Wisst ihr, was lustig ist? Während ich mir nicht merken kann, wo ich meine Bildschirmbrille hingelegt habe, vergesse ich manche Dinge nie. Den Geruch der Zwetschgenknödel meiner Mutter. Den ersten Kuss. Oder das Gefühl, das erste Mal die Cowboy-Boots der großen Schwester anziehen zu dürfen.

Es muss Ende der 80er oder Anfang der 90er gewesen sein. Meine coole große Schwester hatte diese unfassbar lässigen Cowboy-Stiefel. Ich weiß nicht mehr, woher sie die hatte, aber ich weiß noch, dass ich sie vergöttert habe. Nicht nur die Stiefel, auch die Schwester. Irgendwann waren sie ihr zu klein oder zu uncool oder was auch immer und ich habe sie geerbt. In meiner Erinnerung, war das das erste Mal, dass ich etwas mit Freuden auftrug. Es war nämlich auch das erste Mal, dass ich ein Kleidungsstück nicht nur getragen, sondern gefühlt habe. Zu jedem Look habe ich diese Boots getragen. Ich habe sie geliebt, bis die Sohle so durch war, dass selbst der Schuster meiner Mutter nur noch mitleidig den Kopf geschüttelt hat. Hach ja, das waren noch Zeiten.

Und jetzt stehe ich hier, über 30 Jahre später, und trage wieder Cowboy-Boots. Nicht dieselben, aber das Gefühl ist verdammt ähnlich. Ein bisschen rebellisch, ein bisschen nostalgisch und verdammt bequem. Wer hätte das gedacht.

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Warum Cowboy-Boots nie wirklich weg waren (nur manchmal leiser)

Mal ehrlich: Cowboy-Boots sind wie die Rolling Stones. Sie touren seit Jahrzehnten durch die Modewelt, legen mal eine kreative Pause ein, aber verschwinden tun sie nie. Es gibt Phasen, da sieht man sie an jeder Ecke, kombiniert zu Blümchenkleidern auf Festivals oder zu Skinny Jeans in der Stadt. Und dann gibt es wieder Zeiten, da ziehen sie sich etwas zurück, sind nur noch auf dem Radar von echten Fans. Aber weg? Niemals.

Das ist das Schöne an echten Klassikern. Sie sind immun gegen das hysterische Auf und Ab der Trends. Ein Cowboy-Boot ist kein kurzlebiger Hype, der nach einer Saison wieder in der Versenkung verschwindet. Er ist ein Statement. Ein Stück Beständigkeit in einer Welt, die sich immer schneller dreht. Er sagt: „Ich weiß, wer ich bin. Ich muss nicht jedem gefallen.“ Vielleicht ist das der Grund, warum ich mich in ihnen wieder so wohlfühle. Und hey, in Texas, denke ich, ist der Cowboy-Boot einfach ein echt wichtiges Schuhwerk und nicht einfach nur ein stylishes Upgrade für einen Look.

Der lange Jeansrock: Ein Partner, der sich erst beweisen musste

Kommen wir zum zweiten Hauptdarsteller dieses Looks: dem langen Jeansrock. Und ich sags, wie es ist: Ich bin eigentlich kein Jeansrock-im-Alltag-Mensch. Lange Röcke und ich, das ist so eine Sache. Ich mache riesige Schritte. Immer. Und ein langer Rock – egal wie schön der Schlitz ist – schränkt mich da einfach ein. Der Schlitz an diesem Modell von Max Mara Weekend ist ehrlich gesagt auch eher Zierde als Funktion. Also nein, das ist kein Teil, mit dem man noch schnell die Straßenbahn erreicht.

Aber. Ich habe gerade so eine leicht angehauchte Westernphase. Und in Kombination mit den Cowboy-Boots von Zara sieht dieser Rock einfach verdammt gut aus. Das ist kein Alltagsoutfit, das ist ein Look. Und manchmal braucht man genau das: ein Outfit, das nicht praktisch ist, sondern einfach nur gut aussieht und sich richtig anfühlt. Die Boots geben dem Rock die nötige Lässigkeit, der Rock gibt den Boots eine Bühne. Zusammen ergibt das diesen Western-Vibe, der mich gerade so anspricht. Nicht alltagstauglich, aber alltagsfluchttauglich. Und das zählt manchmal mehr.

