conny doll lifestyle: Blazerweste: perfekt fürs Büro und Telefonhotlines ein Vergnügen nicht
Sommeroutfit

Blazerweste: perfekt fürs Büro und Telefonhotlines (k)ein Vergnügen

Manche von Euch wissen vielleicht, was ich beruflich so treibe und dass es im letzten Jahr bei mir eine Veränderung in der Position gegeben hat. Nein, nein – ich habe nicht die Karriereleiter erklommen. Es ist nur einfach so, dass es meine Tätigkeit nicht mehr gibt. Aus mehreren Gründen und die Pandemie hat auch ihr Quäntchen dazu beigetragen. Bei einem Radiosender bin ich aber immer noch beschäftigt. Jedenfalls habe ich dort auch gelegentlich das Vergnügen, unser Hörertelefon zu bedienen. Wobei das ein eher zweifelhaftes Vergnügen ist und ich bin sehr froh, dass es nicht so häufig der Fall ist. Denn die wenigsten Anrufenden üben konstruktive Kritik oder haben ernst gemeinte Fragen zum Programm. Ein Hörertelefon ist viel mehr eine Möglichkeit, dem allgemeinen Unmut Luft zu machen. Passend zum Wochen- und meinem heutigen Jobthema gehts erneut um eine Blazerweste – die ist nämlich perfekt geeignet fürs Büro.

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Telefonhotlines – zweifelhaftes Vergnügen

So eine Hotline ist ja primär als Dienstleistung gedacht. Also ich denke zumindest, dass das der Sinn eines solchen Service ist. Während früher einige Firmen am Telefon ansprechbar waren, sind das meinem Eindruck nach heute nur noch wenige und wenn ich an meine Erfahrung am Hörertelefon denke, dann kann ich nachvollziehen, warum das so ist. In meinem Fall haben die wenigsten Anrufenden überhaupt etwas zum Radioprogramm beizutragen. Mal abgesehen von den 5 %, die ernsthafte Nachfragen haben, möchte der Rest eigentlich nur die eigene Meinung kundtun. Natürlich liegt das vielleicht in der Natur der Sache. Schließlich bewegt sich ein Radiosender im öffentlichen Raum. Aber leider scheinen Menschen mit “normalem” Menschenverstand entweder kein Telefon zu haben oder diese haben keine Zeit, ihre Lebensvorstellungen Menschen beim Radio zu erzählen. Eigentlich dürfte ich bei diesem Beitrag kein Outfit zeigen – erst recht keins mit der tollen Blazerweste. Das hat sie nämlich nicht verdient. 🙂

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Blazerweste mit Businessplan

On top sind die wenigsten Anrufenden freundlich. Die meisten sind auf Krawall gebürstet, wenn sie zum Hörer greifen. So hatte ich diese Woche das mehr als zweifelhafte Vergnügen, der Ausführung einer älteren Frau zu lauschen. Ihrer Meinung nach richtet sich die ganze Welt nur noch an die Jüngeren. Außerdem sollte man aufhören, diesen Klimamist zu verzapfen. Schließlich könne das kleine Deutschland in dem Fall überhaupt nix ausrichten. Das Klima habe es immer schon gegeben. Auch Überschwemmungen und Hochwasser – da brauchen wir uns gar nicht so “anzustellen”. Und überhaupt diese ganzen Elektroautos – woher soll denn bitteschön der Strom kommen, wenn die Atomkraftwerke abschalten? Jedenfalls wisse eben diese Anruferin genau Bescheid, weil sie hätte einen Wissenschaftler in ihrer Verwandtschaft und die haben den Durchblick. Das ist in etwa so, wie wenn ich Kraft meiner Blazerweste behaupte, ich hätte eine Businessplan. Oder wenn einem die Zahnarztfrau erzählt, man müsse einen Zahn ziehen.

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Unbekannter Teilnehmer – Kommentare im Netz

Zu Anfang dachte ich noch, Diskussionen mit diesen Menschen hätten einen Sinn. Das glaube ich nicht mehr. In der Hauptsache wollen sich die Anrufenden nur beschweren und die Themen dabei sind vielfältig: Übers Gendern, übers nicht Gendern, über zu wenig Klima, über zu viel Klima. Über die grüne, schwarze, rot und braune Politik. Unangefochtene Nummer eins sind natürlich die Corona-Maßnahmen. Wahlweise sind die viel zu lasch oder viel zu streng. Da ist sich das anrufende Volk uneins. Was die Menschen allerdings von uns als Hörerservice erwarten? Ich schätze nichts. Es geht nur darum, die eigene Weltanschauung rauszublasen. Es ist wie bei Kommentaren im Netz. Und natürlich rufen die meisten Menschen als unbekannte Teilnehmer an. Über Unverschämtheiten legen die Menschen dann immer das Datenschutzmäntelchen. Gott sei Dank keine Blazerweste. Und da das Geschwätz in der Regel so undifferenziert ist, lässt sich auch kaum sinnvoll darauf antworten.

