conny doll lifestyle: Kann nachhaltige Mode stylish sein? Dieses Label solltet Ihr kennen! Fitbuddha, Hoodie, Sommerlook, Sandalen, Shorts
Gedanken über Nachhaltigkeit

Kann nachhaltige Mode stylish sein? Dieses Label solltet Ihr kennen!

Hier über nachhaltige Mode zu lesen, ist für die alten Hasen nicht so neu. Eigentlich wollte ich ganz zu Anfang meiner Bloggerzeit viel mehr und öfter über nachhaltige Mode schreiben. Doch leicht ist das nicht, weil irgendwie mit einem permanent schlechten Gewissen verbunden. Ganz im Sinne meines Blogposts der vergangenen Woche – auch wenn wir nachhaltige Mode kaufen; es bleibt Konsum. Denke ich also ganz ernst über dieses Thema, dann dürfte also kein Modeblogger, keine Modebloggerin überhaupt über nachhaltige Mode schreiben. Denn am Nachhaltigsten ist es überhaupt nichts zu kaufen… also vor allem keine Kleidung und auch keine Schuhe. Allerdings von 100 auf Null, halte ich in etwa für so unrealistisch wie manche Diäten. Schließlich war Einkaufen irgendwie schon immer eine besondere Sache.

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Und ich glaube, mit dieser Denke bin ich nicht alleine…. Ich erinnere mich da noch gut daran. In meiner Kindheit war der Kleidungseinkauf eine echt besondere Sache. Damals war der Begriff „nachhaltige Mode“ noch nicht erfunden und vielleicht auch nicht notwendig. Wir gingen eh nur zwei Mal im Jahr einkaufen. Ganz klassisch für Frühling/Sommer und Herbst/Winter. Gekauft wurde da aber nur, was irgendwie nötig war. Klar – schließlich haben Kinder die Eigenschaft ständig aus ihren Sachen rauszuwachsen. Außerdem hatte ich zwei ältere Schwestern und eine Oma, die Schneiderin war – da wurde also noch weitergegeben und repariert. Rauswachsen ist im Erwachsenenalter wohl eher kein großes Thema mehr. Ich jedenfalls bin schon seit langem aus nichts mehr herausgewachsen. Klamotten habe ich aber trotzdem gekauft. Und auch nicht nur zwei Mal im Jahr!

Nachhaltige Mode war kein großes Thema

Denn auch wenn wir früher nicht oft einkaufen gewesen sind. Mode und Stil spielten in meiner Familie schon immer eine große Rolle. Ich blätterte total gerne durch die Modestrecken der „Madame“ und der „Burda“ und träumte davon, später auch mal so gekleidet zu sein. Schaue ich mir die Entwicklung der Modeindustrie so an, dann war ich wohl nicht das einzige Mädchen, das diesen Wunsch hegte. Und kaum verdiente ich mein eigenes Geld, trug ich einen großen Teil davon in Fastfashionläden. Aber ich glaube, auch dieser Begriff war damals noch nicht erfunden. Der Textilschwede kam irgendwann in den Neunzigern in Augsburg an, wenn ich mich recht erinnere… Für mich war das damals eine modische Offenbarung. Endlich gab es Mode zu der ich mich altersmäßig zugehörig gefühlt hatte und die ich bezahlen konnte. Außerdem war die Kleidung nah an den Fashionstrecken aus den Modemagazinen.

Kritische Stimmen gab es ab wann?

