Es gibt Kleidungsstücke, die mag ich.
Und es gibt Kleidungsstücke, die ich eigentlich mag, bei denen sich aber sofort eine Stimme meldet, sobald ich sie aus dem Schrank nehme. Eine Stimme, die fragt, ob das wirklich eine gute Idee ist. Ob ich das tragen sollte. Ob das „geht“.
Kurze Röcke gehören für mich genau in diese Kategorie.
Nicht, weil ich sie unbequem fände oder unpraktisch. Sondern, weil sie mit Bewertungen aufgeladen sind. Bewertungen, die sich irgendwann festgesetzt haben und erstaunlich langlebig sind. Ich merke immer wieder, dass ich mich aktiv daran erinnern muss, dass solche Sätze aus der Vergangenheit heute keinen Einfluss mehr auf meinen Look haben sollten. Und wenn ich genau darüber nachdenke, dann schließt dieser Blogpost fast nahtlos an den Beitrag der letzten Woche an.

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Kurze Röcke im Winter sind für mich ganz normal

Ich trage kurze Röcke im Winter gerne. Nicht als Statement, nicht aus Trotz und nicht, um irgendwem irgendetwas zu beweisen. Sondern schlicht, weil ich sie mag.

Im Winter bekommen kurze Röcke durch Strumpfhosen, Stiefel und Materialien für mich eine ganz andere Wirkung als im Sommer. Sie wirken angezogener, ruhiger und oft sogar stimmiger. Feine Strumpfhosen sind dabei kein notwendiges Übel, sondern ein zentrales Stilmittel. Sie verbinden Farben, bringen Ruhe in einen Look und sorgen dafür, dass ein kurzer Rock im Winter genau dort ist, wo er hingehört.

Und trotzdem kenne ich dieses kurze Zögern. Dieses Innehalten vor dem Spiegel. Dieses Abwägen, das eigentlich gar nichts mit dem Outfit zu tun hat.
Denn wenn mich eine Hose breiter wirken lässt, als ich bin, was bedeutet das? Und für wen? Und warum soll das überhaupt ein Problem sein?

Ich ziehe heute an, was mir gefällt,
nicht, was alte Kommentare vorschlagen.

Bewertungen setzen sich fest, auch wenn man sie längst hinterfragt

Ich weiß, dass solche inneren Stimmen selten aus dem Nichts kommen. Irgendwann hat jemand etwas gesagt. Vielleicht beiläufig, vielleicht gut gemeint, vielleicht völlig unbedacht. Ein Kommentar über Knie, Beine, Proportionen oder Gewicht. Und auch wenn man in dem Moment vielleicht nicht einmal verletzt war, bleibt manchmal etwas davon hängen.
Nicht als klare Erinnerung, sondern als Gefühl. Als Unsicherheit. Als Gedanke, der sich meldet, bevor man überhaupt bewusst entscheidet.
Ich merke bei mir selbst, dass ich mich immer wieder aktiv daran erinnern muss, dass diese Bewertungen nicht bestimmen sollten, was ich trage. Dass sie nichts mit meinem heutigen Körper, meinem Stil oder meinem Geschmack zu tun haben. Und dass sie vor allem kein Maßstab sind.

Ich trage kurze Röcke im Winter mit feiner Strumpfhose und Stiefeln, kombiniert zu einem schlichten, winterlichen Outfit.

Knie, Perspektiven und warum ich gelernt habe, Details weniger ernst zu nehmen

Wenn ich mir die Bilder anschaue, die ich heute zeige, sehe ich vor allem Bewegung. Unterschiedliche Haltungen, unterschiedliche Momente. Mal wirken die Knie präsenter, mal weniger. Je nachdem, ob ich stehe, gehe oder mich bewege.
Das ist kein Trick und auch keine Erkenntnis. Das ist einfach Realität.
Körper sind nicht statisch. Sie verändern sich mit jeder Bewegung, mit jedem Schritt, mit jedem Blickwinkel. Und trotzdem ertappe ich mich immer wieder dabei, einzelne Details zu überbewerten. Als müssten sie in jedem Moment „richtig“ aussehen.
Heute versuche ich, das bewusst loszulassen. Nicht immer perfekt, aber immer öfter.

