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Mustermix – Streifen und Leo und bisschen Instagram

Gepostet in Connys Mustermix, Frühlingsoutfit, und Outfit - My Style

Auf Instagram gibt es ja immer wieder die Forderung für mehr Realität – Hashtag – #mehrrealitätaufinstagram. Ja, wirklich! Ja wirklich? Wollen wir das echt? Also mehr Realität in Bildern von zumeist fremden Leuten? Wollten wir da echt wissen, wie das ungemachte Bett in Wirklichkeit aussieht und das Essen kalt war, bis man nach Foto Nummer 100 endlich den richtigen Winkel gefunden hatte. Ob auf dem Schrank Staub liegt und man nach „First Coffee“, immer noch schlecht Laune hatte?? Also ehrlich – ich möchte es nicht wissen.

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Ich halte es da mit der Illusion, Realität habe ich nämlich fast überall sonst im Leben. Mein allmorgendlicher Stau zum Beispiel ist extrem wirklich. Und Hausaufgaben mit meinen Kindern sind auch sehr echt… oder nehmen wir Elternabende in der Schule, da habe ich gleich 20 andere Realitäten sitzen… Das ist okay und muss auch so sein – aber all dies sind Gründe dafür, dass ich meine freie Zeit ganz gerne mit Illusionen verbringe. Ich habe ja schon öfter erwähnt, ich bin ein echter Fitzek-Fan und versinke in seinen psychopathischen Stories und.manchmal auch blutigen Schauplätzen. Aber diesen finsteren Gestalten im richtigen Leben begegnen … um Himmelswillen NIEMALS. Und welche Frechheit hat George Lucas besessen, als er mit Star-Wars so ein Parallel-Universum erschaffen hat, wo schweratmende Helmträger mit Leuchtschwertern die dunkle Seite der Macht vertreten. Allerdings sehe ich eine gewisse Ähnlichkeit zwischen der Frisur von Bundes-Angie und dem Helm von Darth Vader. Aber Spaß beiseite… Mit so einem realitätsfernen Mist möchte ich doch auf keinen Fall unterhalten werden – im Gegensatz zu dieser weltfremden Masse, die dieser fiktiven Story zu andauerndem Weltruhm verholfen hat. Und wer hat letztes Jahr den Nobelpreis für Literatur bekommen?

Realität vs. Instagram

Doch wenn schon Bewegtbild-Unterhaltung, dann möchte ich richtigen Kram. Also das pralle, echte Leben. Solche hochkarätigen Formate wie „Frauentausch“, „Verklag mich“ oder „Die Geissens“ lassen uns teilhaben an der bundesdeutschen Realität. Da sieht man echte ungemachte Betten und unaufgeräumte Küchen und kann sich einfach gut fühlen, weil so, wie bei denen … neeee, also so, schauts bei mir nicht aus? Einen anderen Grund kann mich mir nicht vorstellen, für den Wunsch nach mehr Realität. Es ist leichter „Schlechtes“ zu toppen, also mit „Wunderschönem“ gleichzuziehen. Doch muss ich das? Geschmäcker sind verschieden und was für jemand anderen schön ist, muss für mich noch lange nicht gleichbedeutend sein. Ob ich diese Oberflächlichkeit an mich ran lasse, das kann ich doch selbst entscheiden und gilt ja ebenfalls uneingeschränkt für Magazine und Zeitschriften. Die dort abgedruckten Schönheiten, haben ja zumeist auch nichts mit der Realität zu tun. Es ist doch einfach so, dass das Auge lieber Schönes sieht – in den meisten Fällen zumindest. Außerdem habe ich das Gefühl, bei fast allen Menschen, denen ich folge, wird das wahre Leben gezeigt, vielleicht liegt mal ein Filter auf dem Bild, weil die Kameralinse es nicht geschafft hat, das wahre Leben auch wahrhaftig einzufangen. Und natürlich nehmen wir von den 50 Versuchen, dieses eine, jene welche, das uns am Besten gefallen hat. Aber mehr dann auch nicht… und ich glaube auch, die ich „abonniert“ habe, sind nicht extra in ein instagramtaugliches Loft gezogen, damit man immer und überall ein Bild machen kann. Stellt Euch das mal vor… Was macht man denn dann, wenn der cleane Loftstyle wieder out ist und Omas Bauernstube oder Prunk und Protz alla König Ludwig XIV oder II – Trend wird? Umziehen?

