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Gedanken über Nachhaltigkeit

Outfitinspiration für den Herbst – Streetstyle mit MUF10

Vor Kurzem habe ich auf meinem Insta-Account die Frage gestellt, ob es Themen gibt über die ich unbedingt mal Bloggen soll. Es kam einige Vorschläge, die meisten davon waren wohl eher humorvoller Natur und nicht wirklich ernst gemeint. Äh hoffe ich… Doch ein paar Wenige haben mir ernsthafte Fragen gestellt und die versuche ich nach und nach zu beantworten. Natürlich im Rahmen von Blogposts, denn Insta ist mir letztlich zu schnell und kurzlebig. Genaugenommen ist diese App, mit der ich eine Hassliebe verbinde der perfekte Spiegel unserer Gesellschaft. Aber ich möchte da jetzt gar nicht darauf rumhauen… Das hebe ich mir für einen anderen Zeitpunkt auf… Jedenfalls wurde mir die Frage nach nachhaltigen Labels gestellt und die möchte ich aufgreifen. Eine Outfitinspiration für den Herbst gibt’s natürlich trotzdem.conny doll lifestyle: Herbstlook, MUF10, Mantel, Streetstyle, Boots, H&M Studio Collection, Fashionblog, Outfitinspiration,

Outfitinspiration für den Bedarf

Sind wir mal ehrlich… ein Fashionblog kann nicht nachhaltig sein – nicht wirklich. Das Thema Fashion ist per se nicht nachhaltig. Und ein Fashionblog wie meiner, der gerne Outfitinspiration geben möchte ist wohl von Nachhaltigkeit weit entfernt. Fashion ist komplett überflüssig… zumindest alles, was über den „normalen“ Bedarf an Kleidung hinausgeht. Okay und was ist unser Bedarf? Vielleicht zwei paar Hosen, zwei Oberteile mit langen Ärmeln und zwei mit kurzen Ärmeln? Zwei Paar Schuhe und Socken und ggf. noch eine Jacke und ein Mantel? Möglicherweise noch eine Garnitur für gut… Also so alles von Kopf bis Fuß. Ein komplettes Outfit, das man eben nur anzieht, wenn man nicht wie angeranzt auf eine Feier oder Veranstaltung gehen möchte. Letztlich genauso wie früher. Das muss ja mal gesagt werden. Insofern sollte ich sofort aufhören, diesen Blog mit Outfits zu illustrieren und mir lieber ein anderes Thema suchen. Bäume vielleicht, denn Outfitinspiration ist unnötig.

Outfitinspiration ist nicht nachhaltig

Für die paar Teile, die wir dann in unserem Schrank hängen haben, brauchen wir keine Outfitinspiration. Und niemand wird mehr von der Fashionbranche leben können. Ganz reduziert betrachtet, braucht es dann keine Produktion mehr. Ergo auch keine Kaufhäuser und Boutiquen. Ich finde, da muss man gar nicht lange drum rum reden. Zumindest solange die Politik erlaubt, dass auf dem globalen Weltmarkt rumgeschachtert wird. Also so lange die Lobbys ihrer Arbeit nachgehen können. Schuld sind da natürlich wir Konsumenten. Wir, die sich freuen, dass am Ende ALLES permanent verfügbar ist und das zu einem geringen Preis. Die Weisheit, dass wer günstig kauft, zwei Mal kauft interessiert ja nur bedingt… Gerade im Fashionbereich – da wird doch von vielen Labels nur noch Einwegmode produziert. Doch auch das interessiert niemanden. Bzw. nur Menschen die ein gewisses Maß zur Selbstreflektion mitbringen. Aber schauen wir uns die derzeitige Klimadiskussion rund um Greta an, dann sieht man doch, dass Selbstreflektion in unserer Gesellschaft nicht gerade weit verbreitet zu sein scheint.conny doll lifestyle: Herbstlook, MUF10, Mantel, Streetstyle, Boots, H&M Studio Collection, Fashionblog, Outfitinspiration,