Warum kurze Röcke oft mehr über Gedanken als über Beine erzählen

Ich glaube inzwischen, dass viele Kleidungsstücke nicht an der Passform scheitern, sondern an alten Gedanken. An Bewertungen, die wir übernommen haben und die wir weiter mit uns herumtragen, auch wenn sie längst nicht mehr zu uns passen.
Kurze Röcke im Winter sind für mich deshalb ein gutes Beispiel. Nicht, weil sie mutig wären, sondern weil sie zeigen, wie schnell man sich selbst einschränkt, ohne es zu merken.
Ich ziehe sie heute an, weil sie Teil meines Stils sind. Nicht, weil ich irgendetwas überwunden hätte, sondern weil ich mir immer wieder bewusst mache, dass alte Kommentare nicht entscheiden dürfen, was in meinem Kleiderschrank Platz hat.

Strumpfhosen, kleine Routinen und Dinge, die mir den Alltag erleichtern

Wenn ich kurze Röcke im Winter trage, spielen Strumpfhosen für mich eine große Rolle. Ich mag feine Materialien und gehe entsprechend sorgsam damit um. Dazu gehört für mich auch, Feinstrumpfhosen mit Butlerhandschuhen anzuziehen. Das mache ich schon immer, einfach, weil es das Material schont und Laufmaschen vermeidet.

Wer sich diese Butlerhandschuhe anschauen möchte, findet sie zum Beispiel hier bei Amazon (Affiliatelink) – das Paar habe ich mir gerade gekauft. Schon vor einiger Zeit, habe ich dem Thema Strumpfhosen außerdem einen eigenen Blogpost gewidmet, in dem es um Pflege, Aufbewahrung und einen entspannten Umgang mit feinen Materialien geht. Wer mag, kann ihn hier nachlesen.

Kurze Röcke im Winter als Teil meines persönlichen Stils, kombiniert mit Strumpfhose und winterlichen Materialien.

Nicht jeder Gedanke darf mitentscheiden

Ich sage ja nicht, dass wir alle Moderegeln über Bord werfen sollen. Ich nutze sie selbst noch. Sie können hilfreich sein. Orientierung geben. Sicherheit schenken. Aber ein vorteilhaftes Outfit ist eben nur eine Option, nicht die Voraussetzung für Stil.
Denn Stil entsteht nicht dort, wo wir uns optimieren, sondern dort, wo wir uns trauen, wir selbst zu sein.
Manchmal ist das klassisch.
Manchmal rebellisch und
manchmal elegant.
Manchmal… Hose-in-Stiefeln-einfach-weil’s-geht.
Und vielleicht ist genau das die Pointe:
Es gibt keinen besseren Look, als den, der sich nach Persönlichkeit anfühlt. Nicht den, der nur nach Vorteil aussieht.

Ich zeige kurze Röcke im Winter kombiniert mit feiner Strumpfhose und Stiefeln in einem schlichten Outfit.

Was trägst du nicht mehr – und warum eigentlich?

Gibt es ein Kleidungsstück, das du eigentlich magst, das aber viel zu lange im Schrank hängt, weil sich irgendwann eine Bewertung festgesetzt hat?
Mich interessiert wirklich, was bei euch da manchmal mitredet.

Danke von Herzen, dass du dir die Zeit genommen hast, hier mitzulesen und vorbeizuschauen. Das weiß ich sehr zu schätzen. Ich wünsche dir einen schönen und entspannten 3. Advent.

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Details – werbung:

Ich zeige kurze Röcke im Winter kombiniert mit feiner Strumpfhose und Stiefeln in einem schlichten Outfit.
  • Rolli: Intimissimi – via About you (Affiliatelink) – ich mag die kleinen Glitzerpartikel und liebe die Passform dieser Teile.
  • Rock: &otherStories – ist jetzt im Sale und ich finde mit einem Wollanteil von 70% ein echt tolles Schnäppchen – hier zu finden (Affiliatelink)
  • Strumpfhose: Falke – brenda ist in allen Variationen von matt bis glänzend die schönste dunkelbraune Strumpfhose – hier beim Breuni (Affiliatelink).
  • Mantel: stammt aus einer Koop mit THE BRITISH SHOP und ich liebe diesen Mantel.