Western-inspirierter Frühlingslook mit Jeansrock, Cowboy-Boots von Zara und Cardigan von THE BRITISH SHOP

Cardigan und Bluse: Eine Liebeserklärung an die gute alte Qualität

Jetzt muss ich mal was klarstellen. Der Cardigan und die Bluse, die ich hier trage, sind beide von THE BRITISH SHOP. Und ja, beide stammen aus Kooperation mit dem britischen Versender. Schließlich gehört der Profi in Sachen britische Qualität schon seit bald zehn Jahren zu meinen festen Kooperationspartnern. Aber dieser Post hier ist KEINE bezahlte Werbung. Ich trage diese Teile, weil ich sie liebe. Punkt.

Und das ist für mich der beste Beweis für Qualität. Wenn man Stücke aus früheren Kooperationen immer und immer wieder aus dem Schrank holt, nicht weil man muss, sondern weil man will. Weil sie sich gut anfühlen, weil sie perfekt passen, weil sie auch nach der zehnten Wäsche noch aussehen wie neu. Das ist für mich Nachhaltigkeit. Nicht ständig Neues zu kaufen, sondern in Teile zu investieren, die bleiben.

Dieser Cardigan ist so ein Teil. Passt irgendwie immer: zu Jeans, über Kleider, zum Rock. Er schreit nicht, aber er macht jedes Outfit sofort ein bisschen besser. Genauso die Bluse. Klassisch, aber nicht langweilig. Und einfach ne mega Qualität. Das ist die Art von Mode, die ich mag. Verlässlich. Übrigens mag ich das nicht nur an Mode. Auch bei Menschen, weiß ich Verlässlichkeit sehr zu schätzen.

Die Jackenfrage: Leder oder Bomber?

So ein Look braucht halt eine Jacke. Kein großes Ding, aber trotzdem eine Entscheidung. Und weil ich mich nicht entscheiden konnte, habe ich den Look einfach mit zwei Jacken fotografiert.
Variante eins: die schwarze Lederjacke von Zara. Die ist aus der letzten Herbstkollektion und ich mag besonders, dass sie aussieht, als wäre sie uralt. Diesen Vintage-Vibe kann Zara einfach. Sie gibt dem Look eine gewisse Kante, nimmt dem braven Cardigan-Bluse-Kombi ein bisschen die Bravheit. Nicht mehr, nicht weniger.

Variante zwei: meine neue Bomberjacke. Die liebe ich nämlich auch. Sie macht den Look kompakter, moderner, ein bisschen sportlicher. Weniger Western, mehr City. Und ehrlich gesagt trage ich sie gerade zu fast allem, weil sie einfach zu allem passt.

Beide Varianten funktionieren, beide erzählen eine etwas andere Geschichte. Und genau das ist ja das Schöne an Mode: Manchmal reicht ein Jackenwechsel und du hast ein komplett anderes Outfit.

Styling-Tipps: So werden Cowboy-Boots alltagstauglich

Cowboy-Boots sind nur was für den wilden Westen oder das nächste Festival? Quatsch. Die Dinger sind vielseitig. Hier ein paar Ideen, wie man sie ganz ohne Pferd und Lasso im Alltag tragen kann:

  • Zu Kleidern: Die einfachste Variante. Egal ob kurzes Blümchenkleid oder langes Strickkleid. Cowboy-Boots funktionieren immer und geben dem Look eine coole Lässigkeit.
  • Über die Jeans: Ja, das geht wieder. Eine schmal geschnittene Jeans in die Stiefel stecken. Sieht super aus zu einem oversized Blazer oder einem dicken Pullover.
  • Unter weiten Hosen: Mein Favorit. Eine weite Stoffhose oder eine Marlene-Hose, die locker über den Schaft der Stiefel fällt. Man sieht nur die Spitze, aber es gibt dem ganzen Gang eine andere Attitüde.
  • Zum Rock: Wie hier gezeigt. Langer Jeansrock, kurzer Lederrock, schwingender Midirock: alles geht. Der Trick ist, mit den Proportionen zu spielen.