Kunst und nicht das wahre Leben

Außerdem sieht man meiner Meinung nach sehr wohl, dass manche Bilder nichts mit dem echten Leben zu tun haben… Ich kenne niemanden, dem die halbgeöffnete, hochpreisige Handtasche zufällig auf den zumeist weißen Tisch fällt und dabei alle Utensilien sehr fotogen herauspurzeln. Bevorzugt hängt der Schlüssel mit dem teuren Wagenlogo aus der Tasche, ist das Auto nicht ganz so teuer, ist das Logo natürlich nicht zu erkennen… Stellvertretend habe ich  jetzt den Wagen erwähnt, gilt aber natürlich für alle Teile, die sich in der Tragehilfe befinden – Lippenstifte von Dior, Clinique oder natürlich Chanel dürfen sehr gerne aus dem Tascherl fallen – der von PS2 muss lieber drinnen bleiben. Verwerflich finde ich das nicht… die Menschen zeigen halt gerne, was sie haben… Das war schon immer so … nur ist der Kreis derer, die es jetzt sehen können ist mit dem Internet und diversen Apps einfach größer geworden. Ich glaube ja, irgendwer hätte gegensteuern müssen, als die ersten Zeitschriften angefangen haben, Frauenbilder zu bearbeiten. Dann wäre es heute vielleicht anders … aber es ist so wie überall. Ich muss mir dieses gestellten Bilder nicht anschauen, wenn ich nicht möchte oder aber ich sehe es als Kunst, immer mit dem Bewusstsein, dass das eben „nur“ ein Bild ist und nicht das wahre Leben. Oder aber, man sieht dieses ganze „Schaulaufen“ wie Celeste Barber, mit einer gehörigen Portion Humor nämlich…

Mustermix – Streifen und Leo

…das lasst Ihr aber natürlich schön bleiben, wenn Ihr jetzt noch meine Outfitbilder anschaut. Da wird nicht gelacht, sondern ganz ernsthaft festgestellt, dass Leo und Streifen einfach ein hervorragendes Paar abgeben. GELL!!!! Nachdem der Wonnemonat gerade eine Pause macht, ist mein neyo.-Sweater jetzt genau richtig für die Temperaturen. Ich wünsche Euch einen feinen und entspannten Pfingstsonntag liebste alle….

PS: Den Nobelpreis für Literatur hat im vergangenen Jahr Swetlana Alexijewitsch bekommen.

Hose: Only – ich behaupte keck, eine Ankle-Skinny-Jeans braucht man im Schrank – wieso dann nicht die von Freeman T. Porter via Zalando (Affiliatelink) oder diese Pepe Jeans bei About You (Affiliatelink), sie ist auch in unterschiedlichen Blautönen zu haben.
Bluse: VILA – Oui hat diese Saison eine tolle Kurzarm-Bluse (Affiliatelink) mit transparentem Rücken und Plissee und Oui hat noch eine raffinierte Plissee-Bluse (Affiliatelink) – allerdings gibts die bei About You im Sale.
Sweater: .neyo – ein Cashmere-Sweater von neyo steht immer noch ganz weit oben auf meiner Wunschliste – aber ich
Schuhe: fun&basic – kein einzig, vergleichbares Paar habe ich gefunden… Sind die etwa schon wieder out?
Tasche: DIY – das Vorbild war Mansur Gavriel – gibt es gerade bei Farfetch in dieser wunderschönen roten Farbe (Affiliatelink)

