch ein Synonym und es klingt tausend Mal besser, als die ganzen negativen Eigenschaften mit denen Stolz behaftet ist. Ich bin sicher, es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum Du stolz auf Dich sein kannst. Für Dein tolles Kompliment bedanke ich mich sehr liebe Hasi… Das ist überhaupt das ALLERTOLLSTE was mir jemand sagen kann…. DANKE und auch für Dich einen ganz zauberhaften Wochenstart…Schön, dass Du hier bist. Lieber Gruß – Conny

      2016-12-19
  3. EvelinWakri
    EvelinWakri

    Hallo Rocklady! Hammer Dein Tüllrock-Style! Die Kombi mit Lederjacke und Wollrolli dazu die Stiefeletten! Rockig und edel. Das mit der Tasche freut mich!!! Stolz auf mich bin ich viel zu selten. Denke gar nicht daran! Sollte es wohl in Zukunft ändern! Ein wunderschönen 4. Adventssonntag und liebe Grüße Evelin

    2016-12-18
    • Jaaaa liebe Evelin, da spreche ich mal ein Machtwort… das solltest Du … Sei einfach stolz auf Dich… Mir würden gerade im Moment auch ein paar Gründe einfallen, warum Du das unbedingt sein solltest… Aber ich bilde mir ein, es ist für hier zu persönlich… Schön, dass Du hier bist… Hab einen feinen Wochenstart, lieber Gruß – Conny

      2016-12-19
  4. Da schließe ich mich Jaydee an. Das Outfit ist der Hammer und die Fotos wieder mal sehr schön. Ein Kompliment auch an den Fotografen.

    Auf sich selbst stolz zu sein und das auch noch zu äußern, ist tatsächlich ziemlich negativ behaftet. Da werden schnell die Augenbrauen hochgezogen, wenn man mal äußert, dass man stolz auf sich selbst ist. Sehr schade ist das. Es geht ja dabei nicht um Protz und Prahlen, sondern einfach darum, dass man auch nach Außen hin kundtun möchte, dass man zufrieden ist. Großes Gezeter und Gejammer kommt bei den meisten Menschen eher besser an.

    Liebe Grüße an dich
    Sabine

    2016-12-18
    • Du hast so recht liebe Sabine… es scheint den Menschen im allgemeinen besser zu gefallen, wenn gejammert wird. Sehr schade… das Leben ist zu kurz, um immer nur über alles und jedes zu jammern. Das ist zumindest meine Meinung… Du zum Beispiel hast gerade alles Recht der Welt, stolz auf Dich zu sein. Die ganze Lernerei, und dann noch der Job und die Familie… TOLL, was Du alles geleistet hast… Ganz lieber Gruß – Conny

      2016-12-19
  5. Barbara
    Barbara

    Liebe Conny,
    das ist wieder ein wunderschöner Text zum Nachdenken. Vielen Dank dafür. Ja, ich schließe mich an, das Negative und all die Dinge , die uns nicht (so ) gut gelingen, wiegen immer viel schwerer. Dabei gelingt uns allen doch jeden Tag eine ganze Menge, wenn man mal so überlegt, womit wir uns tagtäglich auseinandersetzen (müssen)… Und irgendwie können wir darauf wirklich stolz sein, wenn „der Laden“ eben läuft. Danke, Liebe, Du hast mal wieder wach gerüttelt.
    Hab einen schönen Rest-Sonntag
    GlG
    Barbara
    P.S. Toll, was Du da wieder geschaffen hast, sieht total lässig aus. Kompliment von mir!!

    2016-12-18
    • Liebe Barbara, ich freue mich immer über Deine Kommentare und es freut mich natürlich, wenn ich irgendwie zum Nachdenken anregen kann… Aber Du hast recht… wenn man darüber nachdenkt, was wir tagtäglich leisten, dann darf man auch zurecht stolz sein… Das hat ja auch was mit der eigenen Wertschätzung zu tun und die Dinge gehen einem leichter von der Hand… Oder? Hab einen guten Start in die Woche, lieber Gruß – Conny

      2016-12-19
  6. „Dieses Stolzsein, dass dürfen nur die anderen stellvertretend.“

    Großartiger Satz, liebe Conny!

    Ich freue mich riesig, dass ich dich inspirieren konnte. Es ist toll super, was du darauf für einen wiederum inspirierenden – ganz anderen – und angenehm leichten und positiven Artikel daraus gebastelt hast.

    Btw, dein Outfit gefällt mir sehr gut.

    Liebe Grüße

    Claudia

    2016-12-18
    • Das freut mich sehr liebe Claudia… und danke Dir noch mal von Herzen für die Inspiration… Hab einen schönen Start in die Woche, herzlicher Gruß – Conny

      2016-12-19
  7. Manuela Naber
    Manuela Naber

    Liebe Conny, besuche deinen Blog seit einigen Wochen und bin echt begeistert Auch wenn mir selbst einige deiner Styling Tipps nicht stehen würden find ich deine Outfits immer sehr gelungen. Ich bin 59 Jahre alt und freue mich so viele schöne Sachen zu sehen die zum größten Teil auch in meinem Alter tragbar sind. (kleide mich auch gerne modisch und bekomme hierfür ebenfalls oft positive Feedbacks) Was mich jedoch ebenfalls beindruckt ist deine Art zu schreiben. Vieles spricht mir aus dem Herzen und ich freue mich auf weitere Beiträge. Lieben Gruss Manuela

    2016-12-18
    • Ganz herzlichen Dank für Deinen tollen Kommentar liebe Manuela – ich freue mich immer arg, wenn mir eine Leserin schreibt, dass sie sich hier wiederfindet und wenn jemand meine Schreibe mag, bedeutet mir das echt viel… Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast. Ich wünsche Dir einen schönen Wochenstart, liebe Grüße – Conny

      2016-12-19
  8. Ein ganzzz wunderbarer Look, würde ich auch genau soo tragen. Ich habe auch zwei Tüllröcke, und kombiniere sie im Herbst/Winter gerne mit feinen, kuscheligen Pullis. Lg. bis bald, Lena!
    https://angezogenlena.blogspot.co.at/

    2016-12-19
    • Das freut mich sehr, dass es Dir gefällt… vielen Dank dafür und liebe Grüße – Conny

      2016-12-19

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