Manchmal braucht es Abstand, um Dinge klarer zu sehen. Für mich war diese Erkenntnis an Weihnachten ziemlich eindeutig. Weniger Termine, weniger Scrollen, weniger Dauerbeschallung. Und plötzlich wurde mir bewusst, wie sehr Social Media mich in den vergangenen Monaten beschäftigt hat. Nicht als Inspiration oder Austausch, sondern eher als permanenter Hintergrundlärm, der müde macht.
Social Media tut mir aktuell nicht gut. Zumindest nicht so, wie es funktioniert und wie ich es zuletzt genutzt habe. Das ist keine Abrechnung und kein dramatisches Statement, sondern eine nüchterne Beobachtung, die sich leise eingeschlichen hat.

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Vergleiche auf Social Media und warum sie mürbe machen

Ich habe lange gedacht, dass mich Social Media im Hinblick auf Aussehen kaltlässt. Und das stimmt auch. Die klassischen Vergleichsthemen wie Figur, Größe oder Alter spielen für mich keine Rolle mehr. Damit habe ich meinen Frieden gemacht. Was mich aber erreicht, sind Zahlen. Followerzahlen, Likes, Aufrufe, Reichweite. Diese ständige Vergleicherei, die man offiziell gar nicht betreibt und dann doch ständig im Hinterkopf hat. Ich bin seit fast 13 Jahren auf Social Media aktiv und habe knapp 22.000 Follower. Eine Zahl, die für manche winzig ist und für andere gänzlich egal ist. Für mich ist sie vor allem Anlass, mich immer wieder zu fragen, woran es liegt, dass mein Account nie explodiert ist.
Die ehrliche Antwort ist vermutlich ziemlich banal. Ein Teil meiner Community ist schlicht nicht mehr aktiv auf Social Media. Viele haben sich vor Jahren zurückgezogen, sind zu Facebook zurückgekehrt oder konsumieren Inhalte ganz anders. Totgesagte leben länger, auch Plattformen. Und trotzdem lassen einen diese Zahlen nicht vollkommen kalt, auch wenn ich weiß, dass sie wenig über Qualität oder Relevanz aussagen. Ich bilde mir in jedem Fall ein, dass mein Content nicht gut genug ist. All das interpretiere ich in meine Zahlen, wenn ich beginne, diese mit anderen zu vergleichen.

Es sind nicht die offensichtlichen Vergleiche,
die mich müde machen, sondern die mit Zahlen,
Reichweite und Aufmerksamkeit.

Politische Inhalte und die Müdigkeit durch Dauerpolemik

Was mich zusätzlich anstrengt, sind politische Inhalte auf Social Media. Nicht, weil ich keine Meinung aushalte oder Diskussionen scheue. Im Gegenteil. Aber diese Form von politischer Kommunikation, die vor allem auf Zuspitzung, Lautstärke und Reichweite setzt, empfinde ich als ermüdend.

Wenn politische Statements vor allem dazu dienen, Diskussionen anzuheizen, ohne Raum für Differenzierung zu lassen, dann hat das für mich wenig mit Haltung zu tun. Gerade mit Blick auf die anstehenden Landtags und Kommunalwahlen graut mir ehrlich gesagt schon vor der nächsten Welle an vereinfachten Parolen und selbsternannten Durchblickerinnen und Durchblickern. Das ist laut, anstrengend und kein Ort, an dem ich mich dauerhaft aufhalten möchte.
Und genau an dieser Stelle wird Mode für mich wieder wichtig.

Alltagstauglicher Athleisure Look mit Adidas Trackpants, farbigem Strickpullover und Bluse im Layering Stil vor winterlicher Kulisse.

Mode als Gegengewicht und als Diskurs

Mode ist für mich nicht nur ein Gegengewicht zu diesem Lärm, sondern auch ein Feld, das Diskussionen anstößt. Und zwar genau die, die nicht auf schnelle Antworten abzielen. Das hat man in dieser Saison sehr deutlich gesehen, etwa bei der Frühjahr Sommer Fashion Week mit den Schürzen auf dem Laufsteg von Miu Miu. Diese Bilder haben irritiert, polarisiert und Fragen aufgeworfen. Und genau das ist eine der wichtigsten Aufgaben von Mode.