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Respekt vor meinen Mitmenschen

Wie gesagt, es wundert mich nicht, dass die meisten Firmen zwischenzeitlich ihre Telefonhotline einstellen. Und die, die diesen Service noch anbieten, lassen oft künstliche Intelligenzen mit den Leuten sprechen. Die können sich stoisch den ganzen Mist anhören, ohne sich persönlich davon beeinflussen zu lassen. Ich hingegen kann das nicht immer. Manchmal nehme ich es mit nach Hause. Aber ich muss auch zugeben, dass diese Geschichten oft für sehr viele Lacher innerhalb meiner Familie und Freunde sorgen. Gelegentlich macht es mir großen Spaß, das Geschwafel dieser Menschen, die sich selbst so wahnsinnig ernst nehmen zu parodieren. Für mich manchmal der einzige Weg, um nicht völlig den Respekt vor meinen Mitmenschen zu verlieren. Denn mit manchen von diesen steh ich vielleicht mal zusammen an der Tankstelle oder im Supermarkt an der Kasse oder in der Bahn. Gott sei Dank wissen wir nichts voneinander.

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Blazerweste – perfekter Sommerstyle fürs Büro

Aber ich komme lieber zu den schönen Dingen des Lebens. Meiner Blazerweste nämlich und damit schließe ich das Thema Weste dann auch wieder ab. Versprochen. Doch im Herbst werdet Ihr bestimmt noch an meine Worte denken, denn dieses Kleidungsstück ist einfach perfekt für den Übergang. Aber nicht nur – gerade an warmen Tagen macht die Weste Tops oder andere ärmellose Oberteile fit fürs Büro. Denn ohne etwas drüber würde ich mein heutiges Top nicht im Büro tragen. Aber zusammen mit der Blazerweste ist der Look durchaus officetauglich. Sofern man natürlich keinen Dresscode zu befolgen hat. Aber heute müssen hoffentlich die wenigsten von Euch einen Bürolook tragen oder an einer Telefonhotline sitzen und Ihr könnt ganz entspannt Euren Sonntag genießen. Das wünsche ich Euch, liebe alle und danke fürs Lesen. Vielleicht habt Ihr ja auch schon mal an einer Telefonhotline gearbeitet und Ihr habt Lust, Eure Erfahrungen zu teilen. DANKE


Details zum Outfit mit Blazerweste


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8 Kommentare

  • Coby Titshof-Leushuis

    Ich verstehe was du schreibst. Selber arbeite ich ehrenamtlich für die telefonische Selsorge
    und werde dort konfrontiert mit Sachen die ich mir vorher nicht vorstellen konnte.
    Aber was mich wundert ist das du so über die Anrufer schreibst. Was meint denn dein Arbeitgeber dazu? Für uns wäre dass absolut nicht akzeptabel und ein Kundigungsgrund.

    • Conny

      Hmmmm… Ich finde es toll, wenn man sich ehrenamtlich engagiert und gerade bei der Seelsorge ist man ja für psychische Themen der Menschen zuständig. Das ist nicht weniger schwierig aber Teil des Profils. Ich denke, man wird dafür geschult und bekommt vielleicht sogar eine Supervision… Zumindest sollte das so sein.
      Da ich weder darüber schreibe, wo ich arbeite und auch niemanden namentlich erwähne, weiß ich nicht, ob das ein Kündigungsgrund ist… Schade, wenn es so wäre…. Irgendwo muss man ja mal aussprechen dürfen, wie belastend diese Tätigkeit sein kann… Und die wirklich harten Unverschämtheit hab ich gar nicht erwähnt…

