conny doll lifestyle: Meinung oder Fakt? Erkennst du noch den Unterschied? Übergangslook mit Karo
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Meinung oder Fakt? Erkennst du noch den Unterschied? Übergangslook mit Karo

Liebste Leserschaft, je älter ich werde, desto mehr komm ich zu dem Schluss, jung sein hat Vorteile. Genauso wie egoistisch oder sogar arrogant zu sein. Okay, mit der Eitelkeit, die in der Tat bei mir sehr ausgeprägt ist, ist niemandem geholfen. Aber all die anderen „schlechten“ Eigenschaft und das Jungsein sind durchaus erstrebenswert. Aber weniger aus den oberflächlichen Gründen. Also gerade gehts nicht um das faltenfreie Gesicht oder um die Winkearme. Mir geht’s um die Naivität, die mit Jungsein einhergeht. Diese Welt, in der alles schwarz-weiß zu sein scheint und die eigene Meinung einfach! So Pippi Langstrumpf-mäßig einfach. Ich mach mir die Welt widewiesiemirgefällt. Meinem Eindruck nach funktioniert das nämlich nur in jungen Jahren echt super. Sobald man diese Sache mit den zwei Seiten kapiert, also wirklich kapiert hat und das macht man ja erst mit zunehmendem Alter, wirds kompliziert. Beim Outfit gibt’s einen Hauch von Herbst – Übergangslook mit Karo.

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Früher war alles besser

Da ich keinen weiteren jungen Mensch so gut kenne wie mich selbst, muss ich wohl als Beispiel herhalten. Okay, vielleicht kenne ich meine Kinder ganz gut, aber die beiden tun hier an der Stelle nichts zur Sache. Schließlich sind nicht sie es, die sich entschieden haben, einen Blog zu schreiben, sondern müssen mit ihrer redseligen Mutter leben. 🙂 Sie haben mein vollstes Mitgefühl. Aber das ist auch Grund genug, deren Ansichten hier nicht breitzutreten. Also zurück zu mir. Als ich jung war, beschreibt mich das Wort prinzipientreu wohl ziemlich gut und vielleicht auch noch siebengescheit. Wobei es nicht überliefert ist, welche Prinzipien ich damals verfolgte und ebenso, woher ich meinen großen Wissensschatz bezogen hatte und die daraus resultierende Meinung. Google und Wikipedia war damals noch nicht verfügbar und klein gedruckte Lexika gehörte nicht zu meiner bevorzugten Lektüre. Und nachdem ich Marke fürchterlicher Teenager gewesen war, bin ich sicher, dass auch meine Eltern bei meiner Wissensvermittlung chancenlos waren.

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Meine Meinung ist in Stein gemeißelt

Doch ganz egal, wenn ich mal eine Meinung gefasst hatte, dann war die quasi in Stein gemeißelt und ich unbelehrbar. Demzufolge war ich eine sehr streitbare Zeitgenossin. Für jede hitzige Diskussion zu haben und wehe, wenn das Gegenüber nicht einsehen wollte, dass ich recht hatte. Oder mein Gegenüber sich der Diskussion entzogen, bevor ich sie für beendet erklärt hatte. Uff, allein schon der Gedanke an den Umgang mit dieser Person ist echt anstrengend und es ist sicherlich nicht erstrebenswert, so zu sein. Andererseits erscheint mir das rückblickend so wahnsinnig einfach und leicht. Mit einer unverrückbaren Meinung macht man sich seine Welt schwarz-weiß und muss nicht in Betracht ziehen, dass Grau ebenfalls eine Möglichkeit sein könnte. Doch für mich ist heute ganz im Gegenteil alles nur noch grau und die Menschen, mit denen ich überhaupt noch diskutieren möchte, muss ich quasi persönlich kennen und nicht mal dann unbedingt.