Dabei geht es nicht darum, ob jemand etwas tragen kann oder ob ein Look gefällt. Es geht um Bilder, Rollen, Kontexte und Reibung. Mode darf unbequem sein, provozieren und Diskussionen auslösen. Nicht im Sinne von richtig oder falsch, sondern als kultureller Kommentar. Genau das macht sie für mich gerade wieder spannend.

Sportlicher Lagenlook im Winter kombiniert

Der Look, den ich heute trage, ist alles andere als zufällig. Die Adidas Trackpants mit ihren orangefarbenen Seitenstreifen sind das zentrale Element dieses Outfits. Genau diese Streifen waren der Ausgangspunkt für die gesamte Kombination. Der orangefarbene Strickpullover greift die Farbe bewusst auf und schafft eine klare Verbindung zwischen sportlichem Klassiker und modernem Winterlook.

Darunter trage ich eine weiße Bluse, die für mich genau die richtige Länge hat, um unten herauszuspitzeln. Dieses Detail sorgt für Struktur, Tiefe und eine gewisse Lässigkeit im Layering. Gerade bei sportlichen Looks ist das Spiel mit Längen entscheidend, damit ein Outfit nicht beliebig wirkt.

Trackpants funktionieren auch im Winter, wenn man sie richtig kombiniert. Mein ganz pragmatischer Tipp bleibt dabei unverändert. Eine Thermostrumpfhose darunter ist kein Styling Gimmick, sondern schlicht notwendig. Dazu eine Jacke mit Volumen, Sneaker und fertig ist ein sportlicher Lagenlook, der bequem ist, durchdacht wirkt und dem grauen Winterwetter bewusst etwas entgegensetzt.

Konsumieren reicht schon aus, um müde zu werden

Man muss selbst nichts posten, nichts kommentieren und keine eigene Meinung veröffentlichen, um von Social Media müde zu werden. Schon das bloße Mitlesen, Vergleichen, Wahrnehmen und Einordnen reicht oft aus. Genau das habe ich in der Weihnachtszeit gemerkt. Wie viel leichter sich Tage anfühlen können, wenn der ständige Strom an Zahlen, Meinungen und Bewertungen kurz leiser wird.
Vielleicht geht es dabei gar nicht um Social Media an sich, sondern um die Art, wie wir Inhalte konsumieren. Mal schnell zwischendurch, mal sehr bewusst, mal aus Gewohnheit. Und vielleicht braucht es auch keine Entscheidung für oder gegen eine Plattform, sondern einfach mehr Aufmerksamkeit dafür, was uns gerade gut tut.

Mode ist für mich in diesem Zusammenhang ein gutes Beispiel. Sie darf begleiten, irritieren, Kontraste setzen und Diskussionen anstoßen, ohne laut zu sein. Genau deshalb ist sie für mich auch in diesem Jahr wieder ein wichtiges Thema. Nicht als Bewertung, sondern als Ausdruck und als Einladung zum Nachdenken.

Sportlicher Winterlook mit Adidas Trackpants mit orangefarbenen Seitenstreifen, orangefarbenem Strickpullover, weißer Bluse im Lagenlook, warmer Jacke und Sneakern an einer winterlichen Location.

Zum Schluss noch ein Dank

Bevor ich diesen Text beende, möchte ich euch noch Danke sagen. Danke fürs Wiederkommen nach der kleinen Weihnachts und Jahreswechselpause. Danke fürs Lesen, fürs Dabeibleiben und vor allem für eure Zeit. Gerade in einer Welt, in der alles schnell und laut ist, weiß ich das sehr zu schätzen.

Was tut euch im Alltag gerade gut, schnell scrollen oder bewusst lesen?

