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Lifestyle

Mut kommt vom Machen – Herbstlook mit Denimculotte

Ich bin keine Freundin von universellen Lebensweisheiten… und erst recht bin ich keine Freundin davon, anderen Menschen zu erzählen, wie sie zu leben haben. Pauschalratschläge, die für viele Menschen gleichermaßen gelten sollen? Davon halte ich ziemlich wenig. Weil letztlich kann doch keiner Wissen, was in einem Leben so passiert ist… Es gibt ja die unterschiedlichsten Dinge, die Menschen im positiven, wie negativen Sinne widerfahren können. Nicht immer geht es nur um Mut dabei und nicht alle haben die Kraft sich aus einem Loch zu ziehen und manchmal sieht man dann den Wald vor lauter Bäumen nicht und hat keine Ahnung, wo der Ursprung des Themas liegt, das man mit sich herum trägt. Außenstehende haben vielleicht eine Ahnung, aber nicht unbedingt ein Recht, es einem auf den Kopf zuzusagen. Deshalb liebe Leute, teile ich hier wie immer – nur meine Erfahrung und es geht um mich und manchmal passt es vielleicht auch zu einem Thema, das Ihr mit Euch rumschleppt. So, wie Ihr manchmal vielleicht eine Outfitinspo mitnehmen könnt. Heute ein Herbstlook mit Denimculotte.conny doll lifestyle: Denimculotte, Boyfriendblazer, Stiefeletten, Herbstlook 2019, Mut zum Outfit

Ist es mutig, eine Denimculotte zu tragen?

Okay… laaaange Vorrede, noch längerer Haupttext… 🙂 Quatsch, im Moment habe ich keine Ahnung, wie viele Wörter ich hier raushauen werde… Ich möchte mich auf einige Kommentare beziehen – keine spezifischen. Nichts in der Art, wie Claudia H. sagte am 5.7. und Erna B. kommentierte ein paar Wochen später. Letztlich ist es eine Aussage, die mir in meinen zwischenzeitlich siebeneinhalb Bloggerjahren öfter begegnet ist. Ziemlich häufig nämlich glauben meine Leserinnen oder überhaupt Frauen, dass ich ziemlich mutig bin. Manchmal bezieht sich das auf meine Outfits, manchmal auch auf meine Aussagen… Genaugenommen ist das aber auch egal, denn wenn ich was in meinem Leben gelernt habe, dann ist es Mut kommt vom Machen. Und dieser Blog hat einen nicht unerheblichen Anteil daran, dass ich das gelernt habe. Und ganz eigentlich, so irre mutig bin ich gar nicht. Ich bin nur scharf auf Veränderung und es kommt auch auf die Definition von mutig an. Ist es mutig einen Blog zu schreiben oder eine Denimculotte zu tragen?

Braucht es Mut, einen Modeblog zu führen?

Hmmm… vielleicht ist es mutig einen Blog zu schreiben. Im Jahr 2013 war es für mich sogar ganz besonders mutig… Ich hatte keine Ahnung von der Technik, die hinter diesem Bloggetüm steckt… Plugins und Themes waren für mich zwei Worte ohne Bedeutung und HTML-Code ein böhmisches Dorf. Das Einzige, was ich schon immer machen wollte, war Schreiben… Ich liebe diese, hoffentlich, sinnvolle Aneinanderreihung von Worten und ich hatte schon immer Spaß an Mode. Im täglichen Leben eher unbrauchbare Leidenschaften. Und Mode ist zwischenzeitlich auch noch ziemlich verpönt. Insofern gehört da vielleicht wirklich Mut dazu, im Jahr 2019 noch einen Modeblog zu führen. Doch, das ist ein anderes Thema und darüber habe ich ja schon häufig geschrieben. Im Übrigen, wirklich viel Ahnung von der ganzen Technik die hinter diesem Blog steht, habe ich immer noch nicht. Und erst recht weiß ich wenig bis gar nichts darüber, wie man Suchmaschinen füttert. Leider ist dieses Wissen aber ein Muss, wenn man heute im Bloggerbusiness erfolgreich sein möchte. Aber ich schweife ab…

Wie zugehörig bist Du?

