conny doll lifestyle: Eine Sonntagspredigt zum Feminismus und UGGs im Schnee, Winterlook, Mantel, beige, Blazer, Marc O'Polo, grau, braun, Rollkragenpullover
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Eine Sonntagspredigt zum Feminismus und UGGs im Schnee

Okay, mit dem Schnee bin ich durch… der kann mich mal im Wald besuchen. Ojeee – nope lieber nicht. Ich befürchte, er würde diese Einladung wirklich annehmen. Und wenn das so wäre, dann würde ich den Schnee mitsamt seinen Freunden Eis und Kalt zu einem Platz mit viel Sonne einladen. Da könnten die Genossen dann dahinschmelzen vor Freude… Aber wie gesagt, ich bin durch mit dem Thema… zumindest heute. Denn es ist Zeit für eine Sonntagspredigt und da widme ich mich heute dem Feminismus anhand eines Praxisbeispiels. Nein Leute, nicht gleich wegklicken – ich finde das Thema wirklich total superoberwichtig… Denn ich glaube, unsere Generation steckt voll in der sog. „Traditionalisierungsfalle“ und viele denken, wir sind alle schon feministisch genug. Ich dachte das auch. Beim Outfit hat heute auch wieder der Winter die Hosen an und deshalb steh ich mit UGGs im Schnee.

Feminismus und UGGs

Eigentlich weiß ich gar nicht, wo ich heute anfangen soll. Denn wenn ich den Anfang wähle, dann tut es mir leid, dann könnt Ihr heute nix anderes mehr machen, außer meinen Blog lesen. Aber Beiträge in epischer Länge will ja auch keiner lesen. Aber ich glaube, damit dieser Blogpost Sinn macht, ist ein Anfang am Anfang irgendwie wichtig. Allerdings gibt es für meinen Feministen-Beitrag gar keinen richtigen Beginn. Es ist schon einige Woche her, da hörte ich im Radio eine Umfrage. Es ging darum, wie sich junge Frauen, die gerade in der Schule, im Studium oder der Ausbildung stecken, ihre berufliche und familiäre Zukunft vorstellen. Insofern wurde also auch nur diese Zielgruppe befragt. Junge, zuweilen auch sehr junge Frauen. Die Antworten haben mich echt etwas ratlos zurückgelassen.

Mutti bleibt zu Hause

Fast jede der befragten Frauen würden für die Kinder ihren Job an den Nagel hängen. Denn Kinder bräuchten auf jeden Fall ihre Mutter und es ging sogar noch weiter, denn schließlich wäre es völlig nachvollziehbar, dass eher die Frau zu Hause blieb. Schließlich würden die in der Regel eh weniger verdienen, als der Mann. What? Ernsthaft? Hätte das nur eine der Damen zum Besten gegebenen, hätte ich gedacht: „armes, verirrtes Schäfchen“. Aber im Grunde hat sich jede junge Frau auf die genau gleiche Weise geäußert und vielleicht ein oder zwei wollten ihrem Job auch mit Kindern noch nachgehen. Ja, ja man könnte nun sagen, soll doch jeder nach seiner Fasson selig werden und ich solle mich darüber nicht aufregen. Schließlich hätten die Frauen ja eine selbstbestimmte Wahl getroffen bzw. beabsichtigen eine selbstbestimmte Wahl zu treffen. Und ist es nicht die „Selbstbestimmung der Frau“ für die der Feminismus auch steht?

Feminismus ade

Möglich und ja, vielleicht entscheiden dass die Mütter der Zukunft auch aus freien Stücken. Aber schon davon auszugehen, dass der Mann später mehr verdienen wird, finde ich ziemlich – mit Verlaub – bescheuert. Und auch relativ weit weg von selbstbestimmt. Außerdem wird sich mit dieser Einstellung daran auch in Zukunft nichts ändern. Wie denn auch, wenn die nachfolgende Müttergeneration heute schon alles als gegeben hinnimmt? Eigentlich bin ich keine Feministin – das dachte ich zumindest immer. Merke aber, dass mir derlei Aussagen zutiefst zu wider sind. Möglicherweise haben die jungen Damen diese ganze Sache nicht zu Ende gedacht oder haben eine sehr romantische Vorstellung von dieser Mutter-Vater-Kind-Sache. Ich weiß auch nicht, ob es erstrebenswert ist, sich den Rest seines Lebens in eine finanzielle Abhängigkeit zu begeben. Und nichts anderes wäre es, wenn man sich schon freiwillig entscheidet, Vollzeit die häusliche Kinderbetreuung zu übernehmen. Feminismus ade…