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  • Strickpullover: &otherStories: hab ich jetzt schon eine Weile und mag ihn, weil die Farbe so knallt. Zudem ist er warm. Beim Breuni habe ich diesen orangen Strickpullover entdeckt. (Affiliatelink) Gefällt mir auch sehr.
  • Hose: Adidas – war 2025 in fast unendlichen Farbkombis verfügbar – aber auch meist schnell ausverkauft. Gerade ist sie beim Breuninger wieder in Rot (Affiliatelink) verfügbar und ich finde sie auch in der Farbe ziemlich cool.
  • Schuhe: Converse – aktuell finde ich auch da rot toll. Hier hat Glück, wer kleine Füße hat. (via Breuni Affiliatelink)
  • Jacke: Barbour via THE BRITISH SHOP – sie stammt aus einer Kooperation und ist gerade eine meiner liebsten Jacken. Hier der Blogpost dazu. Die weiße Bluse ist ebenfalls von THE BRITISH SHOP.
  • Tasche: mein Krümelmonster von Toasties. Hatte ich mal via Lindner Fashion geshoppt. Ist aber echt schon sehr lange her.
Bequemer Winterlook mit Trackpants von Adidas, Strickpullover und Bluse, fotografiert in einer winterlichen Umgebung.

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folge von Durchbruch

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5 Kommentare

  1. Guten Morgen liebe Conny, Danke für diesen Beitrag! 2025 hat Insta so sehr mein Leben beeinflusst: gute Zahlen = gute Laune und das Gegenteil. Und da das Gegenteil öfter vorkam, kannst Du Dir ja vorstellen, wie es mir ging. Und das hat ein Ende. Noch ist es schwer, aber ich habe mir vorgenommen, viel mehr im Off zu machen, damit das On zweitrangig wird. Das ist mein Projekt für 2026! Raus aus diesem AlgorithmusTeufelskreis. Ich poste nur noch, was, wie und wann ich es will! Der Algorithmus mag es nicht? Dann ist das so! Andere mag er mehr? Dann ist das auch so. Ich bin gut und meine Looks gefallen mir. Es bedarf keiner Zahlen, um mir das zu beweisen. So! 😁

  2. Danke für den immer wieder interessanten Content. Wenn mich etwas interessiert, dann lese ich bewusst. Natürlich ist nicht jeder Artikel und jeder Instagram Beitrag gleich interessant. Aber es muss einiges passieren, damit ich „entfolge“ – zum Beispiel, wenn ich merke, da macht jemand Werbung in Dauerschleife für etwas, das nicht zu der Person passt und das mit dem üblichen Content nix zu tun hat. Oder wenn über Gebühr auf einem Thema herumgeritten wird, zu dem alles gesagt worden ist.

    Ansonsten freue ich mich immer sehr über das geschriebene Wort. Denn etwas hören müssen strengt mich sehr an.

    Gerne weiter so!

  3. Liebe Conny,
    in der Adventszeit habe ich mich spontan entschieden, keine Nachrichten mehr zu hören und zu sehen. Es tut mir sooo gut! Ich bin weder auf Facebook noch Instagramm vertreten und frage mich, wie diese zusätzliche Reizüberflutung auszuhalten ist. Sie macht wirklich müde. Und 22.000 Menschen die Ihnen gerne folgen, sind fast soviele Zuschauer, die im Millerntor-Stadion auf St. Pauli Platz haben. Steh- und Sitzplätze zusammen gezählt (29.546). Da braucht sich wirklich keine/r zu verstecken.
    Mit den besten Wünschen für das Jahr 2026
    von Helke

  4. Ein gutes neues Jahr!
    Ich lese hier gerne, unaufgeregt über Mode, dies und das.
    Gerade der Link zu Lindner Fashion hat inspiriert, doch eine Tasche zu suchen, finden zu kaufen. Auch wenn man keine braucht, einfach aus Freude am Schönen.
    Schönen Sonntag
    Kulturpur

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