Mut ist doch mein Thema… Okay, gehört viel Mut zu bestimmten Outfits? Ja, definitiv gehört viel Mut dazu, mit einem Look aus der Norm auszubrechen. Erst recht, wenn man nicht in einer Großstadt wohnt. Ganz schwierig stelle ich mir das vor, an einem Ort, in dem jeder, jede kennt. Dort ist die Norm ja meistens viel enger gefasst. Dort benötigt Frau möglicherweise überdurchschnittlich viel Mut, modisch aus der Reihe zu tanzen. Denn 1. komme ich auch vom Land und 2. weiß ich, wie die Menschen ticken… Klar nicht in letzter Konsequenz. Aber wir waren ja alle mal in der Schule und an Kindern merkt man so wunderbar, wie die Menschheit funktioniert. Hier mal einen anderen Look auszuprobieren, löst bei der restlichen Klassengemeinschaft oft Bemerkungen aus. Ganz unerheblich, ob diese abschätziger, neutraler oder anerkennender Natur sind. Bemerkungen sind Bemerkungen und je nachdem, wie die Empfängerin damit umgeht, lösen sie angepasstes, unangepasstes oder unsicheres Verhalten aus. Das kommt ja auch darauf an, wie zugehörig wir uns einer Gruppe fühlen.

In der Regel tragen wir das Gleiche

Allerdings hat das Zugehörigkeitsgefühl auch wenig mit einer tatsächlichen Zugehörigkeit zu tun… Schließlich ist es nur ein Gefühl und genau da liegt doch der Punkt. Weil umgekehrt ist das ja auch so… Nur, weil andere denken, wir gehören zu einer Gemeinschaft, heißt das nicht, dass das tatsächlich so ist. Und warum Äußerlichkeiten dabei so eine erhebliche Rolle spielen, erschließt sich mir nur bedingt. Wenn es nicht gerade ein Verein ist, wo es Usus ist das Vereinswappen und bestimmte Klamotten zu tragen, sollte das Outfit doch nicht so wichtig sein. Doch leider ist es das nicht… In der Regel tragen wir immer das Gleiche. Einerseits wahrscheinlich weil wir uns die meiste Zeit in eben selbigem auch wohl fühlen. Der eigene Stil ist ja auch irgendwie eine Rüstung – ganz egal, wie die auch sein mag. Daran nichts zu ändern ist einfach und wenn man sich damit wohlfühlt, dann alles fein und es steht niemandem zu, darüber zu urteilen. Diese Rüstung allerdings zu verändern, das erfordert Mut… Schließlich sind die meisten Personen, mit denen wir regelmäßig zu tun haben, uns genauso gewohnt.conny doll lifestyle: Denimculotte, Boyfriendblazer, Stiefeletten, Herbstlook 2019, Mut zum Outfit

Mut kommt vom Machen

Das fängt ja oft schon beim eigenen Ehepartner an. Trägt die Frau immer Hosen und wechselt auf einmal zum Rock, dann stimmt doch da was nicht. Somit hat man den ersten Kommentar schon mal fast sicher… und das zieht sich ja so weiter. Hinzukommt der Umstand, dass in einem Look, den man niemals so trägt, auch die nötige Selbstsicherheit fehlt… und das macht sich auch an unserer Haltung, etc. bemerkbar. Deshalb bin ich der Meinung, wer seinen eigenen Look ändern möchte, benötigt eine Portion Mut. Doch, der kommt nicht von alleine… Mut meine Lieben, der kommt vom machen… Das ist zumindest meine Erfahrung… Und es ist ganz egal, aus welchen Umständen heraus wir zum Handeln gezwungen werden. Denn Mut wird ja nicht nur für freiwillige Taten benötigt. In manchen Lebenssituationen ist es schon mutig, vor die Türe zu gehen. Und das muss jeder für sich selbst beurteilen und niemand hat das Recht, da seinen Senf dazu abzugeben.

Jede Veränderung erfordert Mut

Aber ich möchte jetzt gar nicht das große Ganze hier anführen. Das ist psychologisch viel zu komplex. In meinen Augen ist Mut immer dann erforderlich, wenn ich aus meiner Gewohnheit ausbrechen möchte. Und nein, dabei geht es in meinen Augen eben nicht immer um ALLES. Nur, weil eine Frau ihre Frisur verändert, bedeutet das eben nicht immer, dass sich eine Partnerschaft aufgelöst hat… Warum bitte sollte das in direktem Zusammenhang stehen. Also ich hoffe, es gibt keinen…. Was nicht bedeutet, dass manchmal das Ende einer Partnerschaft auch noch einer optischen Veränderung schreit. Doch Mut ist auch für eine Frisurenänderung erforderlich. Farbe, Länge, Schnitt… ganz egal… Ich denke, Ihr wisst jetzt echt alle, worauf ich hier raus möchte und ich sag Euch eins. Zieht es einfach an, das Outfit, das Ihr möchtet und wenn es anfangs nur zu Hause ist. Mut kommt vom Machen und in dem Fall vom Tragen. Wenn Ihr ein Outfit mögt, dann haben es alle anderen zu akzeptieren… Auch, wenn es in deren Augen komplett aus der Norm fällt. Denn wer bitte bestimmt die Norm? Und ich habe es auch schon erlebt, dass andere Menschen ihren eigenen fehlenden Mut einfach auf andere übertragen und deshalb alles niedermachen.