Am Ende gibt es eh nur eine Regel: Es muss sich für dich gut anfühlen. Wenn du dich darin wie eine verkleidete Country-Sängerin fühlst, lass es. Wenn du dich fühlst wie eine coole Sau (äh, pardon), dann ist es genau richtig.

Cowboy-Boots kombinieren im Frühling: Jeansrock mit Cowboy-Boots von Zara und Cardigan von THE BRITISH SHOP

Mehr als nur ein Schuh

Dieser Look ist für mich mehr als nur die Summe seiner Teile. Er ist eine kleine Zeitreise. Eine Erinnerung an meine Jugend, aber ohne den Zwang, alles wieder so machen zu müssen wie damals. Es ist die Erkenntnis, dass gute Dinge bleiben. Ob das nun die Liebe zu Cowboy-Boots ist oder ein Cardigan, der einfach nicht aus der Mode kommt.

Mode soll Spaß machen. Sie soll uns ein gutes Gefühl geben. Und manchmal, ja manchmal, erzählt sie sogar eine kleine Geschichte über uns. Über die, die wir waren, und die, die wir heute sind.

Und jetzt du! Gibt’s bei dir im Schrank auch so ein Teil, das dich schon ewig begleitet und Erinnerungen weckt? Eine modische Liebe, die immer wieder aufflammt? Es würde mich freuen, wenn Ihr es in die Kommentare schreibt. DANKE und danke, dass du dir die Zeit genommen hast, hier vorbeizuschauen. Means a lot to me. Habt einen wunderschönen und entspannten Sonntag und eine gute kommende Woche.

Oberkörper-Portrait mit dunklem Cardigan von THE BRITISH SHOP über karierter Bluse, Chanel Vintage-Tasche in braunem Wildleder und Gürtel zum Jeansrock

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Details – Werbung:

Jeansrock

Weekend by Max Mara – habe ich schon ne Weile und aktuell habe ich diesen hier bei Bonprix entdeckt. (Affiliatelink) und diesen hier auch (Affiliatelink)

Bluse und Cardigan

wie im Text schon erwähnt, beides THE BRITISH SHOP und der Cardigan ist aktuell und hier im Shop erhältlich.

Bomberjacke

Dreykorn – habe ich euch hier kürzlich gezeigt

Cowboy Boots & Lederjacke

Zara – aktuell habe ich dort dieses Paar entdeckt – beim Breuninger dieses Paar von Bronx (Affiliatelink)
Die Lederjacke aktuell bei Zara ist meiner sehr ähnlich.

Frau steht vor Backsteingebäude in Jeansrock mit Bomberjacke von Dreykorn und Cowboy-Boots – Hand im Haar, lässige Pose

Durchbruch

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2 Kommentare

  1. guten Morgen Conny, ich bin heute ein klein wenig unzuverlässig und komme statt sonntags am Morgen am Montag.😅 dein Look gefällt mir ausgesprochen gut und ich finde es schön, wie du dich an deine ersten Cowboystiefel erinnerst. Ich kann mir das richtig vorstellen, obwohl ich keine große Schwester habe, sondern die große Schwester bin. Ich finde es auch schön, dass deine Kombis viele Teile aus deiner bestehenden Garderobe enthalten. Wenn man Qualität kauft, hat man meist lange davon und muss nicht ständig nachkaufen. ein paar Schuhe gibt es noch in meinem Fundus, die ich der Erinnerung wegen habe. Ansonsten musste ich viele, beziehungsweise meine komplette Garderobe tauschen. Wirklich viele Teile habe ich durch Secondhand Kleidung ersetzt. Das macht mir ein besseres Gewissen und spart mein Geldbeutel, denn Socken waren das einzige, was ich nicht ersetzen musste.
    Ich wünsche dir eine wunderschöne Woche. Liebe Grüße Tina

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