Der Papi – ein Samenspender

Plus dem, was da alles so dranhängt. Das Haus in Ordnung halten, die Wäsche machen und Kochen… Schließlich ist Frau eh schon zu Hause und hat eh nüscht zu tun… Außer dieses Bisschen Kinder beaufsichtigen. Willkommen im Jahr 1950… Nur haben wir im Hier und Heute ein kleineres Einkommen zur Verfügung, wenn nur der Mann die Kohle nach Hause bringt. Im Raum München mit nur einem Gehalt über die Runden zu kommen, stelle ich mir sehr schwierig vor. Es sei denn der Mann hat eine Führungsposition und hat einen hohen Verdienst. Denn die Frau wird eine solche Führungsposition wohl eher nicht bekleiden – schließlich hat sie immer noch das Handicap mit den Kindern. Was ich an dieser Sache nach wie vor nicht kapiere, ist der Umstand, nur weil Frauen, die Kinder bekommen können, sind sie dann auch alleine für sie zuständig? Der Mann fungiert gesellschaftlich dann also nur als Samen- und Geldspender?

Die Mutti – hat ein Jodeldiplom

Wäre ich ein Mann und das wären meine gesellschaftlichen Familienaussichten – mir würde das nicht gefallen. Zumal das Wort „Vater“ mitsamt seiner Bedeutung da wenig mit zu tun hat. Rein rechtlich oder biologisch, also rechtsbiologisch wird man Vater aufgrund seiner Samenspende und Mutter, am Ende eines zehnmonatigen Zeitraums… Thats it… und danach geht der Papi arbeiten und die Mutti bleibt zu Hause und sorgt für eine kuschelige Höhle und wohlerzogene Kinder. Sind die dann volljährig und gehen ihre eigenen Wege, kann die Mutti dann ja auch noch für deren Höhlen sorgen (sofern sie darf) oder/und ein Jodeldiplom machen. Dann hat sie auch was Eigenes. Der Papi hingegen hat irgendwann die Schnauze voll von seiner „langweiligen Alten“ (ich hoffe, Ihr verzeiht mir diesen Ausdruck), weil die ja immer nur zu Hause hockt und verteilt im schlimmsten Fall weitere Samenspenden…. Ja, ich weiß, das ist überspitzt ausgedrückt.

Damen für den Kuchenverkauf

Aber ich denke, Ihr wisst worauf ich hinaus möchte. Und ich glaube, ich bin an dieser Entwicklung auch nicht unschuldig… Also natürlich nicht im Großen – aber im Kleinen, im Alltag. Denn irgendwie lassen wir uns alle in zugedachte Rollenbilder pressen. So wie ich kürzlich… Also nicht persönlich… Aber als Mitglied einer Gruppe – der Fußballgruppe. Die Whatsapp-Gruppe, in der wir sein müssen, weil unser Sohn Teil einer Fußballmannschaft ist. Und natürlich gibt es da einigen Abstimmungsbedarf… wie derzeit die Planung fürs Heimturnier. Da geht’s darum, wer beim Aufbau hilft und wer Kuchen mitbringt. Außerdem werden „Damen für den Kuchenverkauf“ benötigt. Das war die gewählte Formulierung und über die habe ich mich echt geärgert.

Vorgefertigte Rollenbilder

Allerdings auch nichts dagegen geschrieben… Darüber hab ich mich dann auch geärgert… Denn warum bitte können nur Damen Kuchen verkaufen? Aber hätte ich dieses Frage in die Gruppe geschrieben, hätten die Meisten im Stillen meinen armen Mann bemitleidet, der sich mit mir Emanze rumschlagen muss. Der hat zu Hause wahrscheinlich nichts zu lachen. Und ganz ehrlich, das würden sich nicht nur die Männer denken, auch die Frauen. Männer sind naturgemäß meist stärker als Frauen – aber nicht immer. Es gibt muskelbepackte Frauen, die durchaus in der Lage sind beim Aufbauen von Wasauchimmer zu helfen. Und mir sind schon männliche Wesen begegnet, bei denen hab ich das Gefühl, sie klappen auseinander, wenn sie eine Biergarnitur tragen sollen… Also sind Verallgemeinerungen immer irgendwie fehl am Platze… Und könnte es nicht vielleicht auch sein, dass ein Mann mehr Lust auf Kuchenverkauf hätte – das aber dann lieber nicht macht, weil ja Damen dafür vorgesehen sind??? Vorgefertigte Rollenbilder funktionieren ja auf beiden Seiten…