Über Kopien oder nachhaltige Mode habe ich mir damals keine Gedanken gemacht. Letztlich habe ich den Unterschied auch nicht wirklich verstanden. Mir war in meinem jugendlichen Leichtsinn gar nicht klar, dass diese Kleidung in Asien produziert wurde. Ich dachte der Hennes&Mauritz, so hieß er damals noch, kommt aus Schweden und demzufolge kommt die Kleidung eben auch von dort. Die Zusammenhänge zwischen Produktions- und Lohnkosten und dem Preis, den ich dafür bezahlt habe, stellte ich nicht wirklich her. Okay auf diese Naivität kann sich heute wahrscheinlich niemand mehr rausreden. Allerdings wüsste ich zu gerne, ab wann genau es zu diesen Produktionsbedingungen erste kritische Berichterstattungen gegeben hatte. Heute gibt es genug Artikel, die sich darüber finden lassen und spätestens seit dem Einsturz des Rana Plaza Gebäudes ist das Thema bei der breiten Masse angekommen.conny doll lifestyle: Kann nachhaltige Mode stylish sein? Dieses Label solltet Ihr kennen! Fitbuddha, Hoodie, Sommerlook, Sandalen, Shorts

Man kann auch klein soziale Projekte unterstützen

Und ja bei mir findet da ein Umdenken statt – doch der Wunsch nach Modetrends ist bei mir fast noch genauso ausgeprägt, wie früher. Allerdings versuche ich mehr auf nachhaltige Mode zu setzen. Auch, wenn uns Modebloggern in diesem Artikel vorgeworfen wird, wir würden das Thema fair fashion pervertieren. Also genauer gesagt ist da die Rede von Influencern – aber ich bin der Meinung, das schenkt sich nichts. Journalistinnen bzw. Journalisten könnten also komplett in Fast Fashion gekleidet einen moralischen Artikel über die Perversion von Influenermarketing für nachhaltige Mode schreiben. Schönen Dank auch! Ich frage mich, was falsch daran sein soll, nachhaltige Modelabels vorzustellen. Schließlich gibt es auch Menschen, die versuchen, mit ihren Projekten die Welt zu einem besseren Ort zu machen und Ungerechtigkeiten auszugleichen. Möglicherweise sind das kleine Pläne – aber auch davon bin ich überzeugt – es reicht klein zu sein. Denn nur dann können noch die Menschen im Vordergrund stehen und nicht die Gewinnmaximierung.

Fitbuddha – nachhaltiges Modelabel aus München

Klein, fein und menschlich ist für mich Fitbuddha. Ein Modelabel, das ich gerade ganz neu entdeckt habe. Gegründet von einer Journalistin aus München, die eigentlich gar kein Fashionlabel gründen wollte. Das sind bestimmt die besten Voraussetzungen. Aufgrund ihren Erfahrungen als Journalistin in Krisengebieten, wollte sie nicht länger nur Beobachterin sein, sondern aktiv unterstützen. Mit ihrer nachhaltigen Mode bringt sie Frauen in türkischen Dörfern wieder in ein Beschäftigungverhältnis und stärkt damit deren Unabhängigkeit. Wenn Ihr mehr darüber wissen wollt, findet Ihr hier ein interessantes Interview mit der Gründerin Senada Sokollu. Und nebenbei bemerkt, die nachhaltige Mode von Fitbuddha ist echt stylish. Tolle Muster, leuchtende Farben und interessante Schnitte.

Fitbuddha – I love it

Vielleicht ist bei Fitbuddha nicht jedes Teil alltagstauglich – aber darauf kommt es ja auch nicht an. Mein Hoodie ist auf alle Fälle ein perfekter Begleiter an frischen Abenden und im nahendem Herbst. Ganz sicher habt Ihr ihn heute nicht zum letzten Mal gesehen. Ihn gibt es übrigens noch in creme gestreift. Auch eine tolle Farbe. Besonders witzig finde ich die überlangen Ärmel… Die kann man super krempeln oder auch kalte Hände darin verstecken… I love it… Und ich weiß, dass von Euch Einige so denken wie ich… Was mich aber sehr interessiert, ist Euer Verhältnis zur Mode? Seid Ihr auch über so einen langen Zeitraum so modeverrückt wie ich – oder habt Ihr Eure Liebe erst spät entdeckt? Einen entspannten Sonntag wünsche ich Euch <3


