Man plant im Leben erstaunlich viel. Urlaube, Projekte, Kooperationen, Steuertermine – alles bekommt einen festen Platz im Kalender – irgendwie. Selbst bei Menschen wie mir, die eigentlich Struktur gibt Sicherheit und man verlässt sich darauf, dass Dinge sich organisieren lassen. Was man nicht einplant, ist ein entzündetes Kinn, das plötzlich beschließt, Aufmerksamkeit zu fordern.

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Wenn aus einer kleinen Rötung ein echtes Thema wird

Meine Periorale Dermatitis Erfahrung begann unspektakulär. Eine leichte Rötung um den Mund, ein paar kleine Knötchen, Spannungsgefühl. Zuerst dachte ich an eine Reaktion auf ein Produkt, dann an Hormone, dann an dieses beruhigende „Das reguliert sich schon wieder“. Es regulierte sich nicht.

Irgendwann war klar, dass das kein Pickel ist, der nach drei Tagen verschwindet. Es blieb sichtbar und damit auch präsent. Ja, das beschäftigt mich. Nicht dramatisch, aber doch so, dass ich genauer hinschaue. Das Gesicht ist nun einmal das Erste, was andere wahrnehmen. Wenn dort etwas aus dem Gleichgewicht gerät, fühlt sich das unmittelbarer an als ein Fleck auf dem Ärmel.

Gleichzeitig weiß ich natürlich, dass es sich um ein akutes, vorübergehendes Problem handelt. Es gibt Menschen, die dauerhaft mit sichtbaren Hauterkrankungen leben, und das ist eine ganz andere Dimension. Trotzdem darf ich sagen, dass es nervt.

Digital bedeutet nicht automatisch durchdacht.

Hautarzttermin zwischen Theorie und Realität

Der logische Schritt war ein Hautarzttermin. In meiner Region fühlt sich das inzwischen allerdings wie ein organisatorisches Glücksspiel an. Entweder man ist seit Jahren Patientin und bekommt irgendwann einen Termin, oder man hört am Telefon, dass aktuell niemand mehr aufgenommen wird.

Ein akutes Problem passt nicht ins Terminraster. Niemand weiß Monate im Voraus, wann die Haut beschließt, auszuflippen. Das führt zu einem System, das Lücken produziert. Manche sichern sich Termine auf Vorrat, andere kommen gar nicht erst hinein. Das ist kein individuelles Versäumnis, sondern ein strukturelles Problem. Fachärzte sind überlastet, akute Themen nicht planbar. Und hey, welche Krankheit weiß man schon im voraus, also bevor man überhaupt Symptome wahrnimmt. Das ist ja net nur bei der Haut so.

Samtkleid in Dunkelbraun mit rotem Rollkragen und locker über die Schulter gelegtem Blazer, dazu kniehohe Stiefel und kleine Tasche vor Glasfassade.

Digitale Alternative mit drei Tarifoptionen

Also habe ich mich für eine digitale Lösung entschieden. „DrDerma“ wirbt mit schneller Hilfe und einer Diagnose innerhalb von 24 Stunden. Das klang pragmatisch. Man lädt Fotos hoch, beantwortet strukturierte Fragen und wählt anschließend einen Tarif.

Es gab drei Optionen: den Standardtarif für 29 Euro, die Premium-Variante für 69 Euro und eine dritte Möglichkeit dazwischen, deren genauen Preis ich inzwischen vergessen habe und bei der mir auch der konkrete Mehrwert nicht wirklich in Erinnerung geblieben ist. Ich habe die Premium-Variante gewählt, weil ich davon ausging und vorallem hoffte, dass der Ablauf dadurch möglichst reibungslos funktioniert.

Die Diagnose kam pünktlich, das Rezept ebenfalls. Um 10:59 Uhr war alles da. Digital strukturiert und zunächst genau so, wie es versprochen wurde.