UGGs im Schnee

Ihr seht bei diesem Thema bleiben nur Fragen offen, aber vielleicht habt Ihr ja ein paar Antworten für mich? Bin ich da zu kleinkariert oder wie erlebt Ihr diese klassische Rollenverteilung im Alltag. Ist Feminismus in unserer Gesellschaft überflüssig? Ich würde mich wirklich freuen, wenn Ihr mir Euer Erleben erzählt. Übrigens finde ich UGGs passen ganz hervorragend zu diesem Thema – denn ich bin überzeugt, es gibt Männer, die sind davon überzeugt, dass Frauen sich nur anziehen, weil sie Männern gefallen wollen. Und nein, ich möchte nicht kategorisch ausschließen, dass das manchmal der Grund für einen gewählten Look ist… Aber wäre das immer so, hätten es früher die Moonboots und heute die UGGs oder Mous wohl auf keinen Fall so weit gebracht. Und ist Grau und Braun nicht eher eine Altherrenkombi… Mir doch egal… 🙂 Habt nen schönen und entspannten Sonntag…


Hose: Only – diese Jeans habe ich schon gefühlte 100 Jahre und die von S.Oliver kommt vielleicht ein bisschen in die Nähe…  (Affiliatelink)
Blazer: Marc O’Polo – ich habe ihn vor Kurzem im Outlet in Martinsried gekauft, ihn online allerdings nicht mehr gefunden – dafür aber diesen coolen Cordblazer
Pullover: H&M – bei OUI einen schönen Pullover gesehen – allerdings gefällt der mir bunt fast noch besser. Müsst Ihr mal vorbeischauen im Online-Shop von OUI (Affiliatelink).
Mantel: ??? – habe vergessen, wo ich ihn gekauft habe…
Schuhe: UGGs – ich habe meine nirgends gefunden… aber dafür ein paar blaue UGGs mit Schleife… die finde ich so genial und würde sie am liebsten sofort kaufen… Ich meine, sie sind blau…BLAU und beim Breuninger im Sale (Affiliatelink).
Kette: Martina Hamilton – eine irische Schmuckdesignerin mit dem schönsten Schmuck der Welt.

UND bitte nicht vergessen: Am Ende des Jahres möchte ich 25% meiner Affiliateeinnahmen spenden. Dir Organisation möchte ich mir mit Euch zusammen überlegen


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8 Comments

  • Ilka

    Liebe Conny,
    bei dem Radiobeitrag wäre mir wahrscheinlich der Dampf aus den Ohren gekommen. schlimm finde ich aber, dass viele junge Frauen wohl wirklich so denken. Verflixt, was ist da schiefgelaufen?
    Viele Grüße
    Ilka

    PS: bei und kein Schnee, nur Regen

  • Coryanne

    Hallo Conny,

    also erstmal: dein Outfit ist toll! Gefällt mir sehr gut. Und die Farbkombination auch sehr schön. Und dein Thema heute! Ja, das ist wirklich ein Thema ohne Ende. Also zuerst mal, die Sache mit dem Kuchenverkauf… Da haben wir (also ich war da in so einigen Gremien) vor 25 Jahren schon Helfer gesucht und keine Damen… Was die Umfrage angeht, wundert es mich schon. Ich kenne doch einige junge Mütter, die wieder arbeiten. Meine Schwiegertochter wird ein Jahr pausieren, mein Sohn nimmt auch Elternzeit (hat „sogar“ ihren Namen angenommen…, meine Erziehung!) und hat seinen Anteil an Haushalt und Familienarbeit ganz selbstverständlich. Meine Tochter, die Medizinerin ist, sollte natürlich auch weiterarbeiten, wenn mal Kinder kommen…