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6 Kommentare

  1. Guten Morgen!
    Ein kurzer Rock sieht gern ein bißchen preppy, ein bißchen nach Oberprima aus. Aus meiner Wortwahl kann man herauslesen, wie alt ich bin, stimmt’s? Ich bin 75. Und ich habe schöne Beine. Vor einiger Zeit habe ich mir einen pfeffer-und-salzfarbigen Woll-Blazer gekauft, den ich sehr gern trage: über einem Pünktchen-Maxi-Hemdblusenkleid, zur schwarzen Fake-Lederhose, zur Jeans. Da fiel mir beim Durchscrollen der Rock ins Auge: zwei Falten links, gleiches Material, gleiche Firma, kurz, um nicht zu sagen: Mini. Ein paar Tage hing er zögerlich im Schrank. Ein erster Versuch mit Pulli und Overknees fiel nicht zu meiner vollständigen Zufriedenheit aus. „Ich sehe aus, als müsste ich die Strassenbahn noch kriegen, um nicht zu spät zur Schule zu kommen“.
    Ich trage sehr gern Röcke, aber kaum kurze.
    Ein paar Tage hat es noch gedauert, aber dann war ich mit mir selbst einverstanden: schwarze blickdichte Strumpfhose, schwarze Uggs, schwarzer, lockerer Pulli und dazwischen der pfeffer-und-salzfarbene Rock. Hej! Man sieht, wie schön meine Beine sind!
    Wünsche einen schönen dritten Advent!
    Tine

  2. Liebe Conny,

    heute finde ich mich absolut in Deinem Blogbeitrag. Kurze Röcke im Winter mit tollen Strumpfhosen sind absolut mein Ding.
    Nachdem man mir „Schrumpelknie“ im Sommer nachgesagt hat, trag ich im Sommer eher lange Röcke.
    Was ich mir aber nicht ausreden lasse, sind meine boyfriend Jeans! Auch wenn jemand mal sagte „die tun absolut nichts für Dich“ lieb ich sie, weil ich mich drin wohl fühle!
    Hab einen schönen Sonntag und liebe Grüße!

  3. Liebe Conny,
    Danke für die Beiträge. Ich freue mich immer auf die kleine Sonntagslektüre 😉
    Blogbeiträge sind mir so viel lieber als Instagram.
    Zum heutigen Thema, meine etwas kräftigeren Waden verschwinden im Winter in kniehohen Stiefeln. Das in Kombination mit einer Strumpfhose macht einen kurzen Rock definitiv wintertauglich und ich fühle mich wohl. Was der Rest so denkt ist mir zwischenzeitlich egal und es allen recht machen zu wollen ist nicht mein Job.
    Nochmal Danke für die Beiträge mit der ein oder anderen hilfreichen Info und / oder Empfehlung.
    Ich wünsche weiterhin eine schöne Weihnachtszeit.
    Silvia

  4. Liebste Conny,
    „Es gibt keinen besseren Look, als den, der sich nach Persönlichkeit anfühlt…….“
    Welche ein Statement!!
    Das unterstricht Ihren unglaublich elegant femininen Auftritt…….
    Ihr wonderfuller Haircut,
    das reizende Rot Ihrer Lippen,
    der formenbetonende Rolle,
    der „perfektsitz“ Rock,
    die sinnlichfeinen Strumpfhosen und die maximegaoverhotsexy Stiefelchen mit fast geilem Absatz.
    Wünsche Ihnen einen gehaltvolllieben 3. Advent.
    Herzlichste und liebste Grüße
    Ihr Gert

  5. Liebe Conny,
    das Thema kann ich sehr gut nachvollziehen. So hat man immer mal wieder Unsicherheiten und auch welche, die sich bei manchen Kleidungsstücken festsetzen. Trotzdem denke ich das Wichtigste ist, dass man sich wohlfühlt! Dein Look gefällt mir so gut und sieht klasse aus!
    Liebe Grüße Marina

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