Wenn das digitale Rezept im System hängen bleibt

Das Problem entstand im nächsten Schritt. Das verordnete Medikament war in der angebundenen Online-Apotheke nicht verfügbar. Die Apotheke konnte es nicht beliefern. In einem sauber gedachten digitalen Ablauf müsste ein solches Rezept in diesem Fall wieder freigegeben werden, damit man es anderweitig einlösen kann.

Im System blieb das Rezept jedoch als eingelöst beziehungsweise nicht mehr verfügbar markiert. Für die App war es verbraucht, obwohl ich faktisch nichts erhalten hatte. Dadurch konnte ich es nicht einfach in einer anderen Apotheke einreichen, weil es digital bereits als verwendet galt.

Ich musste den Support kontaktieren. Es handelt sich nicht um einen Live-Chat, sondern um ein Nachrichtensystem, in dem man schreibt und auf Antwort wartet. Der Prozess zog sich über den Tag, und am Ende war es 21:30 Uhr, bis ich ein zweites Rezept erhielt, das dann tatsächlich funktionierte.

Wo Digitalisierung an ihre Grenzen stößt

Damit war das Problem am Ende zwar gelöst, aber der Ablauf hat ziemlich deutlich gezeigt, wo diese digitale Lösung ihre Schwächen hat. Die Diagnose, die ich genau genommen auch schon vorher vermutet hatte, war schnell da. Der Weg vom Rezept zum tatsächlichen Medikament war es jedoch nicht. Es ging weniger um ein paar Stunden Wartezeit, sondern darum, dass der Prozess an einer entscheidenden Stelle nicht sauber weitergedacht war. Wenn eine Apotheke ein Rezept nicht liefern kann, dann muss dieses Rezept im System wieder verfügbar sein. Alles andere fühlt sich nicht nach moderner Lösung an, sondern nach einer digitalen Sackgasse.

Brauner Blazer über Samtkleid mit rotem Rollkragen als Farbkontrast, dazu kniehohe Stiefel und strukturierte Clutch, urban fotografiert.

Wenn die Krankenkasse außen vor bleibt

Und dann bleibt noch der finanzielle Punkt. Ich bin krankenversichert, ganz normal. Meine Krankenkasse hat von meiner Perioralen Dermatitis allerdings nichts mitbekommen, weil dieser gesamte Prozess komplett an ihr vorbeigelaufen ist. Ich habe privat gezahlt, um zeitnah medizinische Klarheit zu bekommen, obwohl genau dafür eigentlich ein Versicherungssystem existiert.

Eine akute Hautreaktion ist kein Luxusproblem. Wenn schnelle digitale Wege nur gegen zusätzliche Gebühr funktionieren und parallel zur regulären Versorgung laufen, entsteht eine Art Nebenspur im Gesundheitssystem. Wer bereit oder in der Lage ist, extra zu zahlen, bekommt schneller eine Antwort. Wer das nicht möchte oder kann, wartet. Das fühlt sich nicht wirklich wie eine Verbesserung an, sondern eher wie eine Verschiebung der Verantwortung – und das hinterlässt zumindest ein ungutes Gefühl.

Zwischen Reduktion und Geduld

Die Diagnose selbst überraschte mich nicht. Periorale Dermatitis war meine Vermutung von Anfang an. Medizinisch ist die Empfehlung eindeutig: weniger Pflege, keine Experimente, Geduld. Die Haut beruhigt sich nicht durch zusätzliche Produkte, sondern durch Reduktion.

Geduld ist allerdings keine meiner großen Stärken. Genau das ist vermutlich der unangenehmste Teil an der ganzen Sache: das Gefühl, nichts beschleunigen zu können.

Brown allover (fast) als ruhiger Rahmen

Und dann kommt mein Outfit ins Spiel. Wenn das Gesicht gerade (die Fotos sind aber noch vor der ganzen Chose entstanden) nicht kooperiert, darf der Rest wenigstens souverän wirken. Ich trage ein dunkelbraunes Samtkleid, darüber einen dunkelbraunen Blazer und dazu kniehohe dunkelbraune Stiefel. Ein konsequenter Brown-allover-Look, der ohne den roten Rollkragen komplett monochrom wäre.