    Andererseits tun mir die kleinen Kinder leid, die schon morgens früh geweckt werden, um den Tag in der Kita zu verbringen… Es gab auch vor einiger Zeit einen Artikel, dass Kinder heute nicht mehr erzogen werden. In der Kita gibt es nicht genug Zeit für das einzelne Kind und zuhause haben die Eltern in der wenigen Zeit, die der Familie bleibt, keine Lust mehr dazu. Das Ergebnis: … nicht so toll … ! Das Thema ist also kein einfaches! Ich habe damals meinen Beruf ruhen lassen, war einige Jahre ganz zuhause und danach eigentlich immer nur Teilzeit beschäftigt. Diese Beschäftigungen habe ich dann wegen diverser Auslandsaufenthalte auch immer wieder aufgegeben, wieder was Neues gemacht… Dabei aber viel gelernt. Ein bisschen bereue ich es, keine klassische Karriere zu haben. Aber nur ein bisschen, wenn ich sehe, was aus meinen Kindern geworden ist, bin ich sehr stolz. Klar, man weiss nicht, wie es anders gekommen waere…

    So, ich möchte hier natürlich nicht mehr schreiben, als du in deinem Blogbeitrag 🙂 Gutes und wichtiges Thema auf jeden Fall! Einen schönen Sonntag und liebe Grüße nach München

  • Katja

    Hallo Conny,
    dein Winteroutfit gefällt mir super! Und meinem Mann ist es völlig wurscht, ob ich Uggs oder Pumps trage, er mag beides an mir. 😁😁
    Was deine Predigt betrifft, genau auf den Punkt gebracht! Mitte der Woche las ich einen Leserbrief bzgl. des vielen Schnees und den damit einhergehenden Beeinträchtigungen und da wurde die Frage gestellt, wie die Frauen es jetzt schaffen, die Kinderwägen durch den Schnee zu bringen. Mein erster Gedanke war: Wieso die Frauen? Was ist mit den Männern? Schieben die nicht, können die nicht, dürfen die nicht, wollen die nicht? Die Frage wurde zudem von einer jungen FRAU gestellt und da galt auch mein erster Gedanke, der vorgefertigten Rollenverteilung, in der viele hängenbleiben und diese bewusst oder unbewusst weitergeben. Und ja, an der Stelle bin ich sehr empfindlich und lege mich des öfteren mit meinen Mitmenschen an. 😊 Und meiner Tochter sage immer mal wieder, dass sie alles kann und darf, was auch ein Junge kann und darf, wenn Sie es denn will. Und umgekehrt soll das auch so sein. Auch das muss immer noch in den Köpfen vieler ankommen. Also muss man immer wieder darauf hinweisen. Z.B. in einer Sonntagspredigt. 😊

    Schönen Sonntag und viele Grüße
    Katja

  • Nicole Kirchdorfer

    Super schönes Outfit, liebe Conny! Was den Feminismus betrifft, so ist es glaube ich genau wie auf die Umwelt achten, mal abgesehen davon, dass das definitiv beide Geschlechter tun sollten. Ich meine damit, dass (in diesem Fall) jede Frau in Ihrem Rahmen oder Umfeld unabhängig und unangepasst sein sollte, sofern sie möchte. Ich persönlich bin seit 10 Jahren verheiratet und mir war die finanzielle Unabhängigkeit immer super wichtig, denn nur so kann ich zum Beispiel jederzeit alleine weitermachen, sollte es mal nicht mehr passen. Allerdings hab ich auch keine Kinder und dadurch wäre es für mich natürlich viel einfacher… Ich bin sehr gerne Frau und stehe drauf, wenn ich Komplimente bekomme, oder der Mann mir die Tür aufhält, dennoch fordere ich die gleichen Rechte, die Männer haben ein. In meinem persönlichen Umfeld bewegen sich eigentlich nur berufstätige Frauen, ganz egal ob mit oder ohne Kind und die von Dir beschriebenen jungen Frauen sind mir (zum Glück) fremd. Die jungen Frauen, meine Stieftochter eingeschlossen, die ich kenne wollen zwar Familie irgendwann, aber alle wollen ihre Ausbildung fertig machen und dann erstmal arbeiten, bevor sie über’s Kinderkriegen überhaupt nachdenken. Ansonsten bekämen sie es mit mir zu tun 😉
    Hab einen schönen Sonntag! Liebe Grüße, Nicole