Pullover: Fitbuddha –Fitbuddha – striped Hoodie
Top: Greentee – auch nachhaltig und aus München. Gekauft habe ich es beim Sego-store. Dort ist es noch verfügbar.
Schuhe: Bata – die sind wirklich schon ein paar Jahre alt
Shorts: LTB – ist jetzt vielleicht zwei Jahre alt – eine hübsche, hellblaue Shorts habe ich von Sisters Point bei About youShorts habe ich von Sisters Point bei About you (Affiliatelink) ausgegraben
Rucksack: stammt aus meiner Kooperation mit BRITISH Shop und ist diesen Sommer meine Lieblingsbegleiter:


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8 Comments

  • EvelinWakri

    Bezaubernd liebe Conny! Dein Look ist erfrischend und jugendlich. Umso schöner, wenn noch Nachhaltigkeit dabei ist. Mit Nachhaltigkeit shoppen wird uns nicht leicht gemacht, da es die meisten Labels nur online gibt und kaum in Shops. Ich habe mir zur Devise gemacht, was ich nicht Vorort bekomme, das brauche ich nicht. Natürlich gelingt auch das nicht immer, aber dann bestelle ich es nicht bei den Fashionstores sondern aus Boutiquen. Über Nachhaltigkeit müssen wir immer mehr nachdenken und darauf achten. Super Beitrag.
    Liebe Grüße EvelinWakri

    • Conny

      Das freut mich arg liebe Evelin… und ich finde die Herangehensweise mit Shopping vor Ort grandios… Schließlich ist der Versand von „wasauchimmer“ niemals gut fürs Klima… Doch manche nachhaltige Labels können nur auf dem Versandweg arbeiten…, denn das birgt ja auch Chancen… bevor die Waren vor Ort vertrieben werden dauert es wahrscheinlich noch eine Weile… Hab nen schönen Sonntag, lieber Gruß – Conny

  • Birgit

    Liebe Conny, ich finde, man kann nicht oft genug über Nachhaltig bei Mode und Kosmetik schreiben. Leider habe ich das Gefühl, dass die meisten Fashionbloggerinnen (leider darunter auch viele ü40) hauptsächlich Fast Fashion präsentieren. Wie sollten sie ansonsten die immer neueste Mode, jeden Tag ein neues Outfit, finanzieren können?
    Herzlichen Dank für deinen Tipp. Ich bin gerade auf der Suche nach Öko-Labels, die stylische Mode anbieten.
    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag, herzliche Grüße
    Birgit
    Fortyfiftyhappy.de

    • Conny

      Liebe Birgit, ich schätz, das hat was mit Angebot und Nachfrage zu tun… Und ich glaube, dass die Konsumentin am Ende nicht ständig darauf hingewiesen werden möchte, dass das Verhalten nicht ganz so toll ist. Und sieht man andere bei ….ara oder Z&A einkaufen, dann entschuldigt dies das eigenen Verhalten….
      Deswegen versuche ich, als „normale Bloggerin“, denn ich zeige ja auch Fastfashion – aber nicht übermäßig… auch nachhaltige Mode zu präsentieren und hoffe mir gelingt es damit, ein Bewusstsein zu wecken. Danke für Deinen Kommentar und noch einen schönen Sonntag…

  • Hasi

    Ich nochmals, auch wenn ich vorhin schon bei Deinem letzten Beitrag kommentiert habe 😋. Ich muss ja auch zugeben, Kleidung bzw. Mode ist für mich ebenfalls schon lange ein spannendes Thema – und es ist ja auch immer wieder hochinteressant, was man da so alles rausholen kann. Früher in der „Wachstumsphase“ sind wir von den Eltern ebenfalls zweimal ins Jahr ins Auto gepackt worden und durften uns dann in der nächsten großen Stadt ein paar neue modische Sachen rauspicken – yepp, das war dann wirklich immer ein textiles Highlight! Und je älter man wird, desto wichtiger wird ja in der Tat die geschickte Wahl der Kleidung und der pfiffigen Ergänzungen. Dein Outfit heute mag ich wieder sehr, der Ringelhoodie ist ja echt süß!! Nachhaltige Mode hatte ja früher gerne mal so ein Öko-Image, aber man sieht, da kann sich mittlerweile anscheinend so was von täuschen. Ich nehme es mir daher ja immer wieder vor, ich muss in dem Bereich echt mehr herumstöbern…!