Der rote Rollkragen setzt einen bewussten Kontrast und bringt Tiefe ins Outfit. Vielleicht lenkt er auch ein wenig vom Gesicht ab. Der Blazer gibt dem Look Struktur und Rahmen, wirkt kontrolliert und ruhig. In solchen Momenten ist Mode für mich nicht nur Oberfläche, sondern auch Haltung.

Was jetzt bleibt

Im Moment heißt es für mich: reduzieren. Weniger Pflege, keine Experimente, Geduld. Und ich versuche tatsächlich, mich gar nicht zu schminken. Das fällt mir schwer, weil ich mich einfach gerne Schminke und finde, ein gutes Makeup ist wie eine Rüstung. Aber vielleicht tut genau das meiner Haut gerade am meisten gut. Mehr kann ich im Moment nicht tun, außer abzuwarten und meiner Haut, bzw. mir Zeit zu geben.

Mich interessiert sehr, wie ihr das erlebt. Wie kommt ihr an Facharzttermine? Also, egal welcher Fachrichtung. Habt ihr Erfahrungen mit digitalen Angeboten gemacht? Und wie geht ihr mit sichtbaren, akuten Hautthemen um?

Danke, dass ihr hier mitlest und euch die Zeit nehmt. Das ist nicht selbstverständlich, und ich freue mich jedes Mal darüber. Ich wünsche euch einen schönen und entspannten Sonntag.

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Details – Werbung:

Kleid & Blazer & Stiefel

Zara – das stammt alles aus der H/W-Kollektion vom Spanier. Der Blazer ist einfach soooo mega, weil hochwertig und lässt sich toll kombinieren. Und Braun ist sowieso die Farbe der Saison – ich hoffe, die bleibt noch. Aktuell habe ich beim Breuninger ein Samtkleid von Maje entdeckt (Affiliatelink). Eine alltagstaugliche Variante ist das Samtkleid von Marc O’Polo (Affiliatelink).

Rollkragen:

Pepe – und echt alt

Tasche:

H&M – die lieb ich echt. Same same but different ist das hier bei COS (Affiliatelink). Und falls es euch die Form meiner Tasche angetan hat. Hier bei L.CREDI habe ich dieses schöne Modell entdeckt. Mit CONNYLCREDI20 bekommt ihr dort 20 % Rabatt.

Strumpfhose

Falke – brenda – das schönste Braun für mich. Gibt’s zum Beispiel beim Breuni (Affiliatelink).

Eleganter Herbstlook mit rotem Rollkragenpullover unter braunem Samtkleid, ergänzt durch kniehohe Stiefel und strukturierte Ledertasche.

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folge von Durchbruch

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2 Kommentare

  1. Guten Morgen Conny, gute Besserung erstmal. Dein Look sieht fantastisch aus.
    Hast Du es bei Deinem Hausarzt, Allgemeinmedizin versucht? Bei uns in der Praxis gibt es 2 x täglich eine Sprechstunde für akut aufgetretene Erkrankungen. Termin meist am selben Tag noch, oder am Folgetag. In der Summe kommen in diese Sprechstunde mehr Patienten, als in der Terminsprechstunde. Denn genau wie du schreibst, kann man Krankheit nicht planen. 😅
    Onlinemedizin und Onlineapotheken, nein dazu sage ich besser nix. 🤭
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

    1. Liebe Tina,
      Mist… du hast völlig recht. Ich hätte erst Mal zu meinem Hausarzt wackeln können. Keine Ahnung, warum ich da nicht selbst drauf gekommen bin. Bei so Hautsachen, denke ich immer subito an den Hautarzt. Derweil ist POD ja wirklich so ein Allerweltsding. Und Onlinemedizin ist wirklich eine eher unterirdirsche Erfahrung… Echt übel – aber ich befürchte, das wird uns noch mehr begleiten, als uns lieb ist.
      DANKE für deinen Besuch und einen Kommentar – freue mich arg, dass dir der Look gefällt. Lieber Gruß, Conny

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