  • Manon

    Wieder mal ein sehr schöner Beitrag. Ich glaube ja, dass die Aneufer einer Hotline sonst niemanden zum reden haben 😉. Gerade die Älteren vereinsamen oft in unserer Gesellschaft und niemand hört ihnen mehr zu! Da ist der Griff zum Telefon eher naheliegend, denn welcher „jüngere“ ruft überhaupt an. Hier werden wohl eher die sozialen Netzwerke genutzt, um den „Gedankenmüll“ loszuwerden und das auch oft leider eher unfreundlich. Ob das der richtige Weg ist sei wohl auch dahin gestellt. So oder so wird denke ich viel zu wenig miteinander gesprochen
    Lg Manon

    • Conny

      Ich hab Dir ja auf Insta geschrieben und denke, Du hast sicherlich recht… Manchmal weiß ich nicht, was zuerst da war… Haben sie niemanden zum Reden, weil sie so unverschämt sind oder sind sie so geworden, weil sie niemanden zum Reden haben… Alles net so leicht…seit ich gelegentlich dieses Telefon bediene, verliere ich wirklich den Respekt vor älteren Menschen… Viele meinen, sie haben die Weisheit mit den Löffeln verabreicht bekommen… Liebe Grüße zu Dir…

  • Nicole

    Liebe Conny,

    dass Firmen nicht mehr direkt und fachkundig zu erreichen sind, gefällt mir gar nicht. Denn Qualität wäre in vielen Fällen wünschenswert.
    Allerdings dieses sich auslassen, was auch in freundlichen Worten Hetze sein kann, hat mich in den letzten Wochen sehr umgetrieben und zweifeln lassen. Weil ich es schlicht nicht mag.
    Daher verstehe ich dich sehr gut und würde allen etwas mehr Feinfühligkeit wünschen, auch was Hashtags und dergleichen betrifft.
    Aber das habe ich ja mal gesagt.
    Und diskutieren, das bringt in solchen Fällen in der Tat wenig, denn diese Menschen können das nicht..
    Aber ich bin sicher, du hast es mit deinem Charme geregelt und dein Outfit trägt auch zum Sonnenschein bei.

    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag.
    Liebste Grüße
    Nicole

    • Conny

      Liebe Nicole, herzlichen Dank für Dein immer so tolles Feedback. Ich freue mich, dass Du den Look magst. Und ja, ich gebe Dir da völlig recht. Mich treibt das auch sehr um und ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen, warum die Menschen derart unzufrieden sind. Es fühlt sich so an, als hätten manche den Eindruck, sie hätten das Recht auf ein glückliches, zufriedenes Leben gepachtet und nur selbst etwas dafür tun, das müssen sie selbstverständlich nicht. Für die Erfüllung ist natürlich die Gesellschaft im Allgemeinen verantwortlich. Genauso, wenn etwas nicht kommt wie erwartet … Aber das ist gar nicht nur auf Hotlines bezogen – das merkt überall… Hab einen schönen Wochenstart…. lieber Gruß – Conny

  • TIna von Tinaspinkfriday

    Liebe Conny, ich kann das völlig nachvollziehen. In der Arztpraxis am Telefon rufen komischerweise auch seltsame Menschen an…. wegen alles anderem als gesundheitlichen Problemen. Nun frage ich mich ob die die Telefonnummer verwechseln?! 😉 Natürlich darf man drüber sprechen solange man keine Namen nennt. Ich muss manche Dinge die ich in der Praxis erlebe auch verarbeiten und mein Göga muss sich das dann anhören. Aber natürlich nie mit einem Namen oder einem sonstigen Hinweis die Person betreffend.
    Dein Outfit ist klasse, ich mag das gern mit der weiten Hose.
    Liebe Grüße Tina

    • Conny

      Herzlichen Dank, liebe Tina – ich könnte gar nicht mal einen Hinweis eine Person betreffend abgeben. Die meisten sind anonym… und ich möchte damit natürlich auch niemanden bloßstellen. Aber ich finde auch, man kann ruhig darüber sprechen, welchen Aussagen man an solchen Hotlines oder öffentlichen Telefonen ausgesetzt ist. Und ich glaube, die Leute rufen einfach an, weil an den Telefonen jemand hingeht. Ich habe früher nie verstanden, warum die Leute an solchen Hotlines oft schon so unfreundlich ans Telefon gegangen sind. Jetzt kann ich es mir erklären. Von manchen Arztpraxen weiß ich, dass sie gar nicht mehr persönlich ans Telefon gehen. Da muss man auf einen AB quatschen und sie rufen dann zurück. Auch dafür habe ich zwischenzeitlich Verständnis…
      Freu mich, dass Dir mein Outfit gefällt… Hab nen schönen Wochenstart, lieber Gruß – Conny