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Kennzeichnungspflicht für Lobbyarbeit

Politik, Religion, Klimawandel und um Gottes willen Corona sind alles Themen, die ich am liebsten überhaupt nimmer diskutieren möchte. Meine frühere Prinzipientreue ist mir ebenfalls fast völlig abhandengekommen. Zumindest bei den oben genannten Themenkomplexen. Prinzipien habe ich nur noch bei meinen persönlichen Werten.  Nein, nicht, weil ich den Klimawandel, Corona oder die Politik für unwichtig halte – aber ich bin nicht in der Lage, alle Informationen, die man sich darüber aneignen könnte, in meinem Hirn zusammenzuführen und die Spreu vom Weizen zu trennen. Es ist bei mir auch schon so weit, dass egal, welche Webseite ich aufrufe, erst mal nachsehe, wessen Namen im Impressum steht. Und bevor ich den Inhalten und dargebotenen Fakten überhaupt meine Aufmerksamkeit widme, tippe ich den Namen in die Suchmaschine. Das kostet echt viel Zeit und manches Mal entpuppt sich der/die Seitenbetreiber*in auch nur als Interessenvertreter*in. Ich finde ja nicht nur Werbung gehört gekennzeichnet, sondern jegliche Lobbyarbeit.

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Meine Meinung im WWW – nicht meine Fakten

Natürlich dürfen alle alles in den Untiefen des WWWs kundtun. Schließlich mach ich ja auch nichts anderes. Aber ich vermittle auch nirgends das Gefühl, dass ich weiß, wie es geht. On top lässt mein Thema einen großen Spielraum zu. Bei Outfits und den jeweiligen Kombinationen gibt es kein richtig und falsch. Da zählt nur der eigene Geschmack. Sonst müsste man sich nach einer Fashionschablone kleiden? Aber da könnte man sich auch gleich eine Uniform überwerfen. Doch Halt, diese Freiheit genießt man ausschließlich bei den Kombinationen. Bei der Beschaffung sieht das schon wieder ganz anders aus. Stichwort: Nachhaltigkeit! Natürlich kann man sich, wie halb Instagram, darum nichts sch***** und Fashion aus zweifelhafter Herkunft bewerben. Damit ist einem auf jeden Fall eine große Followergemeinde und Likemenge sicher. Das ist wie in der Mengenlehre. (Vorsicht, Behauptung!) Eine große Menge Kleidung zieht eine große Menge Follower und Likemenge nach sich. 🙂

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Wer verfasst den Artikel?

Doch ich schweife ab, aber genau das muss man ja zuerst machen, bevor man manche Behauptung überhaupt verifiziert bekommt. Ganz egal zu welchem Thema. Und woher nimmt man das Wissen? Sagen wir zum Beispiel in Sachen Klimawandel? Der geht uns alle an, aber wir können ja nicht alle eine wissenschaftliche Abhandlung darüber verfassen. Also doch wieder das Internet. Geb ich „Klimawandel“ in die Suchmaschine ein, bekomme ich über 16 Mio. Ergebnisse. Viel Lesestoff und welche stammen von der Leugnerkategorie? Welche werden von der Wirtschaft beeinflusst? Diese Filterfunktion fehlt leider bei diesen Datenbanken. Schließlich leben wir in einer Demokratie und alle dürfen sagen, was sie wollen. Nur die Einordnung fehlt. Und es macht durchaus einen Unterschied, welche Gesinnung die Verfasser der diversen Artikel angehören. Leugner*in? Skeptiker*in? Oder Greenpeace-Aktivistin?

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Wie bildet man sich eine eigene Meinung

Schon beim Schreiben dieses Textes fällt mir wieder auf, wie schwer das geworden ist. Vielleicht meint man das damit, wenn es heißt, früher war alles besser. Allerdings müssten es wohl wieder die Siebziger/Achtzigerjahre sein und Social Media beziehungsweise das ganze WWW dürfte nicht so großen Einfluss auf unser aller Leben haben. Das klingt vielleicht komisch, wenn man das hier liest, auf einem Blog, den es nur gibt, weil mir ebenjenes Internet diese Möglichkeit überhaupt erst bietet. Aber ich bin nicht hier, um Halbwahrheiten mit Euch zu teilen oder meine Lebensanschauung als Fakt zu verkaufen. Ich lasse Euch viel mehr an meinem Straucheln und unausgegorenen Gedanken teilhaben und sch*** auf die Nische. Die gibt es nämlich für normale Menschen kaum mehr. Aber Ende September müssen wir alle wieder ein Kreuzchen machen, bei einer Partei, die größtenteils unsere Meinung vertritt. Aber dafür muss man sich zuerst eine Meinung gebildet haben.