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10 Kommentare

  1. Tja, wie viel Realität wollen wir wirklich? Manche Bilder sind mir eindeutig zu nahe dran an der Realität, das will ich dann gar nicht sehen, manches ist so weit weg davon, dass es mich auch nicht interessiert. Ich mag das, was ich bei vielen Ü40 Bloggern sehe: die gefilterte Realität, das wahre Leben in Maßen verschönert. Bedenklich finde ich nur, wenn der Blick für die Realität durch überzogene Bilder verloren geht. Ich weiß, dass die wenigsten sich Handtaschen im Wert eines Familienmonatseinkommen leisten können (oder wollen), der weltbeste Ehemann/Ehefrau einem gelegentlich auf den Zwirn geht, ein Bett morgens selten nach Hochglanzmagazin aussieht und die Menschen, die daraus gerade aufgestanden sind, auch nicht….. 🙂 Solange anderen und mir das noch bewusst ist, ist alles in Ordnung. Und wirklich hässlich mögen sich wohl die wenigsten präsentieren.

    Eine interessante Kombination zeigst du uns heute: Streifen zu Leo. Gewagt aber gelungen. Besonders schön finde ich die Wiederholung vom Rot in Tasche bzw. Schuh.
    Liebe Grüße
    Andrea

    2016-05-15
  2. EvelinWakri
    EvelinWakri

    Liebe Conny! Ich schätze die Instagemeinschaft zumindest die ich kenne schon so ein, dass jeder einschätzen kann, was Realität und was Fake ist! Und ja! Wir brauchen unsere Illusionen damit wir abschalten und träumen können. Nur darin verlieren und und beginnen an uns zu zweifeln das dürfen wir nicht. Ist es nicht schön beim Träumen zu entspannen?
    Du zeigst uns mit Deinem Outfit wie toll und einfach es ist im realen Leben super gut auszusehen. Schönen Tag Evelin

    2016-05-15
  3. Mir gefallen beide Arten von Bildern, gestellte und „zufällige“. Ich like dieses und jenes. Auch Bilder, die extrem bearbeitet wurden. Was soll’s. Ich schaue auch Zeitschriften und Kataloge an und da wird auch alles bearbeitet. Und obwohl das so ist, kaufe ich mir dennoch die nächste Ausgabe. Um dieses Thema wird meiner Meinung nach viel zu viel Gewese gemacht. Ich selbst bearbeite nichts und werde es in Zukunft auch nicht machen. Gestern musste ich bei einem Foto ein Nummerschild unkenntlich machen. Dafür habe ich total lange gebraucht, weil ich mich mit dem Programm überhaupt nicht auskenne. Mir wäre das Bearbeiten meiner Bilder viel zu anstrengend und ich denke, wenn eine Leserin ein Model erwartet, dann kauft sie sich eine Zeitschrift. Aber jede soll das so halten, wie sie es möchte.

    Dein Outfit finde ich ganz klasse. Die Kombination von Streifen und Leo sieht wirklich sehr gut aus und steht dir auch ganz toll.

    Viele liebe Grüße und frohe Pfingsen
    Sabine

    2016-05-15
  4. natalie_e108
    natalie_e108

    Liebe Conny, toller Text, super geschrieben, wie immer! Die Kombi Leo und Streifen, gefällt mir! ? Liebe Grüsse Natalie

    2016-05-15
  5. Britta
    Britta

    Liebe Conny, tolles Outfit, die Kombi von Streifen und Leo gefällt mir gut. Leider fehlen mir zum Nachmachen die passenden Schuhe. Sollte ich vielleicht mal ändern.

    Ich bin ja nicht bei Instagram, insofern kann ich da nicht so mitreden. Sicherlich mag ich „schöne“ Bilder, wenn sie bearbeitet sind, ok. Allerdings finde ich es schade, dass es inzwischen kaum noch unbearbeitete Fotos zu sehen gibt. Aber ich hab gut reden, denn ich käme nie auf die Idee Fotos von mir ins Netz zu stellen, bearbeitet oder nicht.

    Ich wünsche dir eine schöne Woche, liebe Grüße, Britta.