Agenda Wachstum

Projektion beherrschen wir hingegen perfekt… Und wir sind super darin die Welt in gut und böse zu unterteilen. Ich halte mich auf jeden Fall für selbstreflektiert. Denn wie ich oben schon geschrieben habe, ist es wohl nicht mehr wirklich angebracht Outfitpinspiration auf einem Fashionblog zu zeigen, während um uns herum die Klimakrise, also wir, die Welt zu Grunde richten. Okay… ich weiß das und versuche mein Verhalten zu ändern. Doch ganz egal an welchem Ende der Verflechtung ich ziehe, letztlich ist der einzig mögliche Weg diesem Zirkus ein Ende zu setzen, nichts mehr kaufen… Und auch, wenn ich mich da in der Pflicht sehe – letztlich hat es die Politik verbockt. Irgendwann hat irgendwer mal die Agenda Wachstum ausgerufen und seither bleibt die Politik dieser Linie treu. Die ganze Sache war und ist ein Teufelskreis und keiner weiß, wo die Notbremse befestigt ist. Bzw. die die es wüssten, haben nicht die Eier, diese zu benutzen. Denn natürlich wäre das unbequem… und nicht leicht und wir hätten alle damit zu kämpfen.

Wo bitte bleibt das ABER?

Während also die Kacke am Dampfen ist, komme ich mit Outfitinspirationen daher? Und ich weiß, ich sollte wohl irgendwann mal ein ABER bringen – doch liebe Leute, mir fällt nicht so wirklich ein, wo genau dieses ABER kommen soll… Ich könnte schreiben, dass ich kein Teil des politischen Zirkus‘ bin… Letztlich klingt auch das wie eine fadenscheinige Ausrede… Denn ich mag vielleicht kein Teil derer sein, die die Politik mit den richtigen Mitteln aktiv lenken, andererseits habe ich mit meinem Konsumverhalten ja doch Einfluss auf die Wirtschaft. Wobei ich zum Beispiel noch niemals Fleisch in einem Discounter gekauft habe. Wirklich noch niemals!!! Fleisch wird dort jedoch nach wie vor angeboten – ich habe das Gefühl, ich bin sehr allein damit, dort kein Fleisch zu kaufen. Das soll jetzt keine Entschuldigung sein… doch frag ich mich manchmal, wo genau mein Einfluss ist? Letztlich dürfte doch hinlänglich bekannt sein, dass für alles, was wir hier günstig erstehen, irgendwer anders die Zeche zahlt. Doch schließlich müssen wir auch im Blick behalten, dass es Menschen gibt, die nicht so viel verdienen…

Wie groß ist mein Einfluss über den Konsum wirklich?

Da zähle ich mich auch dazu… Denn man kann im Raum München mit zwei Kindern gar nicht so viel verdienen, dass man Wohnen und Leben kann. Wobei es hier natürlich auch genügend Menschen gibt, die wirklich viel Kohle haben… Aber ich bin fast sicher, dass die ihr Fleisch nicht beim Aldi oder Lidl kaufen… Ach, ich möchte gar nicht auf dieser Fleisch Diskussion rumreiten. Damit wollte ich letztlich nur verdeutlichen, dass ich mir manchmal nicht ganz sicher bin, ob mein Einfluss über meinen Konsum wirklich so groß ist. Denn den Großteil der Menschen scheint es nicht zu interessieren, woher, was kommt… Hauptsache, es sieht gut aus, ist im Trend und befriedigt ein Bedürfnis. Und bei manchen Menschen ist es eben eine Leidenschaft. So wie bei mir… Fashion und Mode ist einfach mein Thema… es hat mich schon immer interessiert, wenn ich keinen so miserablen Schulabschluss hingelegt hätte, dann wäre ich beruflich in der Branche tätig. Heute bin ich allerdings froh und dankbar, das ich es nicht bin. So hat sogar ein schlechter Schulabschluss seine Vorteile.

Fashion regt eine Diskussion an

Aber – und da ist es also nun das Aber, ist es nicht auch so, dass Mode und Fashion mehr ist als nur reine Outfitinspirationen. Mode war schon immer mit dem Zeitgeist verbunden. Mode kann aufmerksam machen, auf Missstände und Probleme in einer Gesellschaft hinweisen. Vielleicht findet das heute nicht mehr so ausgeprägt statt wie früher. Aber Kleidung eignet sich toll, dem eigenen Standpunkt Ausdruck zu verleihen. Und Mode musste nicht politisch korrekt sein…. wenn ich da an so manche Werbekampagne von Fashionlabels denke… Das mag gut oder auch schlecht sein – aber es regt eine Diskussion an und Mode lässt uns in meinen Augen auch irgendwie gleich sein. Klar, es gibt Unterschiede beim Preis… doch teure Labels machen keinen besseren Menschen aus. Denn ein dickes Bankkonto hat noch nie etwas über den dazugehörigen Menschen ausgesagt. Und auf Pump gekauft ist ja schließlich auch schnell….