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Meine Meinung: Karo ist 1a Muster für den Herbst

Also mir diese Meinung zu bilden, da bin ich noch damit beschäftigt – was ich aber jetzt schon weiß, ist, dass Karo ein 1a Muster für den Herbst ist. Deswegen gibt es heute ein Outfit für den Übergang mit meiner karierten Hose und einem Top, das für einen heißen Sommer eh viel zu warm wäre. Was ein Glück, dass die Temperaturen in diesem Jahr so moderat sind. Haha…. Ich würde sonst tatsächlich ins Schwitzen kommen in diesem Outfit. Und nun bin ich sehr gespannt auf Eure Meinung – zum Karomuster oder zu meinen wirren Gedanken. Mir ist alles von Herzen willkommen, liebste Leserschaft. Eitle Sonntagsgrüße, Eure Conny


Details zum Outfit – nach meiner Meinung ein toller Übergangslook

Bluse:

Joseph

Hose:

Neo Noir

Schuhe:

Tommy Hilfiger

Tasche:

Balenciaga


5 Kommentare

  • Nicole

    Liebe Conny,

    es ist im Augenblick für mich ziemlich bauchschmerzverursachend, was und vor allem WIE etwas zum Besten gegeben wird. Wie gehetzt wird, welche Hashtags umgehen. ich mag auch viele (s) nicht- aber einen hetzenden Hashtag würde ich NIE schreiben. Aus Respekt.
    Und ja, vieles ist nicht gut, schlimm und im Argen, aber ich weigere mich, mir anzuhören wie durchweg schlecht hier alles ist. Es stimmt schlicht nicht. Womit wir bei schwarz weiß wären. Mit dir würde ich gern mal diskutieren- persönlich 😉
    Das wäre spannend.
    Auf jeden Fall hatten wir den gleichen Gedanken, ich schreibe heute auch darüber.

    Hab einen schönen Sonntag und ich könnte noch so viel sagen…
    Liebste Grüße
    Nicole

  • Astrid

    Liebe Conny,
    du sprichst mir aus der Seele. Spontan mag ja tatsächlich das Eine oder Andere als schwarz oder weiß erscheinen, aber im Laufe meines Lebens habe auch ich gelernt, unmittelbar nach dem ersten „Schwarz-weiß-Denkimpuls“ auch die andere Seite zu checken. Ich kann gar nicht mehr anders. Und heraus kommt dann auch bei mir meistens ein Grau …
    Deshalb stören mich undifferenzierte Meinungsäußerungen ungemein, vor allem wenn Fragen und andere Sichtweisen einfach mit „Totschlagargumenten“ beantwortet werden, notfalls mit einem „naja, in deinem Alter weiß man das eben nicht besser …“ oder so.
    Ist wohl wirklich eine Frage des Alters.

    Liebe Grüße, hab einen schönen Sonntag
    Astrid

  • Hasi

    Deine Sonntagspredigt ist wirklich gut passend zur heutigen ambivalenten Zeit. Manchmal denke ich mir, dass ich mir gar nicht so schnell eine Meinung bilden kann, wie sich wieder irgendwas ändert. Aber so etwas ist halt nun mal auch ein Prozess des Dazulernens und vielleicht auch des persönlichen Weiterentwickelns – ich bemühe mich zumindest, offen, reflektiert und aufgeschlossen zu bleiben. Schwarz-Weiß zu denken wäre zwar so leicht – wie aber auch so falsch. Und auch meine Mitmenschen haben vielleicht ihre Beweggründe für ihr Tun und Handeln, die aus ihrer Sichtweise durchaus nachvollziehbar sind. Das zu verstehen und ggf. zu akzeptieren, gehört dann genauso dazu. Informationen besorge ich mir in erster Linie dort, wo ich sicher weiß, dass ich mit einer gewissen Seriösität rechnen darf. Man muss hier wie du ja schreibst wirklich unheimlich vorsichtig sein. Unsinn wird so viel verbreitet und nicht immer so leicht erkennbar wie in diesen berüchtigten Texten mit den vielen Großbuchstaben und Ausrufezeichen. Ansonsten versuche ich halt, nach bestem derzeitigen Wissen und Gewissen zu leben, aber nobody is perfekt. Diskussionen und gewisse Gespräche sind auch ein schwieriges Pflaster, das merkt man ja jetzt schon wieder mit dem Thema Impfen. Ich halte mich da raus, das darf jeder für sich selbst entscheiden. Nur wenn mein Gegenüber mir mit einer halbgaren oder sogar falschen Aussage kommt, bin ich schon mal so frei, diese richtigzustellen bzw. bei Bedarf einen ergänzenden Gedanken mit einzubringen. Möglichst sachlich, höflich und neutral – und dann am besten dezenter Themenwechsel.