    2016-05-15
  6. Du hast so recht!! Ich mag die schönen Ausschnitte bei Instagram und ich hole mir viele Inspirationen dadurch. Wenn ich das ‚echte‘ Leben sehen will gehe ich auf die Straße. Und Celeste Barber hab ich glaube ich durch dich (oder Cla?) entdeckt, was für meine Wundheilung eher suboptimal war 😉 Die Frau ist toll!
    Mach einfach genau so weiter bitte 🙂

    2016-05-16
  7. Wie könnte ich Dir widersprechen, Conny?! Natürlich passt Leo zu Streifen. Auch weil Streifen einfach universell einsetzbar sind. Ich mag sie auch zu Blümchen, Karo, Punkten.
    Aber ganz abgesehen davon, hast Du einen super schönen lässigen Look gewählt. Die Tasche dazu ist ebenfalls prima.
    Unser Umzug ins Haus mit Garten auf dem Land ist natürlich insta geschuldet. Wo bekäme ich sonst die Blumen-, Schnecken, Gartenbilder her. :-). Und ungemachte Betten seh ich gar nicht gerne. Nicht bei mir nach dem Aufstehen und schon gar nicht bei anderen.
    Lieben Gruß
    Sabine
    Und bevor ichs vergesse: Danke für’s erwähnen neulich. Ich schau so selten auf den Blog, dass ich es erst jetzt gemerkt hab. Meine Fenster warten übrigens noch bis der Raps verblüht ist.

    2016-05-16
  8. Cla
    Cla

    Die liebe Instawelt! Ist es nicht manchmal schön, aus der Realität zu fliehen? Das ist doch wirklich wie Magazine anschauen. Da erfreuen wir uns doch auch an schönen Fotos. Ich bin sicher meinen Korb mit Bügelwäsche will keiner sehen. Deshalb schiebe ich ihn zur Seite, wenn ich ein Foto mache. 😉
    Streifen, Leo und rote Tasche sind drei wunderbare Partner, die jedes Outfit aufpeppen. Da hast du wieder einmal eine tolle Kombination kreiert.
    Wünsche dir noch eine gute Zeit. Liebste Grüße Cla

    2016-05-16
  9. Nein! Ich möchte auf Insta nicht die volle Wahrheit sehen! Lieber möchte ich mehr von deiner Jeans sehen. 😉 Nee, Scherz beiseite: Ich schaue weder „Frauentausch“ noch ähnliche TV-Formate und wenn mir der Sinn nach „Realität“ steht, schaue ich die Tagesschau und mache ich die Augen auf, wenn ich auf die Straße gehe. Das ist manchmal mehr, als ich ertragen kann und möchte und ich bin sehr froh, dass es diese kleinen Oasen gibt, in denen die Realität außen vor bleibt. Sie holt einen schon schnell genug wieder ein, keine Frage.

    Aber wenn ich mich mal wieder frage, in was für einer durchgeknallten Welt wir leben und was für eine Welt wir unseren Kindern hinterlassen, dann bin ich dankbar, dass ich nicht jedes Mal einen „Harry Potter“-Wälzer rauskramen muss (obwohl ich das auch sehr gern tue), sondern auch einfach mal kurz auf Insta abschalten kann. Realitätsflucht? Vielleicht. Aber ist es besser, immer genau hinzuschauen und dann auf der Couch zu landen? 😉

    Lieben Gruß
    Anna

    2016-05-17
    • Hello liebe Anna… ja genauso sehe ich das auch… und ich kenne überhaupt niemanden, der oder die Frauentausch guckt… Aber irgendwer muss es tun, sonst gäbe es das Format nicht schon so lange… und auf der „Couch“ lag ich auch schon und finde das eine der besten Erfahrungen meines Lebens. Ich habe viel über mich und die Menschen an sich gelernt und das hat mir nicht geschadet… ganz im Gegenteil. Ich suche mir jetzt nämlich ziemlich bewusst aus, wie genau, ich WO hin schauen möchte… Und Instagram ist irgendwie ein Bilderbuch … da mochte ich die ohne pädagogischen Zeigefinger auch lieber… Hab eine schöne Woche und weiterhin gute Besserung, lieber Gruß – Conny

      2016-05-17

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