Herbstlook mit Denimculotte

Dieses zwischenmenschliche Ding hat nämlich einfach viele Facetten… Und reden, das machen die Menschen immer – nur was sie sagen, das wird man in der Regel eh nie herausfinden und wenn doch? So what? Schließlich stecken wir alle in unseren eigenen Schuhen und nicht in denen der anderen… Ojeeee – ich hatte es wohl geahnt, es wurde ein langer Text und zum Outfit habe ich noch gar nix gesagt. Doch, ist es nicht so, dass wir fürs Tragen einer Denimculotte vor ein paar Jahren auch noch mehr Mut benötigten. Heute ist diese Hosenform ja wirklich etabliert und bestimmt aufgrund ihrer Bequemlichkeit in vielen Kleiderschränken angekommen. Insofern ist das Accessoire, das vielleicht etwas mehr Mut erfordert der Gürtel – vor allem, weil er viel zu lang ist… Sieht ja alles eher g’schlampert aus und passt damit hervorragend zu mir. Und nun bitte ich Euch inständig, um Eure Meinung und wünsche Euch einen entspannten und mutigen Sonntag…


Hose: WENZ – die Denimculotte stammt aus meiner ersten Kooperation mit dem deutschen Versender und sie ist heute aus so vielen Looks nicht mehr wegzudenken. Ich trage sie wirklich häufig und bin froh, dass ich sie habe.
Bluse: Cinque –  schon oft hier aufm Blog zum ersten Mal 2013 – ich habe die Bluse nämlich getragen, als ich Cla von Glam up your lifestyle persönlich kennengelernt habe.
Schuhe: Dune London – auch schon älter
Blazer: den habt Ihr schon so oft gesehen, dass Ihr ihn wahrscheinlich nimmer sehen könnt. Ich machs trotzdem, weil ich ihn so mag.


 

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4 Comments

  • Anita

    Das war mal ein sehr gutes, weises Wort zum Sonntag! Mut kommt von machen, das stimmt, aber wie du auch ausführst, beginnt alles erstmal im Kopf. Und hat dann auch mit der Umgebung zu tun, z.b. kann man im Urlaub andere Seiten von sich zeigen, weil man eben einmal in einer anderen Umgebung ist und einen niemand kennt Und man nun auch einmal ein Ibiza Kleid ausprobieren kann, weil es dort im Urlaub viele tragen und dort einfach hin passt, weil man eben zufällig auf Ibiza oder Mallorca ist.;- D Oder eben auch bei Fasching, da sind alle mal komisch angezogen und dann ist es viel leichter, seine eigene schräge oder komische Seite mal rauszulassen. Ich bin froh, wenn die Leute diese organisierten Formen des mal andersseins nutzen, denn den Modemut, einfach Montag mal mit neuer Haarfarbe ins Büro zu gehen, bringt man nicht immer auf. Eben deswegen ist es nach Krisen leichter, weil man sich eh schon wie verwandelt fühlt, auch ein verwandeltes Äußeres zu präsentieren.
    Ich traue mir heute viel mehr, in vielerlei Hinsicht aber beim Thema Anziehen hat es schon auch damit zu tun, dass ich in einer großen Studentenstadt wohne und vielerlei Outfits sehe und selber ausprobieren kann, ohne dass ich groß auffalle. das ist mir beim Lesen deines Artikels klar geworden, dass, wenn ich auf dem Dorf geben würde, das sicherlich ein wenig anders wäre…
    Lass die Leute reden, Lied von Den Ärzten, passt meines Erachtens für solche Lebenslagen immer sehr gut. (Trägst gar einen Hut, war immer meine Mutmach-stelle darin!)

  • EvelinWakri

    Liebe Conny!
    Immer wenn ich Deine Beiträge über Veränderungen oder Machen und Tun oder selbst in die Hand nehmen lese, bekomme ich ein schlechtes Gewissen! Warum? Weil ich nicht und nicht mein Vorhaben umsetzen vermag und es nur am Mut zum Tun liegt…. Danke fürs in Erinnerung rufen und diese Culottes Inspiration. Mut zur Kleiderveränderung war von eher eine Verlockung andere zu provozieren, besonders in der Kleinstadt meiner Jugend..
    Liebe Grüße EvelinWakri

  • Coryanne

    Hallo Conny,

    oft ist es aber nicht nur fehlender Mut, sondern Faulheit… 🙂 Ein Outfit zusammenzustellen kostet Zeit. Da ist es doch viel einfacher zu den bewährten Outfitkombinationen zu greifen. Mir gefällt die Herbst-Culotte auch sehr!

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