conny doll lifestyle: Tattoos im Job - erlaubt oder nicht? Seventies-Style: Leotop & Cordhose
Lifestyle

Tattoos im Job – erlaubt oder nicht? Seventies-Style: Leotop & Cordhose

Eigentlich bin ich heute viel zu spät dran für einen Blogpost. Ich habe irgendwie den Tag vertrödelt, kaum klingelt der Wecker mal nicht, schon ist die ganze Disziplin dahin. Ich habe sogar schon Schwierigkeiten das Wort zu schreiben. Haha – aber wie ich so surfe durchs finstere Tal äh, das WWW, ist mir ein Artikel auf LinkedIn begegnet. Es ging darum, ob Tattoos im Job okay sind? Rund um den Artikel ist eine sehr kontroverse Diskussion entstanden. Alles sehr gesittet im Übrigen – während auf anderen Vernetzungsplattformen ja gerne mal die Kinderstube vergessen wird, sind auf LinkedIn wohl die Menschen vertreten, die noch diskutieren, ohne sofort auf andere Meinungen zu hauen. Aber darum geht’s gerade gar nicht. Der Artikel widmete sich also dem Thema Tattoos im Job und ich war mir nicht sicher, ob der Artikel ernst gemeint war. Beim Look bin ich in den Seventies unterwegs und zeige Euch noch mal das Leo-Top vom Sonntag, heute allerdings zusammen mit einer Cordhose.

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Tätowierte Oberarme von Bankangestellten

Irgendwie hat mich die Frage in dem Artikel irritiert. Unsere vermeintlich offene Gesellschaft kümmert sich wirklich darum, ob zum Beispiel die Bankberaterin tätowiert ist? Echt jetzt? Ich habe mir ehrlich gesagt, darüber noch nie Gedanken gemacht. Okay, liegt vielleicht auch daran, dass ich keine Bankberaterin habe. Aber ich habe auch noch nie darüber nachgedacht, ob mein Steuerberater tätowiert ist. Oder oh Schreck, vielleicht sogar die Finanzbeamten? Ja, klar, was gar nicht geht, sind Tattoos, die auf eine politische Gesinnung hinweisen. Alle möglichen Zeichen, die zum Beispiel gegen die Verfassung verstoßen. Das hat in meinen Augen aber nix mit dem Job zu tun. Solche Tattoos gehen insgesamt gar nicht – ganz egal, welcher Berufsstand. Außerdem glaube ich, naiv wie ich bin, dass Hakenkreuze eher nicht die Oberarme von Bankberaterinnen zieren. Aber da kann ich mich natürlich täuschen.

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Das Geschlecht von Meerjungfrauen

Aber jetzt ernsthaft, ob sich jemand Arielle, die Meerjungfrau in allen Farben des Regenbogens quer über den Oberkörper tätowieren möchte, sagt ja mal gar nix über die fachliche Qualität aus. Genaugenommen ist ein Tattoo doch besser, als jemand, der mit Mermaid-Flosse zur Arbeit kommt. Nicht, weil ich etwas gegen Flossen habe, aber ich könnte mir vorstellen,  dass dieses Outfit bei den meisten Jobs eher hinderlich ist. Selbst für Beschäftigte eines Schwimmbads. Übrigens völlig egal welches Geschlecht – ich finde auch Männer können Meerjungfrauenflossen tragen. Vielleicht sollte man sich dann lieber mal darüber Gedanken machen, ob die Meerjungfrau überhaupt noch so benannt werden darf. Bei all diesen Diskussionen rund ums Geschlecht. Eigentlich kann ich mir eh nicht erklären, warum die Meerjungfrau überhaupt jemals als “Frau” klassifiziert wurde. Jaaa, denkt da mal drüber nach.  Doch zurück zu Tattoos im Job.

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Tattoos im Job – erlaubt oder nicht?

Der Artikel kam jedenfalls zu dem Schluss, dass die meisten Tattoos im Job okay seien, wenn man nicht gerade eine Anstellung im öffentlichen Dienst anstrebt. Bei der Polizei zum Beispiel. Doch selbst da wird man toleranter, wenn die Tätowierungen nicht zu sehen sind. Was aber nach wie vor als NoGo gilt, wenn man durch Tattoos eine wie auch immer geartete religiöse oder politische Gesinnung rauslesen kann. Nachvollziehbar. Aber in allen anderen Berufen? Ob meine Bankberaterin (sofern ich eine hätte) nun ein christliches Kreuz um den Hals trägt, oder ein solches Tattoo am Handgelenk hat, macht für mich keinen Unterschied. Ja klar, eine Halskette kann man abnehmen – doch T-Shirts sind in einer Bank ja eh nicht erlaubt und unterm Blazer würde auch niemand ein solches Tattoo sehen. Aber gut – vielleicht herrscht im Finanzwesen Sodom und Gomorra wenn sich jeder eine Rose oder ein Tribal auf die Schulter tätowiert. Hahaha… wenn das der Grund ist, dann sind da eh bereits alle tätowiert. 😉

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Seventies: Leotop mit Cordhose