    Kein Grund für eine Diskussion ist für mich Dein heutiges Outfit. Schluppenbluse: klasse – Karohose: ebenso – Zusammenstellung: stimmig – Conny in dem Outfit: super! Den Herbst können wir nicht aufhalten, aber so hübsch gekleidet kann er gerne kommen 🙂

    Liebe Grüße
    Hasi

  • alcessa

    Was für ein klasse Outfit! (= Meinung, aber auch Fakt 🙂
    Ich bin von deiner Kombinationsfähigkeit und Kreativität überzeugt, aber manche Outfits inspirieren mich noch zusätzlich – ich mag Karo sehr, ohne so richtig zu wissen, warum 🙂 Dieses Jahr habe ich mir ein paar Karoröcke (Wolle, Secondhand) angeschafft und muss auch noch Möglichkeiten finden, sie auf interessante Weise zu stylen. An Rosa habe ich bisher noch gar nicht gedacht, eher an Denim, finde das aber nicht so blendend.

    Ich habe wohl als junge Person auch häufig gedacht, alles zu wissen, oder zumindest so getan, aber ich habe auch im Nachhinein festgestellt, dass das aus bestimmten Gründen notwendig war. Zu meiner Zeit war es schon noch wichtig, nicht einfach eine Kopie seiner Eltern zu werden (das versuche ich sogar noch heute zu vermeiden, wenn es geht) und da brauchte man schon noch eigene Ideen und Vorstellungen vom Leben auf Erden :-), auch wenn viele davon heute eher als „daneben“ zu bezeichnen wären. Mein Talent für idealistische Vorstellungen, die in der Realität nicht umsetzbar sind, habe ich jedoch nie verloren, nur gebe ich mir heutzutage Mühe, das zu verheimlichen, wenn es geht 🙂
    Mir ist außerdem aufgefallen, dass viele erwachsene Menschen nie aus diesem Alleswissermodus rauskommen und immer so auftreten, häufig auch besonders hartnäckig, wenn sie vom Leben deutliche Hinweise erhalten haben, dass das kein angemessenes Prinzip ist. Änderungen sind ja ungemütlich und machen Angst, da tut man lieber die Andersredenden verbal erschlagen, als seine eigenen Einstellungen zu prüfen. Wobei das gewissenhafte Prüfen ja mit viel Arbeit verbunden und schwierig ist. Arbeitsteilung wurde ja auch eingeführt, weil nicht jeder alles kann.
    Andererseits werden Menschen, die offensichtlich nicht fähig sind, kernige Schwarzweiß-Aussagen von sich zu geben, weil sie erstmal nachdenken müssen oder weil das Nachdenken ergeben hat, dass das Bild eher grau ist, von einem Teil der Mitmenschen gar nicht ernst genommen. Tja.

    Da ist so ein Karo-Outfit eine wirklich erfreuliche Sache!

  • EvelinWakri

    Dein Look ist megaaaa für den Übergang und ich bin begeistert. Meine Meinung und dass Dein Beitrag Weltklasse ist, ist auch eine Meinung von mir.
    Einst dachte ich, wenn ich so alt und weise bin wie meine Omi, dann bin ich allwissend. Nope!!! Da informiere ich mich, mache es oft wie Du, recherchiere wer genau dahinter steckt, mach mich schlau, bilde mir eine Meinung und zaudere in der Sekunde, ob es auch wirklich bestand hat. Früher war ich gutgläubiger, aber jetzt…..
    Danke Dir liebe Conny!
    Herzliche Grüße

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