    Nochmals schöne Grüße 🌞
    Hasi

    • Conny

      Liebe Hasi, ja, ich glaube die meisten unserer Generation sind noch genauso eingekleidet worden. Umso verwunderlicher ist eigentlich, dass wir, was das betrifft nicht wieder „back to the roots“ finden. Oder, dass zum Beispiel die nachfolgende Generation das nicht vollkommen ablehnt… Okay Greta Thunberg macht das – aber auch, wenn Ihr Engagement wichtig ist, ich bin mir nicht sicher, ob sich viele 16-Jährige mit ihr identifizieren können. Ich muss mich beim Thema NAchhaltigkeit auf jeden Fall auch an der eigenen Nase packen. Allerdings versuche ich besser zu werden… Und wenn mir ein nachhaltiges Label über den Weg läuft, dann berichte ich darüber, weil ich es wichtig finde, denn auch, wenn zu viel Konsum nicht gut ist… Wenn die nachhaltigen Labels keiner kennt, können sie sich auch nicht halten… Denn eine Platzierung bei Zalando oder sonstwo kann sich kein kleines Label leisten…. Danke auch für Deinen Kommentar bei meinem Freitagsbeitrag… ich war auch total begeistert von Sarahs Blog… Mir imponiert die sachliche Herangehensweise ohne Hype und ohne Verriss… Mich nervt zuweilen nämlich diese Inhaltstoffdiskussion schon sehr… da kommt das nüchterne Wiki für mich gerade recht… Denn Du hast natürlich recht… Gute Inhaltsstoffe sind wichtig, aber nicht jeder Stoff ist gleich so schlecht, wie er manchmal gemacht wird… Mich nerven so Pauschalaussagen – aber das gilt für alle Lebensbereiche… Mir san doch da net am Stammtisch… 🙂 🙂 🙂
      Einen wunderbaren Sonntag wünsche ich Dir noch, lieber Gruß – Conny

  • Hasi

    *lach* INCIs als Glaubenbotschaft, nicht wahr? Aber das ist heute irgendwie überall so, egal bei welchem Thema – vieles wird schnell unheimlich aufgebauscht und dogmatisiert. Manche bekommen ja schon leichte Schnappatmung, wenn eine Zahnpasta Fluorid enthält oder eine Creme geringe Mengen an Alkohol als Konservierungsmittel. Herrje. Vor allem, da Alkohol ja eh gleich verdunstet… Und Fluorid hilft nun mal lt. Studien (und meinem Zahnarzt) hervorragend gegen Karies. Man muss jedenfalls schon immer auch sehr sorgfältig prüfen bzw. abwägen, was man liest. Je kategorischer jemand ist, desto mehr Vorsicht ist natürlich dann oft auch angebracht… Und ich muss auch selbst sagen, Deo, Zahnpasta, Mascara und Parfüm sind z.B. bei mir nach wie vor konventionell – weil es einfach für mich bislang noch keine bessere Alternative gibt. Genauso wie ich als Sonnencreme für das Gesicht bislang immer noch lieber eine chemische Variante verwende…

  • Barbara

    Liebe Conny,
    das Thema ist wichtig und es ist gut darüber zu schreiben.
    Aber von 0 auf 100 geht natürlich nicht. Kleine Schritte führen auch zum Ziel. Erst mal lernen und bewußt machen und dann selbst entscheiden und umsetzen. Es ist ein Prozeß.
    Mode macht Spaß und das soll es auch tun. Ich kann mich aber bewußt für Qualität statt Quantität entscheiden, weg von Wegwerfprodukten, ich kann mich für in Europa produziertes entscheiden, ….
    LG Barbara

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