MUF10 – Streetstyle mit Verantwortung

Und es gibt Labels, die versuchen die Welt mit ihren Mitteln zu einem besseren Ort zu machen. MUF10 ist so eines. Reza, geborener Iraner und der Kopf von MUF10, hat laut seiner Website eine kriminelle Vergangenheit und sich im Gefängnis das Nähen selbst beigebracht und dann seine Kleidung selbst genäht. Sein Signature-Piece war damals eine Oversized-Bomberjacke, die wohl jeder sofort haben wollte. Das war der Beginn von MUF10. Susanne Lindner von Lindner-Fashion, war damals die erste Boutique in Deutschland, die MUF10 mit der Bomberjacke beliefert hat. Und das waren insgesamt nur neun Läden weltweit. Denn große Stückzahlen sind nicht nachhaltig, weswegen bei MUF10 nach wie vor nicht in großen Mengen produziert wird. MUF10 Teile werden in kleinen Manufakturen in Italien genäht.

Gute Boutiquen sind wie Perlentaucher

Außerdem setzt sich Reza für die Frauenrechte weltweit ein. Das kam auch zum Ausdruck, als er 2018 mit seiner Fashionshow ein Statement gegen das Burka-Verbot in Dänemark setzte. Und Susanne Lindner, die Reza persönlich getroffen hat, hat mir erzählt, dass er sich zusammen mit einer dänischen Institution dafür einsetzt, dass einmal im Monat Obdachlose massiert werden und einen Haarschnitt bekommen. Diese Aktion ist schon in zwei dänischen Städten gelaufen… Ja, Fashion ist nicht nachhaltig – aber durch sie kann die Welt auch zu einem besseren Ort werden und zwar ohne, dass wir den Spaß daran verlieren müssen. Es braucht nur mehr Labels wie MUF10 und mehr Boutiquen wie Linder-Fashion. Gute Boutiquen sind wie Perlentaucher – es ist ein Schwimmen gegen den Strom und man weiß vorher nicht, ob die Suche von Erfolg gekrönt sein wird. Es ist auch ein Job mit Leidenschaft, aber die braucht man eben, wenn man die Welt ein Stückchen besser machen möchte.

Ambivalente Outfitinspiration

Meine Outfitinspiration heute ist so ambivalent, wie es meine Gefühle bei dem Thema sind… Fastfashion vermischt mit meiner uralten Lederjacke und diesem Traummantel von MUF10. Ich arbeite an meinem Verhalten und es wird: Stück für Stück … Ich danke Euch für Eure Aufmerksamkeit und hoffe, ich konnte die Frage nach nachhaltigen Labels ein bisschen beantworten. Einen wunderbaren Sonntag wünsche ich Euch.

Ebenfalls viele nachhaltige Labels findet Ihr beimsego-Store – über den ich auch schon einige Male berichtet habe.
Nicht weniger interessant ist Fitbuddha – eine Münchner Journalistin, die sich für bessere Arbeitsbedingungen für die Frauen in der Türkei einsetzt.
Und hier Saint Mignar – auch dieses Label hat Nachhaltigkeit zu einem zentralen Thema erklärt.


Mantel: MUF10 via Lindner-Fashion – und wenn mich nicht alles täuscht, hat Susanne noch einige wenige Exemplare. Ich hatte wirklich Glück und war ziemlich schnell mit meiner Bestellung. Die geht bei Linder-Fashion via direkt Nachricht über Instagram.
Hose: H&M – Studio AW19 – gerade aktuell und noch zu haben
Shirt: Zara – das Shirt hab ich auch schon einige Jahr…
Schuhe: Apple of Eden – gibt’s bei Mirapodo (Affiliatelink) und bei About you (Affiliatelink) mit dickerer schwarzer Sohle.
Jacke: Hilfiger – die Jacke ist älter als mein Blog und ich glaube, sie wird gerade wieder modern… OMG – ich schätze, ich werde alt… 😉


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