  • EvelinWakri

    Erschreckend, aber wahr! Auch mir fällt es speziell bei uns in der Firma auf, da hoffen junge Frauen rasch schwanger zu werden und dann zu Hause zu bleiben, denn mit Kindern und Haushalt ist man ausgelastet. Unlängst fragte mich eine junge Mutter, wie alt mein Kind wäre und warum ich in meinem Alter noch arbeite. Als ich ihr erklärte, kinderlos zu sein und gerne berufstätig (naja nicht immer) sei! Meinte sie nur: Oh sie Arme, das muss ja schrecklich sein! Ok🤷🏼‍♀️ Aber irgendwie habe ich heute bei Deinen Beitrag einen dicken Hals bekommen, bei dem Absatz Damen gesucht für Kuchenverkauf! Holla die Waldfee, der Verein kann sich glücklich schätzen, dass ich Meilen entfernt bin, sonst hätte ich denen mal (Damen und Herren) fidelen Marsch geblasen.
    Also in Zukunft erwarte ich mir anstandsgemässe Kuchenverkaufslooks und nicht so geile (ups) Schneehaseninspirationen!
    Schönen Nachmittag meine Herzallerliebste Feministin und liebe Grüße EvelinWakri

  • Andrea

    Eine traurige Entwicklung, wenn die Umfrage wirklich repräsentativ war. Was ich nicht hoffe. Aber vielleicht haben diese jungen Frauen eben nicht gesehen, wie ihre Mütter „abgehängt“ wurden. Ich kenne das noch und finde es nach wie vor gruselig. Und überholt. Aber wenn ich darüber nachdenke, wie oft ich mich rechtfertigen musste als berufstätige „Karrierefrau“, vielleicht war dieses alte,Rollenbild nie raus aus den Köpfen.
    Wenn die Damen das dann alles so umsetzen, darf man darauf hoffen, dass sie stets glücklich verheiratet bleiben. Sonst sind sie die Kandidatinnen für das größte Armutsrisiko. Und das wünsche ich wirklich niemanden.
    Liebe Grüße
    Andrea

  • Kerstin Be

    Hallo liebe Conny,
    endlich findet sich die Zeit deinen Blog mal wieder zu lesen. Finde Geschlechterrollen wirklich immer wieder ein top diskutiertes Thema. Und das fängt allein schon beim Auto fahren an, wenn die Frage aufkommt wer fährt, und ich auf mein Fahrrecht beziehe, und er direkt es mit einem Augenrollen abtut. Letztes Mal ging es um den Aufbau des Billy Regals, wo der Herr sich nicht partout sich helfen lassen wollte, und ich mal paar Schrauben setzen wollte. War schon etliche mal Gesprächsstoff bei uns…aber dazu sind sie nun mal da um es aus der Welt zu bringen. Als ich damals schwanger war und wieder in den Beruf gegangen bin, ich gebe es zu..ich wollte nicht direkt arbeiten sondern hatte Gewissensbisse bezüglich meiner Tochter, und bin auf Halbtags gegangen und das auch nur von Montag-Mittwoch bis es sich auch als Home Office vereinbaren ließ. Ich muss sogar sagen, dass mein Mann mich dazu ermutigt hat, diesen Schritt zu tun und das schätze ich an ihn! Ich kann nur aus meiner Erfahrung reden. Aber super, dass nicht nur ich manchmal mich über solche Sachen den Kopf zerdeppere.

    Liebe Grüße,

    Kerstin

  • Nicole

    Liebe Conny,
    in den letzten Tagen hab ich immer mal über diesen Post nachgedacht.
    Meine Tochter ist zwanzig und weiß genau, wo sie nach ihrer Ausbildung mal hin will. Ich weiß, dass sie ihren Weg gehen wird und bin sehr stolz auf sie. Ob sie irgendwann Kind/er möchte, hat sie noch nicht entschieden. Von jemandem finanziell abhängig sein, will sie aber auf keinen Fall.
    Die jungen Frauen, die in die ‚alte‘ Rollenverteilung wieder hinein wollen, sind aber wahrscheinlich größtenteils mit berufstätigen Müttern aufgewachsen (meine Tochter auch, ich hab in Teilzeit gearbeitet). Vielleicht ist die Tatsache, dass Mama oft auf der Arbeit ist, aus Kindersicht nicht immer so schön. Es ist vielleicht weniger fehlender Feminismus als vielmehr die Sehnsucht nach einer Mutter oder einem Vater, der da ist, wenn man von der Schule nach Hause kommt?
    Ich finde, man sollte Wege finden, dass Väter und Mütter sich die Erziehung und die Berufstätigkeit teilen. Dann gäbe es die finanzielle Abhängigkeit nicht und für das Kind ist, wenigstens fast immer, ein Elternteil da.
    Wichtiges Thema, muss ich auch mal mit meiner Tochter besprechen!
    Liebe Grüße von Nicole (queeninsilver)