Manchmal kommt das Leben dazwischen, oder besser gesagt, die Arbeit und eine fiese Erkältung. Diese Woche war so eine, in der die To-Do-Liste (sofern ich eine schreiben würde) länger war als die Stunden des Tages und mein Energielevel gegen null tendierte. Deshalb gibt es heute einen thematisch passenden Beitrag: Es geht um die Bermuda, eine Hose, die quasi die modische Mitte zwischen „zu kurz“ und „zu lang“ darstellt. Perfekt also für einen Beitrag, der schnell auf den Punkt kommt, aber hoffentlich trotzdem inspiriert.


Ein Trend, an den ich mich erst herantasten musste
Ich muss zugeben, Bermudas standen bisher nicht wirklich auf meiner Hosen-Wunschliste. Erst durch das neu entflammte Interesse in der Modewelt habe ich mich an die ersten Kombinationen gewagt und siehe da, ich finde sie richtig toll. Sie sind seit einigen Saisons wieder fest im Streetstyle verankert, besonders in coolen Materialien wie Leder. Das hat mich neugierig gemacht.
Mein Zögern hat aber auch einen anderen, altbekannten Grund: meine Beine. Ich bilde mir ein, dass so ziemlich JEDE andere Frau mit schöneren Beinen gesegnet ist, diese aber trotzdem lieber in langen Hosen oder Röcken versteckt. Logisch ist das nicht, nervig aber umso mehr. Man sollte meinen, mit 51 Jahren hätte man solche Flausen aus dem Kopf, aber Pustekuchen. Diese alberne Selbstkritik hält sich hartnäckiger als Rotweinflecken auf ner Tischdecke.

„Ich bilde mir ein, dass so ziemlich JEDE andere Frau mit schöneren Beinen gesegnet ist – und die verstecken sie auch noch in langen Hosen.“
Das Material ist entscheidend: Leder und Denim statt Leinen
Und apropos Leinen – das Material, spielt eine wichtige Rolle gerade in der Übergangszeit. Ich mag es, wenn die Stoffe etwas robuster sind. Leder, wie bei dem Modell in diesem Beitrag, ist dafür einfach genial. Es hat eine gewisse Schwere, wirkt angezogen und ist wetterfest. Die Bermuda, die ich euch am Sonntag auf Instagram zeige, ist aus Denim und damit ebenfalls perfekt für den Übergang geeignet.
Warum nicht Leinen oder Baumwolle? Leinen ist für mich ein reiner Sommerstoff. Und die meisten Baumwoll-Bermudas sehen mir persönlich oft zu casual aus. Außerdem habe ich noch kein Modell aus Baumwolle gefunden, das sich wirklich gut mit Stiefeln kombinieren lässt. Und genau das ist ja der Trick, warum ich mich mit den Hosen jetzt so wohlfühle: Man kann die untere Hälfte der Beine ganz wunderbar in Stiefeln oder coolen Socken verstecken. Also Ihr wisst schon, wegen der Flausen.

Die Blicke der anderen: Ein Western-Experiment
Die Denim-Bermuda, die ich nachher auf Insta teile, ist das jüngste Mitglied meiner Hosensammlung. Frisch aus dem Wintersale gefischt und für mich schon eine kleine Mutprobe. Ich habe sie für ein Reel im Western-Style kombiniert – ein Look, der für meine Verhältnisse schon ziemlich gewagt ist. Und was soll ich sagen? Es passierte genau das, was man in so einem Moment befürchtet und erhofft zugleich: Die Leute haben geschaut. Nur leider konnte ich die Blicke absolut nicht deuten. War das jetzt die Sorte „Wow, cooles Outfit“-Blick oder eher der „Was hat die denn geraucht?“-Blick? Ich überlege seit Freitag. Vielleicht könnt ihr mir ja auf Instagram bei der Deutung helfen. Das würde mich sehr beruhigen.

Zwei Looks für den Frühling (und Herbst)
Passend zur Saison habe ich zwei frühlingshaft angehauchte Übergangsstylings mit meiner Leder-Bermuda kombiniert, die man aber ohne Weiteres auch im Herbst noch tragen kann.
Look 1: Lässig mit Streifenpullover
Der erste Look ist eine Kombination aus der dunklen Leder-Bermuda und einem gemütlichen Streifenpullover in Grün- und Brauntönen. Ein unkomplizierter Look, der im Alltag wunderbar funktioniert, finde ich. Außerdem finde ich ihn ein bisschen besonders – vor allem, weil der grüne Streifen des Pullovers so wunderbar mit der grünen Sonnenbrille harmoniert. Und hey, Grün ist die Hoffnung, und davon benötigen wir in diesen Tagen alles, was wir bekommen können.
Look 2: Chic mit Karoblazer
Für das zweite Styling habe ich die Bermuda mit einem weinroten Rollkragenpullover und einem auffälligen Karoblazer kombiniert. Der Blazer greift die Farben des Pullovers auf und sorgt für einen spannenden Mustermix. Und beide Outfits kombiniere ich mit hohen Stiefeln, die Gründe kennt ihr.