Ich bin übrigens nicht tätowiert. Was schlichtweg daran liegt, dass ich mich nicht so gerne festlege. Es müsste schon etwas sehr Besonderes sein, wenn ich es mir für die Ewigkeit auf die Haut zeichnen lasse. Und ich könnte mir auch nicht vorstellen, dass mir eine Tätowierung so gut gefällt, dass ich sie auch dann noch mag, wenn sie zusammen mit meiner Haut altert. Aber das ist mein Ding und hat nix mit Tätowierungen im Allgemeinen zu tun. Das soll jeder halten wie er oder sie mag, solange ich mir kein Tattoo stechen lassen muss. Und wie ist das bei Euch so? Seht Ihr Tattoos im Job kritisch oder teilt Ihr meine Meinung. Freu mich auf Eure Kommentare. Mein Look ist heute absolut Seventies angehaucht. Die Cordhose ist echt laaaang, denn die Absätze meiner Schuhe haben knapp 10 Zentimeter mit leichtem Plateau und trotzdem sind sie auf den Bildern kaum sichtbar. Aber wenn ich ehrlich bin, mag ich das so. Ich merke aber auch, dass solch hohe Absätze für mich langsam nicht mehr so wirklich alltagstauglich sind. Ich kann damit einfach nicht so schnell rennen wie gewohnt. 🙂 Habt einen schönen Donnerstag, liebe alle.


Hose: Closed – ich liebe diese Hose, gerade weil sie mich so an die Siebziger erinnert.
Top: H&M – diesem Top konnte ich nicht widerstehen.
Schuhe: 3Suisses – diese Schuhe habe ich wirklich schon ewig. Weiß gar nicht, wann sich der französische Versender vom deutschen Markt verabschiedet hatte. Zu dem Zeitpunkt hatte ich die Sandalen schon einige Zeit.
Tasche: Marc O’Polo – ebenfalls uralt und falls Ihr die Geschichte mit dem Führerschein noch nicht kennt? Bitte hier entlang.


3 Kommentare

  • Nicole

    Liebe Conny,

    mir ist es wie dir, grundsätzlich egal, sieht man von bestimmten Gesinnungen ab. Ich für mich möchte kein tattoo und wollte auch nie eines.
    Deshalb ja, jeder wie er mag. Bei Sportlern fand ich es eine Zeitlang bedenklich, weil es natürlich junge Menschen, die sie sich zum Vorbild nehmen, animiert, gleiches zu tun. Aber ich wurde lockerer, haha.
    Am Ende ist es eines jeden eigene Sache.
    Dein Look passt super zu dir und ich wünsche dir einen schönen Tag.
    Sei lieb gegrüßt,
    Nicole

  • Helene Mennig

    Hallo Conny, ich für meinen Teil bin viel zu wehleidig, um mir ein Tattoo stechen zu lassen. Und es ist mir völlig wurscht, ob jemand tätowiert ist oder nicht, da zählen bei mir andere Werte mehr wie, Respekt und Höflichkeit. Du hast im übrigen wunderschöne Venen, in die man stechen kann, Respekt😀😘ich wünsche dir noch einen schönen Tag, sei ❤️lich gegrüßt Helene

  • Hasi

    Ich fühle mich durch den Anblick von Tattoos – vielleicht ausgenommen von Hakenkreuzen und ähnlichem Mist – nicht belästigt, das soll in meinen Augen jeder machen, wie er will. Allerdings ist die andere Seite der Medaille auch, dass meine Meinung alleine nicht Gesetz ist und in unserer Welt immer noch der erste Eindruck am meisten zählt sowie das persönliche Erscheinungsbild Botschaften transportiert. Daher kann ich es schon etwas nachvollziehen, dass sichtbare Tätowierungen in bestimmten Berufsgruppen etwas problembehaftet sein können. Der Fall dieses Streifen-Polizisten mit dem Aloah-Bild auf dem Unterarm war ja in den letzten Jahren sehr bekannt geworden, ich weiß gar nicht, was da am Ende vor Gericht rausgekommen ist. In der heutigen Zeit sind wir es natürlich gewohnt, dass wir viele Freiheiten und Möglichkeiten haben – die Frage ist jedoch, ob ein Hautbild wirklich so wichtig ist, dass man Ärger mit dem Arbeitgeber riskiert bis hin zum Gang vor Gericht oder ob man es nicht auch von vorneherein einfach an einer im Sommer etwas weniger plakativen Stellen platzieren könnte. Ich sehe das alles aber halt auch eher von einer etwas pragmatischeren Seite. Mich erinnert das Thema übrigens irgendwie an diese ewig köchelnde Kopftuchdebatte – tja, es wäre schön, wenn das alles unsere einzigen Probleme wären 😉…

    Bei uns in der Arbeit schmücken sich tatsächlich einige KollegInnen mit Tätowierungen, mir ist nicht bekannt, dass es da schon mal Probleme gegeben hätte. Nur haben wir auch eher wenig Öffentlichkeitsarbeit und keine von oberster Stelle vorgeschriebene Kleiderordnung.

    Schönen Wochenstart und liebe Grüße!
    Hasi