Workshop-Tipp in München
Werbung | Kooperation
Und jetzt noch ein kleiner, aber feiner Hinweis in eigener Sache. Vom 1. bis zum 31. März hat die My Brand Boutique einen Pop-Up-Store in der Reichenbachstraße 36 in München. Dort könnt ihr nicht nur offline shoppen, sondern auch einen großartigen Workshop buchen. Lernt Manucurist, die für mich beste Nagellackmarke der Welt, kennen! Es gibt noch freie Termine am 20. und 21. März. Mit dem Code CONNY spart ihr 10 % auf die Buchung. Das ist übrigens auch eine geniale kurzfristige Geschenkidee oder einfach ne tolle Gelegenheit, Zeit mit einem lieben Menschen zu verbringen.

Danke
Ich danke euch für eure Zeit und euren Besuch – das bedeutet mir viel. Wie steht ihr zu den halblangen Hosen? Top oder Flop? Da bin ich sehr gespannt auf eure Meinung.
In diesem Sinne wünsche ich euch einen fabelhaften Sonntag und haltet euch von allen Viren fern.

DANKE 🖤
Details – Werbung:
Bermuda
&other stories: Die Hose ist im Sale noch verfügbar (Affiliatelink). Ich bin übrigens 1,71m groß – finde das immer wichtig, bei kürzeren Röcken oder Hosen.
Rollkragen
Pepe – immer noch echt alt. Hab ich euch gerade hier gezeigt.
Pullover
Der ist ein Mitbringsel aus Wien – ich hätte ihn nicht gebraucht – aber 1. was benötigt man schon wirklich und 2. erinnert er mich jetzt immer an meinen Besuch in der schönen Stadt. euch verlinke ich ein tolles Streifenshirt von Sandro (Affiliatelink).
Blazer
King Louis


Durchbruch
Der Podcast für Frauen ab vierzig

Guten Morgen Conny, beide Varianten finde ich toll und sie stehen Dir phantastisch. Ja mit Stiefeln getragen ist es ohne freies Bein und top im Trend. Aber die Zeit der Stiefel ist ja hoffentlich bald vorbei und dann wohl eher die Strümpfe? Oder hey nackte Beine. Bestimmt bist Du deine größte Kritikerin. 😉 Ich habe mir auch schon überlegt, vielleicht mal eine Jeansbermuda anzuprobieren. Hat mir in Asien so gut gefallen, der Bermudatrend. Dort mit Sneakers oder Crocs getragen.🤭
Ich danke dir für den wöchentlichen sehr unterhaltsamen Lesestoff hier auf dem Blog. 💕
Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag, liebe Grüße Tina
Liebe Tina,
ich freue mich über deinen Besuch und dass du dir immer Zeit für die Kommentare nimmst. Eine Denim Bermuda habe ich heute auf Insta und da war ich mir auch echt unsicher und wie gesagt, die Blicke der Leute haben das nicht wirklich verbessert. Und wenn ich jetzt höre, dass dazu Sneaker oder Crocs gehören – dann habe ich mir defintiv wieder mal viel zu viele Gedanken gemacht. Irgendwann, also iiiiirgendwann kann ich das endlich mal ablegen…
Happy Sunday, liebe Tina und danke, lieber Gruß, Conny
Sehr gerne Conny, ich freue mich jeden Sonntag auf Deinen Post zu meiner Tasse Kaffee am Morgen. Viele Bloggerinnen verschwinden leider komplett zu Insta, Du fütterst uns noch. Daaaankeee! Deinen Look schaue ich mir nachher dort an.
Ich dachte noch in Hongkong und Bangkok, der Trend wird wohl an uns vorübergehen, aber dann sehe ich genau das gestern in der neuen Instyle was dort so viele modebewusste Menschen tragen. Bermudas, Crocs oder Adidas zu wirklich allem, auch zu feinen Kleidern oder Röcken und Pyjamas! Nur Pyjama Oberteile, oder Komplettlook in kurz oder lang.
Du rockst das, Conny. Du bist selbstbewusst und wunderschön!
Hallo,
bei Bermudas denke ich an beigefarbene Leinenbermudas mit weiten,
weißen Blusen, dazu Sandalen oder die neuen Bootsschuhe….
mit viel Phantasie erinnert mich das an den Film mit Meryl Streep,
Out of Africa.
Iieben Sonntagsgruß
Sylvia
„Diese alberne Selbstkritik hält sich hartnäckiger als Rotweinflecken auf ner Tischdecke“……da hilft nur „Ab- bzw. Ausschneiden“.
Liebe Grüße
Ihr Gert
P.S: Das Western-Outfit wäre noch sexyer, wenn die Stiefel die coolscharfen Cowboyboots von Zara wären. Die Lederhose ist supermegasexy…..da würden auch die weissen, highheeled Langschaftstiefel (meine FAV-Boots) dazu passen.